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Montag, 28. Januar 2013

The Riffs III - Die Ratten von Manhattan









The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
(Rats - Notte di terrore)
mit Ottaviano Dell'Acqua, Geretta Geretta, Massimo Vanni, Gianni Franco, Ann-Gisel Glass, Jean-Christophe Bretigniere, Fausto Lombardi, Henry Luciani, Cindy Leadbetter, Christian Fremont, Moune Duvivier
Regie: Bruno Mattei /
Drehbuch: Claudio Fragasso / Bruno Mattei
Kamera: Franco Delli Colli / Henry Frogers
Musik: Luigi Ceccarelli
FSK 18
Frankreich / Italien / 1984

New York 2025: Die Stadt ist durch einen Atomkrieg verwüstet, nur eine Handvoll Rocker hat die Katastrophe überlebt. Bei der Untersuchung eines geheimnisvollen Labors werden sie das Opfer bösartiger Ratten, die ihre Opfer regelrecht zerfleischen...


So kurz und knapp wie die Inhaltsangabe gestaltet sich auch die extrem ausgedünnte Rahmenhandlung dieses Films, der als inoffizieller dritter Teil der "The Riffs-Reihe" deklariert wird. Dabei gibt es im Prinzip überhaupt keine inhaltlichen Zusammenhänge und lediglich einige verbale Andeutungen der wenigen Rocker aus einer Gruppe Überlebender lassen erkennen, das es sich wohl um ehemalige Mitglieder der "Riffs" handelt. Ansonsten aber handelt es sich eher um einen eigenständigen Film, der auch nicht einmal annähernd an die beiden extrem unterhaltsamen Filme von Castellari herankommt. Dieses Mal führte Bruno Mattei Regie und hat ein Szenario entworfen, das sich zeitlich gesehen gut 35 Jahre nach den beiden Vorgängern ansiedelt. Mittlerweile hat ein Atomkrieg die Erde verwüstet und der Fokus des Geschehens richtet sich auf eine Handvoll Überlebender, die in einem Labor nach Überlebensmöglichkeiten suchen.

Dort treffen sie auf unzählige Ratten und die possierlichen Nager entpuppen sich mit der Zeit als ungemein angriffslustig. Nun könnte man das Werk eigentlich als recht netten Ratten-Horrorfilm bezeichnen der vollkommen abweichend von Teil 1 & 2 seine ganz eigene Geschichte erzählt, doch selbst aus dieser Sichtweise heraus kann "The Riffs III" nur teilweise einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Rein atmosphärisch gesehen kann man hier trotz eines räumlich sehr begrenzten Schauplatzes einige Pluspunkte sammeln, doch das war es dann im Prinzip auch schon mit den wirklich positiven Gesichtspunkten. In Sachen Action-und Spannung weist das Werk nämlich ganz erhebliche Defizite auf und offenbart mit zunehmender laufzeit auch so manche Länge, die man ganz bestimmt hätte vermeiden können. Und rein inhaltlich braucht man sich gar keine Gedanken zu machen, denn die Story würde wohl gerade einmal ausreichen, um einen halben Bierdeckel zu füllen.

All das könnte man aber sogar noch verschmerzen, doch das Schauspiel der Akteure ist es dann letztendlich, das einem so richtig die Suppe verhagelt. Das man in einem Film dieser Art keinen neuen Oscar-Anwärter finden wird, dürfte dabei von Beginn an feststehen und auch tiefer gehende Charakter-Beleuchtungen oder gar interessante Dialoge sollte man nicht unbedingt erwarten. Was man dann aber von der Darsteller-Riege geboten bekommt, ist nicht nur einfach unterhalb des normalen Durchschnitts angesiedelt, sondern geht einem mit der Zeit ganz mächtig auf die Nerven. Wenn es sich nun lediglich um teilweise zum Vorschein kommendes Overacting handeln würde könnte man diesem ja noch mit einem gewissen Schmunzeln gegenüber treten, doch das Schauspiel ist phasenweise so schlecht, das einem das Lachen im halse stecken bleibt. Ganz besonders die weiblichen Mitglieder der Gruppe treten wie hämmernde Zahnschmerzen in Erscheinung und ihr ständiges-und vollkommen künstliches Gekreische lässt mehrmals den Wunsch in einem aufkommen, die Stop-Taste des DVD Players zu betätigen, um die Qual zu beenden. Aber auch die Männer sind nicht untätig und bestechen insbesondere durch sogenannte Hahnenkämpfe, in denen sie völlig aus der Spur geraten und sich theaterreife Szenen liefern, die vollkommen überzogen und künstlich erscheinen.

Das zieht sich dann auch wie ein roter faden durch den gesamten Film und am Ende ist man doch ziemlich froh darüber, wenn das Grauen endlich ein Ende hat. Bis auf einige ganz nette Ansätze hat das Werk von Mattei herzlich wenig zu bieten und sollte auf keinen fall im gleichen Atemzug wie Castellari's Teile genannt werden, denn diese Ehre hat sich "The Riffs III" keinesfalls verdient. Aus Gründen der Komplettierung kann man den Film durchaus in der Sammlung haben, ob es jedoch zu mehrmaliger Sichtung ausreicht, muss ein jeder für sich selbst entscheiden, denn der Qualitäts-Abfall zu den beiden vorherigen Filmen ist doch immens. Gleichzeitig eröffnet sich auch nur ein bedingter Unterhaltungswert, so das man letztendlich nur zu einem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck gelangt und keinesfalls eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


Fazit:


Schlechte Darsteller, sinnlose Dialoge, kaum Spannung und eine nicht gerade substanzielle Story sind nicht unbedingt Qualitäts-Merkmale für einen Film. "The Riffs III - Die Ratten von Manhattan" beinhaltet leider jede einzelne dieser Zutaten und ist aus diesem Grund nicht zu den Werken zu zählen, die man unbedingt gesehen haben muss.


4/10

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