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Dienstag, 8. Januar 2013

Demolition Man









Demolition Man
(Demolition Man)
mit Sylvester Stallone, Wesley Snipes, Sandra Bullock, Nigel Hawthorne, Benjamin Bratt, Bob Gunton, Glenn Shadix, Denis Leary, Grand L. Bush, Pat Skipper, Steve Kahan, Paul Bollen
Regie: Marco Brambilla
Drehbuch: Peter M. Lenkov / Robert Reneau
Kamera: Alex Thomson
Musik: Elliot Goldenthal
FSK 16
USA / 1993

Nach einem letzten Duell werden der Cop John Spartan und sein Widersacher Simon Phoenix 1996 eingefroren. 36 Jahre später gelingt Phoenix die Flucht in eine mittlerweile befriedete Welt, in der es weder Gewalt noch Sex gibt. Nur eine Gruppe von Anarchisten sind ein Dorn im Auge von Präsident Cocteau: Phoenix soll sich dieses Problems annehmen. Beide haben nicht mit dem "Demolition Man" John Spartan gerechnet, der - einmal aufgetaut - nicht zu bremsen ist.


Wenn man sich auf die Suche nach einer fast perfekten Mischung aus Action-und Komödie begibt, dürfte man spätestens bei vorliegendem Film fündig werden, denn das Werk von Marco Brambilla dürfte in dieser Beziehung ganz oben angesiedelt sein. Trotz mittlerweise gut zwei Jahrzehnten auf dem Buckel bietet "Demolition Man" immer noch allerbeste Unterhaltung, die rein gar nichts von ihrem Reiz verloren hat. Mit Sylvester Stallone und Wesley Snipes sind zudem 2 absolute Ikonen der damaligen Zeit am Werk, die der Geschichte ihren ganz persönlichen Stempel aufdrücken und das Geschehen mit erstklassigen Action-Passagen und wunderbarem Humor bereichern. Brambilla ist es ganz hervorragend gelungen, das Gleichgewicht zwischen jeder Menge Action, teils skurriler Situationskomik und wunderbar schrägen Dialogen zu halten, so das man als Betrachter ein Filmerlebnis präsentiert bekommt, das nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt. Der leicht futuristische Anstrich der Ereignisse tut dann sein Übriges, um das von Haus aus schon tolle Gesamtbild noch zusätzlich aufzuwerten.

In erster Linie rummst es ganz gewaltig denn hier wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um ein actiongeladenes Szenario zu kreieren. Wirkliche Ruhepausen um einmal wirklich durchatmen zu können entstehen dabei recht selten, denn "Demolition Man" gestaltet sich dermaßen rasant-und temporeich, das man schon von einem wahren Spektakel sprechen kann. Snipes und Stallone gehen dabei so richtig in die Vollen und liefern sich dabei einen absolut gnadenlosen Schlagabstausch, den man lediglich als absolut brillant bezeichnen kann. Das Ganze ist dabei streckenweise äußerst witzig in Szene gesetzt worden, das man sich an diversen Stellen kaum vor lachen halten kann. Bei diesem Aspekt kommt dann insbesondere die junge Sandra Bullock ins Spiel, die durch ihre verbalen Aussetzer immer wieder die Lacher auf ihrer Seite hat. Die Geschichte erfährt dadurch einen ganz speziellen Charme, dem man sich beim besten Willen nicht verschließen kann. Dieser Film ist einfach absolut ansteckend, nur selten bekommt man eine solch gelungene Kombination aus Action-und Komödie geboten, die einen auch nach der x-sten Sichtung immer noch in wahre Begeisterung versetzt.

Gleichzeitig beinhaltet die Geschichte auch durchaus ernste Züge, schwingt doch ein ganz erheblicher Schuss Gesellschafts-Kritik mit, denn das scheinbar unendlich friedliche Leben in der harmonischen Zukunft zeigt ziemlich schnell eine 2-Klassen Gesellschaft. Während an der Oberfläche alles in strahlendem Glanz erblüht, leben etliche unzufriedene Menschen in der Kanalisation und fristen dort ein karges Dasein. Sie sträuben sich gegen sämtliche Bevormundung und Verbote, wobei sie die Herrschenden torpedieren wo sie nur können. Dabei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um verbrecherische Aktivitäten, will man doch im Prinzip lediglich auf die vorherrschenden Misstände hinweise und ein Leben in absoluter Freiheit führen. Dieser von Brambilla im Prinzip ausgezeichnet herausgearbeitete Gesichtspunkt wird leider immer etwas unterschätzt, konzentriert man sich doch vielmehr auf das gebotene Action-Feuerwerk und den herrlichen Humor dieses grandiosen Filmes.

Letztendlich ist "Demolition Man" schon ein kleiner zeitloser Klassiker, an dem man sich immer wieder erfreuen kann. Extrem spielfreudige Darsteller, eine mehr als unterhaltsame Geschichte, erstklassiger Humor und Action bis zum Abwinken lassen einen hier nur zu einem hervorragendem Gesamteindruck gelangen, der eigentlich durch nichts getrübt wird. Vor allem ist es immer wieder ein Erlebnis, hier einen glänzend aufgelegten Wesley Snipes zu beobachten, von dem man ja mittlerweile leider nichts Gutes mehr zu sehen bekommt.


Fazit:


Auch fast 20 Jahre nach seinem Erscheinen hinterlässt der "Demolition Man" immer noch den gleichen Eindruck wie bei der Erstsichtung und ist immer wieder eine Sichtung wert. So und nur so muss eine wirklich gelungene Action/Komödie sein, denn von der ersten bis zur wirklich letzten Minute wird man mit herausragender Unterhaltung konfrontiert.


9/10

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