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Dienstag, 11. Dezember 2012

Maximum Conviction









Maximum Conviction - Keiner kann sie stoppen
(Maximum Conviction)
mit Steven Seagal, Steve Austin, Michael Pare, Aiiyah O'Brien, Steph Song, Bren Foster, Sharlene Royer, Kirby Morrow, Zak Santiago, Lauro Chartrand, Christopher Gordon, Teach Grant, Phillip Mitchell
Regie: Keoni Waxman
Drehbuch: Richard Beattie
Kamera: Nathan Wilson
Musik: Michael Richard Plowman
SPIO/JK
USA / 2012

Als der ehemalige Black-Ops-Agent Tom Steele und sein Partner Manning beauftragt werden bei der von der Regierung geheim gehaltenen Stilllegung einer maroden Gefängnisanstalt auszuhelfen, müssen sie auch die Ankunft von zwei mysteriösen weiblichen Häftlingen bewachen. Kurz darauf wird das Gebäude von einer Söldner-Elitetruppe unter der Leitung von Chris Blake überfallen. Dessen Ziel: Die beiden Neuankömmlinge. Als die wahren Identitäten der Frauen aufgedeckt werden, beginnt Steele zu begreifen, das hier viel mehr auf dem Spiel steht als er sich jemals hätte vorstellen können…


Keoni Waxman präsentiert mit "Maximum Conviction" einen recht unterhaltsamen B-Actioner, der jedoch nicht wirklich etwas Neues bietet. Es habdelt sich vielmehr um eine typische Seagal-Story, in der der in die Jahre gekommene Recke einmal mehr durch seine üblich-stoische Art auffällt und wieder einmal fast im Alleingang zum Helden mutiert. Ihm zur Seite steht mit Steve Austin ein wahres Kraftpaket, das für einen Film dieser Art geradezu prädestiniert ist. Und so kann man sich als geneigter Fan sicherlich schon denken, das hier nicht unbedingt die Geschichte an sich im Vordergrund steht, denn rein inhaltlich passt die Rahmenhandlung durchaus auf einen Bierdeckel. Das ist aber gar nicht einmal weiter schlimm, denn dieses Werk sollte man wohl schon aus Prinzip lediglich nach seinem Unterhaltungswert beurteilen und dieser fällt zugegebenermaßen recht ordentlich aus.

Dennoch sollte man schon im Vorfeld gewisse Abstriche bei den eigenen Erwartungen machen, denn das Szenario bietet keinerlei Innovation und erinnert stellenweise schon an Genre-Vertreter wie beispielsweise Stirb langsam, wobei sich dies ausschließlich auf Ähnlichkeiten in der Story bezieht, denn in Sachen Qualität bewegt man sich hier doch in einem eher überschaubaren Rahmen. Und so entwickelt sich eine wilde Hatz innerhalb einer Gefängnisanstalt, bei der sich zwei Gruppen bekriegen. Es kommt zu einigen Schießereien und auch mehrere Nahkämpfe werden immer wieder eingestreut. Zudem lassen Seagal und Austin einige coole Sprüche los, doch das war es dann auch ehrlich gesagt schon. An einigen Stellen erscheint das Geschehen dann auch manchmal etwas monoton, denn wirkliche Abwechslung bekommt der Zuschauer nicht geboten. Zu oft hat man schon solche-oder ähnlich gelagerte Szenarien gesehen, als das man nun in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen würde.

Von den Darstellern sollte man keine Wunderdinge erwarten, das wäre bei dieser Film-Gattung wohl aber auch etwas zuviel verlangt. Gerade die beiden Hauptdarsteller agieren sehr routiniert und überzeugend, wohingegen beispielsweise Michael Pare in seiner Rolle vollkommen untergeht und zu keiner Zeit auch nur ansatzweise zur Entfaltung kommt. Dennoch sind die schauspielerischen Leistungen meiner Meinung nach vollkommen ausreichend, zumal man das Hauptaugenmerk höchstwahrscheinlich sowieso auf die vorhandenen Action-Passagen legt. Diese wurden ordentlich in Szene gesetzt, stellen aber auf keinen Fall echte Höhepunkte dar, denn in dieser Beziehung hat man schon weitaus Besseres gesehen.Man merkt also, das sich "Maximum Conviction" nicht als absoluter Kracher präsentiert den sich manch einer eventuell erwartet hat, doch die Qualität des Filmes ist absolut ausreichend, um ihn etwas oberhalb des normalen Durchschnittes anzusiedeln.

Letztendlich haben wir es mit einem typischen B-Movie zu tun, in dem es stellenweise ganz gut zur Sache geht. Überraschungsmomente oder Innovation sollte man nicht erwarten, dafür gibt es einige etwas härtere Szenen zu sehen. Insgesamt gesehen bewegt sich der Härteanteil jedoch in einem jederzeit überschaubaren Rahmen, so das man auch bei diesem Aspekt nichts Herausragendes erwarten sollte. Man hat schon viele schlechtere Werke von Seagal gesehen, aber an die großen Zeiten kann auch "Maximum Conviction" nicht heranreichen. Trotzdem kann man hier nicht viel falsch machen, wenn man eine Vorliebe für Action-Filme hat und wird durchgehend relativ kurzweilig unterhalten.


Fazit:


Eine nette aber nicht neue Rahmenhandlung und genügend Action-Sequenzen sorgen hier für Kurzweil, ansonsten sollte man aber keine großen Ansprüche an diesen Film stellen. Seagal hat schon bessere Zeiten erlebt, kann jedoch durch seine Routine und altbekannte Coolness die etlichen Pfunde Übergewicht einigermaßen wettmachen, die man ihm deutlich anmerkt.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 94 Minuten
Extras: Behind the Scenes, Featurette, Interviews


6/10

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