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Dienstag, 11. Juni 2013

Space Soldiers









Space Soldiers
(Scavengers)
mit John Lee Ames, Roark Critchlow, Brett Curtze, Sean Patrick Flanery, Jennifer Jalene, Louise Linton, Jeremy London, J.J. Nolan, Tyler Poelle, Russell Richardson, Kaitlin Riley, John Stocklin
Regie: Travis Zariwny
Drehbuch: Travis Zariwny
Kamera: Austin F. Schmidt
Musik: Conan Skyrme
keine Jugendfreigabe
USA / 2013

Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben, nachdem das Team von Captain Jekel im Weltraum auf eine überlegene außerirdische Technologie stößt, die das Gleichgewicht des bekannten Universums zu bedrohen scheint. Der Apparat ist heiß begehrt, denn schon bald wird Jekels Crew von einer ganzen Armada rivalisierender, intergalaktischer Söldner verfolgt und angegriffen. Die Flucht führt sie alle bis in die tiefsten, unerforschten Bereiche des Universums. In einem alles entscheidenden Kampf müssen die Insassen der "Revelator" sich und den Chaos-Generator schützen, um uns alle zu retten ...




Ein atemloser, klaustrophobischer SCI/FI-Actioner


So zumindest wird einem der Regie-Erstling von Travis Zariwny auf der Rückseite des deutschen DVD-Covers schmackhaft gemacht, doch wer dieser Einleitung Glauben schenkt, soll am Ende bitter enttäuscht werden. Normalerweise sollten solche Marketing-Sprüche den Zuschauer eigentlich nicht beeinflussen, doch steigert eine solche Aussage dennoch ein wenig die Erwartungen an einen gelungenen Film. "Space Soldiers" kann jedoch die Hoffnungen des Betrachters in keinster Weise auch nur annähernd erfüllen, offenbart sich doch von Beginn an eine eher langatmige-und völlig uninspirierte Story, deren inhaltliche Substanz gegen den Nullstrich tendiert. So impliziert selbst die kurz gehaltene Inhaltsangabe weitaus mehr, als das Szenario letztendlich zu bieten hat. Man möchte auch gar nicht weiter auf die Bedeutung des Geschehens eingehen, wüsste man doch nicht einmal, was man anderen Leuten denn nun mitteilen möchte. Es ist nämlich schon ein recht wirres Durcheinander, das zudem auch noch vollkommen belanglos vor sich hin plätschert, so das man förmlich schon darum betet das doch endlich einmal etwas passieren möge. In den gesamten gut 90 Minuten wird dieser fromme Wunsch jedoch nicht erfüllt und so fragt man sich beim Einsetzen des Abspanns ganz automatisch, womit man da gerade wertvolle Lebenszeit vergeudet hat.

Und diese Frage ist auch durchaus berechtigt, ist man doch am Ende dieses komischen Filmes ebenso schlau wie an seinem Beginn. Sinnlose Dialoge, schlechtes Schauspiel und null Spannungsaufbau sind nämlich nicht gerade die Attribute, die man sich von einem solchen Werk erhofft. Da wird von einem Film gesprochen, der Fans von Filmen wie "Event Horizon" oder gar "Star Trek" ansprechen und gefallen dürfte, doch präsentiert werden dümmliche Ereignisse, die noch nicht einmal den Hauch von Interesse beim Zuschauer wecken. Die richtig üblen Leistungen der zumeist eher unbekannten Akteure werden lediglich von den dummen und endlos langen Dialogen, sowie von den fast schon lächerlichen Effekten übertroffen. Gerade Letztere setzen der dubiosen und langweiligen Geschichte die absolute Krone auf und man mag es kaum glauben, das man im Jahr 2013 einen solch schlimmen Murks vorgesetzt bekommt.

Wenn man einmal beim SCI/FI Genre bleiben will, dann muss man ganz ehrlich sagen, das die hier vorhandenen Special Effects Lichtjahre vom heutigen Durchschnitts-Standard entfernt sind, wobei dann zu den Filmen mit den wirklich guten Effekten ungefähr noch einmal das Gleiche drauf zu rechnen ist. Und so kann man sich so ungefähr vorstellen, von welcher "Qualität" wir hier sprechen, denn manch einem werden sicherlich die Tränen in die Augen treten. Andererseits unterstreicht das aber sehr gut den insgesamt gewonnenen Gesamteindruck und im Normalfall kann dieser nicht sonderlich gut ausfallen. "Space Soldiers" beinhaltet im Prinzip rein gar nichts, was man auch nur im Entferntesten positiv hervorheben könnte, so das man Regisseur Travis Zariwny ein äußerst schlechtes Zeugnis ausstellen muss. Sollten sich seine weiteren Arbeiten auf dem gleichen Niveau bewegen, dann sollte man den guten Mann unbedingt zum Berufsberater schicken, denn andere Jobs haben durchaus auch ihren Reiz.

Man versucht wirklich immer, das wirklich Positivste in einem Film zu sehen, doch in vorliegendem Fall findet man ganz einfach nichts. Der sogenannte Chaos-Generator um den sich hier alles dreht, hat wohl auch ganz augenscheinlich das miese Drehbuch beeinflusst und sämtliche anderen Zutaten in ein eben solches Chaos gestürzt, denn anders ist dieses grottenschlechte Szenario nicht logisch zu erklären. Und so bekommt man es einmal mehr mit einem Film zu tun den im Endeffekt wirklich keiner braucht. Wer dennoch zu der Scheibe greift, sollte sich später aber auch nicht darüber aufregen, das er hier kostbare Lebenszeit sinnlos vergeudet hat, denn eine Rückerstattung der 90 Minuten purer Langeweile ist im Kauf leider nicht inbegriffen.


Fazit:


Auch wenn man sich des Öfteren über gelungene-bis hin zu manchmal schon phänomenal guten Regie-Debüts freuen kann, so müsste Travis Zariwny für diesen Schund gefoltert werden. Es ist streckenweise schon eine echte Frechheit, was dem Zuschauer hier zugemutet wird, was insbesondere auf die Effekte zu beziehen ist, die wirklich jeder Beschreibung spotten. Finger weg von diesem Schrott, der das Anschauen auf keinen Fall wert ist.


2/10

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