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Dienstag, 24. Juli 2012

Camel Spiders









Camel Spiders
(Camel Spiders)
mit Brian Krause, C. Thomas Howell, Melissa Brasselle, Diana Terranova, GiGi Emeta, Jon Mack, Michael Swan, Hayley Sanchez, Kurt Yaeger, Corey Landis, Michael Bernardi, Hugh Mun, Shay Baker
Regie: Jim Wynorski
Drehbuch: Jim Wynorski / J. Brad Wilke
Kamera: Andrea V. Rossotto
Musik: Chuck Cirino
FSK 16
USA / 2011

Kamelspinnen gelten bei den amerikanischen Truppen im Nahen Osten als wahre Geißel. Nun ist es den unangenehmen Insekten gelungen, mit zurückkehrenden Veteranen in die USA zu gelangen und sich in den Wüsten im Südwesten niederzulassen. Dort machen sie Jagd auf alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Schließlich machen sie auch vor Menschen nicht halt und erweisen sich als schier unbezwingbarer Terror: Ein letztes Aufgebot Unerschrockener stellt sich den Spinnen entgegen.


Wieder einmal hat Trashfilmer Jim Wynorski seine Fantasie spielen lassen und mit "Camel Spiders" einen weiteren Beitrag zu den in letzter Zeit häufig erscheinenden Tierhorror-Filmen hinzugefügt, über deren Qualität sich erstklassig streiten lässt. Für die Freunde recht billig produzierter B-Movies sicherlich bedingt sehenswert, ist der Film für Fans des eher ernstzunehmenden Tierhorrors wohl vielmehr eine Enttäuschung. Viel zu viele Trash-Varianten haben in den letzten Jahren den Weg zu uns gefunden und so langsam ist man dieser teils obskuren Produktionen doch ein wenig überdrüssig. Das vorliegende Exemplar macht in dieser Beziehung sicherlich keine Ausnahme, läuft doch eigentlich alles nach einem altbekannten Schema ab, das mittlerweile noch nicht einmal mehr den Spaß-Faktor zu erkennen gibt, der zumindest vorhanden sein sollte damit sich eine Sichtung auch wirklich lohnt.

So ist es dann auch nicht wirklich verwunderlich, das die Geschichte im Prinzip keinerlei Substanz beinhaltet, Wynorski hat lediglich eine äußerst ausgedünnte Rahmenhandlung verwendet, um die Kamel- Spinnen auf einige Menschen im staubigen Nevada loszulassen. Das Gute an der Sache ist der Aspekt, das man die überdimensional großen Krabbler oft genug in Action erlebt, wobei einige Passagen sogar einigermaßen blutig ausfallen. Das war es dann jedoch auch schon mit den positiven Seiten eines Filmes, der keinerlei nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Normalerweise stehe ich diesen eher trashigen Varianten des Tierhorrors recht positiv gegenüber, doch so wirklich konnte mich dieses eher sinnbefreite Szenario nicht überzeugen. Das liegt hauptsächlich darin begründet, das sich zu keiner Zeit ein wirklicher Spannungsaufbau zu erkennen gibt, das gesamte Geschehen ist absolut vorhersehbar und bietet keinerlei Überraschungsmomente, die man als kleine Highlights ansehen könnte.

Vielmehr offenbart sich eine hauchdünne Story, die man so-oder in ähnlicher Art schon allzu oft gesehen hat. Das führt sogar streckenweise zu echter Langeweile, denn bis auf einige nette Attacken der Spinnen und diverse wilde Schießereien bekommt man nicht viel geboten. Dieser Punkt schlägt sich insbesondere im doch eher unterdurchschnittlichen Schauspiel der Akteure nieder, von denen kein einziger eine richtig überzeugende Performance abliefert. Nur zu oft erweckt es viel eher den Eindruck, das diverse Darsteller überhaupt nicht wissen, was sie eigentlich tun sollen. Hölzernes-und ungelenkes Schauspiel sind die Folge davon und so manch eine Person wirkt sogar ziemlich fehl am Platz, um es einmal diplomatisch auszudrücken.

Selbst wenn man ein Freund des eher schlechten Geschmackes ist kann man diesem Film eigentlich nicht sonderlich viel abgewinnen. Einige nette Action-Sequenzen sind leider keinesfalls ausreichend, um gut 80 Minuten kurzweilige Unterhaltung anzubieten. Wenn nun wenigstens eine humorige Seite zu erkennen wäre, dann würden wir zumindest von unterhaltsamen Trash sprechen, doch der eher unfreiwillig auftretende Witz des dubiosen Geschehens versteht es nicht wirklich, einen ganzzeitig bei Laune zu halten. Leider lässt "Camel Spiders" an allen Ecken und Enden zu viele offensichtliche Defizite erkennen, die eine weitaus bessere Bewertung verhindern. Wynorski hat es eindeutig versäumt, hier eine echte Trash-Granate zu zünden und als ernstgemeinten Beitrag des Genres kann man das Werk leider auch nicht ansehen. Übrig bleibt eine Produktion die weder Fisch noch Fleisch bietet und phasenweise mit purer Langeweile daherkommt, die man auf jeden Fall hätte vermeiden können.


Fazit:


"Camel Spiders" bietet leider nicht den skurrilen Spaß, den ich mir von dieser Produktion erwartet habe, was viele Leute aber sicherlich ganz anders sehen werden. Natürlich liegt es wie immer im Auge des jeweiligen Betrachters, doch ich persönlich konnte dem vorhersehbaren Geschehen nur streckenweise etwas abgewinnen, so das ich letztendlich auch nur eine bedingte Empfehlung aussprechen kann.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 85 Minuten
Extras: Trailer


4/10

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