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Montag, 6. Mai 2013

Die Herrschaft des Feuers









Die Herrschaft des Feuers
(Reign of Fire)
mit Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerard Butler, Scott Moutter, David Kennedy, Alexander Siddig, Ned Dennehy, Rory Keenan, Terence Maynard, Doug Cockle,
Regie: Rob Bowman
Drehbuch: Gregg Chabot / Kevin Peterka
Kamera: Adrian Biddle
Musik: Ed Shearmur / Brad Wagner
FSK 12
USA / 2002

Der Kampf um die Erde hat begonnen!
Durch Zufall wird bei Bauarbeiten in London eine uralte Höhle freigelegt. Als der Junge Quinn sie betritt, weckt er damit eine mystische Kreatur des Schreckens aus ihrem ewigen Schlaf: Ein gigantischer Drache breitet seine Schwingen aus und überzieht die Erde mit Feuer und Vernichtung. In Nur wenigen Jahren hat die Brut der Kreatur nahezu die ganze Menschheit ausgerottet. Wo früher die stolzen Hauptstädte standen, weht jetzt nur noch die Asche durch qualmende Ruinen.
Jahrzehnte nach der Apokalypse beherrschen die geflügelten Ungeheuer die Erde und die letzten Menschen kämpfen in kleinen Gruppen verzweifelt um ihr Überleben. Unter ihnen ist auch Quinn, der sich mit einigen Männern in einer alten Burg verschanzt hat. In dieser verzweifelten Situation, in der es kaum noch Hoffnung für die Menschheit gibt, taucht ein fremder Kämpfer an der Spitze einer Truppe von Drachentötern auf. Sie haben sich geschworen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und treten den hochintelligenten Urzeitwesen mit Helikoptern, Panzern und ihrem nackten Leben entgegen. Zusammen mit den Burgbewohnern starten sie den entscheidenden Kampf gegen den gigantischen Ahn aller Drachen...
Eine gewaltige Schlacht entbrennt, an deren Ende nur eine Spezies überleben kann!



Gerade bei der ersten Sichtung dieses Filmes kommt es bei den meisten Leuten zu einer herben Enttäuschung, die wohl ganz unweigerlich mit der Gestaltung des deutschen DVD-Covers zu begründen ist. Dieses ist doch ziemlich reißerisch gestaltet und weckt beim Zuschauer ganz automatisch Erwartungen, die das Szenario dann aber letztendlich nicht erfüllen kann. Erwartet man doch tolle Kämpfe zwischen Drachen-und Menschen, die sich jedoch auf eine sehr überschaubare Anzahl beschränken. Ebenso wenig erfüllt sich die Hoffnung, das man die Zerstörung der Städte durch die Fabelwesen auch im Bild zu sehen bekommt, denn in dieser Beziehung schlägt "Die Herrschaft des Feuers" eine vollkommen andere Richtung ein. Es wäre also durchaus sinnvoll sich vorher eingehend die Inhaltsangabe durchzulesen, denn die Geschichte spielt zeitlich gesehen fast durchgehend 20 Jahre nach dem Erscheinen des ersten geflügelten Monsters und beschäftigt sich mit dem Leben einiger Überlebender. Und wenn man nicht mit den vollkommen falschen Erwartungen an das Geschehen herangeht, bekommt man einen im Prinzip sehr stimmigen-und teils düsteren Endzeitfilm geboten, der die apokalyptische Grundstimmung sehr gut zum Zuschauer transportiert.

Und als solcher funktioniert das Werk von Rob Bowman auch ziemlich gut, lediglich die Drachen hätte man gern öfter in Szene setzen können. Und das vor allem vor dem Hintergrund, das die wenigen enthaltenen Passagen wirklich äußerst sehenswert sind und Appetit auf mehr machen. Dennoch entwickelt sich eine sehr interessante Geschichte, die einem einen guten Einblick in das karge Leben der Gruppe um den Haupt-Charakter Quinn (Christian Bale) gewährt und die ständige Gefahr vor erneuten Flug-Attacken sehr gut ins Bild rückt. Dennoch mangelt es den Ereignissen hier und da ein wenig an einem richtig gelungenen Spannungsaufbau, denn immer wieder verflacht das Geschehen ein wenig und hält sich dabei mit Dingen auf, denen einfach zuviel Zeit gewidmet wird. Wenn dadurch zumindest eine inhaltliche Tiefe zu erkennen wäre dann könnte man das ohne Weiteres akzeptieren, doch stattdessen erstirbt das Ganze manchmal in ziemlicher Belanglosigkeit, die man auf jeden Fall hätte vermeiden können.

Diese Schwächen treten insbesondere in der Mitte des Filmes zum Vorschein und verschwinden erst zum Ende hin, das im Bezug auf Tempo und Rasanz noch einmal ordentlich anzieht. Hätte man die gesamte Geschichte so aufgezäumt, dann wäre der stellenweise vorhandene Leerlauf gar nicht erst aufgekommen, so das ein wenig mehr Aktionismus dem Gesamtbild ganz sicher nicht geschadet hätte. So jedoch bleibt ein etwas zwiespältiger Eindruck eines Filmes, bei dem ganz eindeutig viel vorhandenes Potential nicht ausgeschöpft wurde. So erscheinen auch ein Großteil der Schauspieler regelrecht unterfordert, weil die jeweiligen Charaktere ganz einfach nicht genug hergeben, um sich richtig entfalten zu können. Einzige Ausnahme ist hier Matthew McConaughey, der als Denton Van Zan richtig auftrumpfen kann. Seine Performance eines wahren Kriegers ist als absolutes Highlight des Filmes anzusehen, während dessen ein Christian Bale in seiner Rolle seltsam leblos und blutleer erscheint. Da ist nichts zu verspüren von seinem ansonsten eigentlich immer überzeugendem Schauspiel und auch die ansonsten charismatische Ausstrahlung bleibt in den Trümmern der Städte verschüttet.

So kann man letztendlich leider nur zu einem Gesamteindruck gelangen, der den oberen Durchschnitts-Bereich anpeilt und dabei wäre es so einfach gewesen, einen inallen Belangen überzeugenden Film zu kreieren. Ein wenig mehr Action, die Drachen etwas öfter auf der Bildfläche erscheinen lassen und der Wegfall einiger zu lang geratener Dialoge wäre dabei sehr hilfreich gewesen und hätte ein Filmvergnügen beschert, an das man sich noch lange erinnern würde. So aber handelt es sich zwar um einen durchaus sehenswerten Beitrag, der jedoch keinen sonderlich nachhaltigen Eindruck beim Betrachter hinterlassen wird.


Fazit:


"Die Herrschaft des Feuers" ist wieder einmal so eine Produktion, aus der man viel mehr hätte herausholen können. Zwar größtenteils recht interessant gestaltet, beinhaltet die Geschichte aber auch diverse Mankos und einige eher belanglose Passagen, was letztendlich eine bessere Bewertung unmöglich macht.


6/10

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