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Sonntag, 30. September 2012

Die City Cobra









Die City Cobra
(Cobra)
mit Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Andrew Robinson, Brian Thompson, John Herzfeld, Lee Garlington, Art LaFleur, Marco Rodríguez, Ross St. Phillip, Val Avery, David Rasche
Regie: George P.Cosmatos
Drehbuch: Paula Gosling /Sylvester Stallone
Kamera: Ric Waite
Musik: Sylvester Levay
Ungeprüft
USA / 1986

Als in Los Angeles ein Serienkiller, bekannt als “Der Schlitzer” sein Unwesen treibt, der es in erster Linie auf Frauen abgesehn hat, wird der Polizist Marion Cobretti, genannt “Cobra”, auf den Fall angesetzt. Er hat auch bald eine Frau gefunden, die ihm als Zeugin helfen kann. Dadurch begibt diese sich jedoch in Gefahr, weil der Killer es jetzt auf sie abgesehen hat. Also fasst “Cobra” einen Entschluss: Er fährt mit der Frau und einem Kofferraum voller Waffen in ein Motel, um sich dort zu verschanzen und auf den Angriff des Schlitzers zu warten.


Und wieder einmal haben wir es mit einem herrlichen Relikt der 80er Jahre zu tun, in dem Sylvester Stallone in seiner wohl mit Abstand coolsten Rolle zu sehen ist. Seine Darstellung des Macho-Cops "Cobra" ist dabei sicherlich einer der Höhepunkte dieses B-Actioners, denn lässiger kann man einen Cop wohl kaum interpretieren. In der sogenannten "Zombie-Abteilung" ist er für die Fälle verantwortlich die kein anderer Polizist haben will, oder die lediglich durch die Anwendung extremster Gewalt zu lösen sind. Mit seinen Methoden stößt er dabei immer wieder auf Ablehnung bei seinen Vorgesetzten, doch seine Erfolgs-Quote spricht eine ganz eindeutige Sprache. So kann man sich also sehr gut ausmalen, das die hier erzählte Geschichte mit jeder Menge Action-Passagen angereichert ist, in denen es ordentlich zur Sache geht. Wilde Verfolgungs-Jagden und die wildesten Schießereien stehen dabei absolut im Vordergrund und dem Zuschauer offenbart sich ein Szenario, das ganzzeitig extrem kurzweilige Action-Unterhaltung garantiert.

Auch atmosphärisch hat das Werk eine ganze Menge zu bieten, insbesondere die in der Nacht spielenden Sequenzen zeichnen sich dabei durch eine ungeheure Dichte aus und sorgen dabei für so manch kalten Schauer, der einem über den Rücken läuft. Die Story an sich ist derweil ziemlich einfach gehalten und beinhaltet keinerlei Tiefe, was bei einem Film dieser Art aber auch nicht wirklich zu erwarten ist. Als Rahmenhandlung jedoch vollkommen ausreichend konzentriert sich das Geschehen vollkommen auf den Aspekt, eine Augenzeugin (Brigitte Nielsen) vor einer Gruppe mordender Fanatiker in Sicherheit zu bringen, die sich selbst als Wegbereiter einer neuen Welt ansehen. Wie sich die Ereignisse entwickeln ist dabei keine sonderliche Überraschung, denn das Szenario ist doch relativ vorhersehbar und läuft selbstverständlich auf einen finalen Showdown zwischen Gut und Böse hinaus, der äußerst actionreich in Szene gesetzt wurde. Als Gegenpart zu Stallone konnte man für die Figur des "Night-Slashers" mit Brian Thompson genau den richtigen Darsteller verpflichten, denn allein rein optisch passt er nahezu perfekt in die Rolle des gnadenlosen Schlächters.

Seine Performance ist absolut authentisch und auch wenn hier sicherlich kein herausragendes Schauspiel zu erwarten ist, verleiht er seiner Figur ein sehr hohes Maß an Authenzität und Glaubwürdigkeit. Ganz generell kann man mit den gezeigten Leistungen der Darsteller-Riege zufrieden sein, selbst Brigitte Nielsen weiß in ihrer Rolle durchaus zu überzeugen. Zudem ist die gute Frau in diesem Film auch wirklich hübsch anzusehen, denn zur damaligen Zeit war ihr Körper noch nicht von etlichen Schönheits-Operationen gezeichnet, so das die gesamten Proportionen ihres Körpers zueinander passten. Das ist aber lediglich ein netter Nebeneffekt einer Geschichte, in der ganz eindeutig die Action im Vordergrund steht und bei diesem Aspekt kommt der geneigte Fan vollends auf seine Kosten. Es passt ganz einfach alles wirklich sehr gut zusammen, jede Menge Action, ein konstanter Spannungsbogen und eine herrlich dichte Grundstimmung sorgen für ein äußerst kurzweiliges Film-Erlebnis, das man sich auch nach fast 30 Jahren immer wieder gut anschauen kann.

Letztendlich zählt "Die City Cobra" sicherlich zu den Action-Granaten der 80er Jahre und präsentiert einen Sylvester Stallone in absoluter Höchstform. Nie hat der gute Mann cooler agiert, daran ändert auch sein Filmname Maria Cobretti nichts. Vielmehr ist dies als witzige Anekdote und genialer Kontrast zu seinen Methoden anzusehen, mit denen er hier dem Verbrechen zu Leibe rückt. Regisseur George P. Cosmatos (Rambo II, Leviathan) hat mit seinem Film einen absolut zeitlosen Action-Kracher kreiert, bei dem man sich einfach locker zurücklehnen kann und das actiongeladene Szenario genießt.


Fazit:


Meiner Meinung nach zählt "Die City Cobra" definitiv zu Stallone's besten Filmen und hat auch im Laufe der Zeit rein gar nichts von seiner Faszination eingebüßt. Körperlich und optisch noch in absoluter Höchstform räumt die Action-Ikone gnadenlos auf und kann es dabei natürlich auch locker mit einem zahlenmäßig weit überlegenem Gegner aufnehmen. Ob das Ganze dabei realistisch erscheint ist im Prinzip vollkommen irrelevant, denn dieser Film macht einfach nur Spaß und gute Laune.


8/10

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