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Sonntag, 5. August 2012

Drive (2002)









Drive
(Drive)
mit Shinichi Tsutsumi, Ren Oshugi, Ko Shibasaki, Masanobu Ando, Toshio Kakei, Susume Terajima, Yasuko Matsuyuki, Kanji Tsuda, Keisuke Horibe, Akaji Maro, Suzuki Matsuo, Kumi Nakamura
Regie: Hiroyuki Tanaka
Drehbuch: Hiroyuki Tanaka
Kamera: Kazuto Sato
Musik. Toshihide Bande / Yasuhisa Murase
FSK 16
Japan / 2002

Asakura ist ein gestresster und stets überkorrekter Salary-Man. Sein ganzes Leben besteht nur aus reiner Routine. Bis zu jenem Tag, an dem drei maskierte Gangster sein Auto kapern und ihn unfreiwillig zu ihrem Fluchtfahrer ernennen. Zusammen machen sich Asakura und seine Entführer auf die wilde Jagd nach der gestohlenen Beute eines Raubzuges. Als aus dem Nichts plötzlich ein weiterer Gangster auftaucht und die Bande erpressen will, nehmen die Dinge endgültig ihren schicksalhaften Lauf. Die Jagd auf Asakura ist eröffnet - ihm bleibt keine andere Wahl als um sein Leben zu fahren...


Von nicht gerade wenigen Leuten wird Sabu als Meister-Regisseur gefeiert und auch das vorliegende Werk aus dem Jahre 2002 wird als ziemlich genialer Film gefeiert. Ehrlich gesagt konnte ich die Genialität der Geschichte nicht wirklich erkennen, handelt es sich doch viel eher um einen Story-Plot, der streckenweise echte Langeweile aufkommen lässt. Natürlich liegt das wie immer im Auge des jeweiligen Betrachters, doch mir persönlich hat das Szenario mit den schicksalhaften Wendungen der Akteure nicht so richtig zugesagt. Und das Schicksal steht ganz eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens, das phasenweise mit recht überflüssigen Traum-Sequenzen angereichert wurde, um der Handlung auf eine ganz bestimmte Art etwas Außergewöhnliches zu verleihen. Nun mag es etliche Leute geben, die diesen teils wirren Passagen etwas abgewinnen können, doch ohne die entsprechenden Szenen wäre wohl ein etwas besseres Gesamtbild entstanden, als es dann letztendlich der Fall ist.

Ich will den Film jedoch nicht schlechter machen als er in Wirklichkeit ist, denn an einigen Stellen sind auch durchaus einige Stärken zu erkennen. Dies bezieht sich hauptsächlich auf eine manchmal auftretende skurrile Situationskomik, die dem Zuschauer doch so manchen Schmunzler auf das Gesicht zaubert. Ansonsten hält sich der vorhandene Humor aber in sehr überschaubaren Grenzen und der auf der Rückseite des deutschen DVD-Covers angestrebte Vergleich mit Tarantino & Co. stellt sich als absolute Irreführung heraus. Zwar ist stellenweise der Versuch zu erkennen, die Stilmittel eines Tarantino zu benutzen, doch die Umsetzung kann man maximal als mittelmäßig bezeichnen.

Es fehlt dem Ganzen ganz einfach der nötige Biss, um einen wirklich überzeugenden Eindruck zu hinterlassen, streckenweise plätschert die Geschichte ziemlich belanglos vor sich hin und bietet doch viel zu wenig Höhepunkte, die den Betrachter aus seiner teilweise vorhandenen Lethargie herauszuholen. Anders kann ich meine persönlichen Eindrücke nicht schildern, denn zu keiner Zeit konnte ich mit diesem Film wirklich warm werden. Der Funke springt einfach nicht über und mehr als einige gute Ansätze innerhalb der Handlung konnte ich leider nicht feststellen. Zudem empfand ich auch die darstellerischen Leistungen der Akteure als nicht gerade überdurchschnittlich, lediglich die Figur des Asakura bietet hier einiges Sehenswertes, an dem man sich zumindest streckenweise erfreuen kann.

Letztendlich konnte "Drive" meine Erwartungen keinesfalls erfüllen, wirkt der Film doch irgendwie so, als wenn Sabu hier krampfhaft etwas ganz Besonderes schaffen wollte, bei diesem Versuch jedoch ziemlich kläglich gescheitert ist. Insbesondere die zu Beginn schon einmal erwähnten Traum-Sequenzen haben der Geschichte mehr geschadet, als das sie eine Aufwertung des Szenarios erkennen lassen würden. Die teils aufkommende Langeweile trägt auch nicht unbedingt dazu bei, hier zu einem überdurchschnittlichen Gesamteindruck zu gelangen, so das man das Werk lediglich bedingt empfehlen kann.


Fazit:


Ich bin mir sicher, das "Drive" auf jeden Fall seine eingeschworene Fan-Gemeinde hat, mein Fall war der Film aber nicht. Die angepriesene Außergewöhnlichkeit der Geschichte ist entweder so gut versteckt das man sie nur schwer erkennen kann, oder sie ist ganz einfach nicht vorhanden. Zum Glück sind die Geschmäcker aber verschieden, so das auch genügend Leute ganz anders darüber denken, doch ich kann leider keine echte Empfehlung für dieses Werk aussprechen.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1
Japanisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 101 Minuten
Extras: Making Of, Interviews, Filmpremiere, Trailer, Trailershow


4/10

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