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Donnerstag, 18. April 2013

Jurassic Attack









Jurassic Attack
(Jurassic Attack)
mit Gary Stretch, Corin Nemec, Vernon Wells, Michael Worth, Natascha Berg, Bryan K. Brown, Adrian Clissold, Philip Coc, Ganney Dortch, Aaron Erskine, John Frear, Chris Gabriel, Stevie Hack
Regie: Anthony Fankhauser
Drehbuch: Rafael Jordan
Kamera: Stuart Bereton
Musik: Mario Salvucci
FSK 16
USA / 2013

Während des Rückflugs von einem Einsatz, stürzt der Helikopter eines Kommando-Teams ab. Die Crew überlebt leicht verletzt und kämpft sich fortan durch einen dichten, abgelegenen tropischen Dschungel. Ihnen offenbart sich eine unerforschte verlorene Welt, die von einer längst vergessenen Spezies bevölkert wird: den Dinosauriern. Als diese die Menschen entdecken, wittern sie frische Nahrung. Die Gruppe muss schnellstens einen Weg finden aus dem todbringenden Tal zu entkommen, bevor sie zur Beute für die blutrünstigen prähistorischen Raubtiere wird.


Einmal mehr bekommt man es hier mit einem Creature-Movie zu tun, von denen man in den letzten Jahren ja förmlich überrollt wird. Dieses Mal sind Dinosaurier mit von der Partie, wodurch sich natürlich fast schon zwangsläufig der Vergleich zu Steven Spielbergs "Jurassic Park" aufdrängt. Wer nun aber aufgrund dieses Aspektes mit einer hohen Erwartungshaltung an vorliegenden Film herangehen sollte, dürfte schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit in einen Zustand der absoluten Ernüchterung geraten, denn bis auf die prähistorischen Hauptdarsteller hat "Jurassic Attack" rein gar nichts mit Spielbergs Werk gemein, denn im Bezug auf die Qualität sind beide Filme Lichtjahre voneinander entfernt. Das bezieht sich nicht nur auf einzelne Punkte, sonder auf die gesamte Inszenierung, denn hier offenbart sich dem Zuschauer wirklich die absolute filmische Schmalkost.

Das beginnt schon bei der Story an sich, deren Inhalt man auf einem halben Bierdeckel zusammenfassen könnte und die keinerlei Substanz beinhaltet. Erschwerend kommt hinzu, das man das Ganze auch noch ziemlich dilettantisch in Szene gesetzt hat, denn an allen Ecken und Enden sind etliche Defizite erkennbar, die das Seh-Vergnügen doch ganz erheblich beeinträchtigen. So sind die Macher des Filmes zwar krampfhaft darum bemüht, so etwas wie einen Spannungsbogen zu erzeugen, der jedoch letztendlich in keiner Phase des Szenarios wirklich erkennbar ist. Vielmehr plätschert das Geschehen ziemlich belanglos vor sich hin und bietet keinerlei Passagen, die auch nur annähernd erwähnenswert wären. Vielmehr präsentiert sich ein dröger Mix aus Kriegs-Action-und Dinosaurier Jagd, den man kaum schlechter hätte in Szene setzen können. Dabei fallen einem in erster Linie die extrem schlechten CGI-Effekte ins Auge, denn die Darstellung der Urzeit-Wesen ist dermaßen schlecht geraten, das es einem in den Augen wehtut.

Das nächste äußerst auffällige Manko ist das üble Schauspiel der Protagonisten, was dem Betrachter hier als Schauspiel verkauft werden soll ist schon als regelrecht hanebüchen zu bezeichnen. Die sogenannte Elite-Truppe entpuppt sich als eine Ansammlung von Menschen, die lediglich durch vollkommen unlogische Handlungsweisen auffallen und in keinster Weise einen glaubhaften Eindruck hinterlassen. Diesen Punkt bemerkt man schon sehr frühzeitig, denn die Feuergefechte in der ersten Filmhälfte sind so unglaubwürdig, das man sich an dieser Stelle vor lachen kaum halten kann. Wenn man denn so will, offenbart sich dort auch der einzige Höhepunkt des Geschehens, denn diese Passagen beinhalten so viel unfreiwillige Komik, das man von einem erhöhten Trash-Faktor sprechen kann. Dennoch fällt es verhältnismäßig schwer, "Jurassic Attack" in seiner Gesamtheit als unfreiwillig komischen Beitrag einzuordnen, denn wenn man einmal ganz ehrlich ist handelt es sich hier um eine wirklich schlechte Produktion, die hauptsächlich an der Einfallslosigkeit ihrer Macher leidet. Nun kann man bei einem solchen B-Movie nicht unbedingt eine Menge Innovation erwarten, doch sollten zumindest die nötigen Zutaten für ein kurzweiliges Film-Erlebnis enthalten sein, was hier jedoch definitiv nicht der Fall ist.

Nach gut 77 Minuten hat das Grauen dann endlich ein Ende, was man als durchaus positiven Aspekt ansehen kann. Dabei hat man auf einen Schlusspunkt gesetzt, der ebenso belanglos erscheint wie der gesamte Film. So dumm dieses Werk begonnen hat so endet es auch und im Endeffekt schließt sich der Kreis einer Inszenierung, die man nicht wirklich weiterempfehlen kann. Im Prinzip ist das eigentlich schade, denn man hätte zumindest ein kurzweiliges Spektakel umsetzen können, das dem Zuschauer einen gewissen Unterhaltungswert bietet. Stattdessen wird man jedoch mit einer langweiligen Geschichte konfrontiert, die keinerlei Zutaten beinhaltet, an die man sich später erinnern könnte.


Fazit:


"Jurassic Attack" ist im Endeffekt ein Film, den man selbst den Liebhabern des Trashs nur sehr bedingt empfehlen kann. Keinerlei Höhepunkte, eine belanglose Geschichte und eine insgesamt sehr schlechte Inszenierung machen dieses Werk kaputt. Der Unterhaltungswert bewegt sich in einem äußerst überschaubaren Rahmen und das grottenschlechte Schauspiel sorgt auch nicht unbedingt dafür, das man Gefallen an diesem müden Filmchen findet.


3/10

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