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Samstag, 6. Juli 2013

Final Destination









Final Destination
(Final Destination)
mit Devon Sawa, Ali Larter, Kerr Smith, Kristen Cloke, Daniel Roebuck, Roger Guenveur Smith, Chad Donella, Seann William Scott, Tony Todd, Amanda Detmer, Brendan Fehr, Forbes Angus
Regie: James Wong
Drehbuch: Glen Morgan / James Wong / Jeffrey Reddick
Kamera: Robert McLachlan
Musik: Adam Hamilton / Shirley Walker
FSK 16
USA / 2000

Kurz vor dem Start des Fluges 180, der eine Schulklasse nach Paris bringen soll, hat Alex Browning eine Vision von der explodierende Maschine. Panisch versucht er die Passagiere davon zu überzeugen das Flugzeug zu verlassen. Nur fünf Mitschüler und eine Lehrerin folgen ihm und werden Zeuge, wie die Maschine kurz darauf tatsächlich in Flammen aufgeht. Doch damit beginnt der Horror erst, denn indem sie dem Tod von der Schippe gesprungen sind, haben sie dessen System durcheinander gebracht. Und wen der Tod zu sich holen will, der ist nirgendwo sicher...




Im Jahr 2000, als dieser Film erschien, wurde ein kleiner Traum wahr, ein meiner Meinung nach wirklich innovativer Horror - Thriller mit dem Namen "Final Destination" kam auf den Markt. Kein handelsüblicher Teenie - Slasher, in dem Masken - Mörder und kreischende Teenies die Protagonisten waren, nein, hier ist der Tod selbst der Mörder und das ist doch wirklich mal eine gute Idee. Und wenn diese Idee dann auch noch so excellent und extrem spannend in Szene gesetzt wird, wie hier, dann hat man wirklich ein absolut tolles Filmerlebnis. Auch wenn die Haupt - Protagonisten hier auch alle jugendlich sind, so weichen sie doch in sehr positivem Sinne von den üblichen Teenies ab, denn diese hier können sich auch rational verhalten und versuchen Nachzudenken. Nichts ist mit den üblichen Klischees, die diesen Filmen so oft anhaften, hier wurde wirklich mal etwas Neues und wirklich Gutes erschaffen.

Die Atmosphäre allein ist schon sehr dicht und vor allem die ganze Zeit über extrem bedrohlich und unheilvoll. Als Zuschauer sitzt man wie gebannt vor dem Bildschirm und fiebert mit den Opfern mit. Die Spannung ist teilweise fast greifbar, vor allem, wenn man den Film das erste mal sieht, kann man sich seiner vorhandenen Faszination nicht entziehen. Dies liegt auch eindeutig darin begründet, das es hier keinen greifbaren Killer gibt, so das man nur erahnen kann, wann der Sensemann selbst wieder in Aktion tritt und sich die entgangenen Opfer holt. Daraus ergibt sich ein ganz eigener Reiz des Szenarios und der dramaturgische Spannungsaufbau kann sich wirklich sehen lassen. Als Zuschauer steht man dabei eigentlich die ganze Zeit über selbst wie unter Strom und fiebert mit den Akteuren mit, die verzweifelt versuchen am Leben zu bleiben.

Dieser erste Teil hält sich im Bezug auf Gewaltdarstellungen eher vornehm zurück, hat diese jedoch auch überhaupt nicht nötig, da die gesamten Ereignisse für sich selbst sprechen und der innovative Anstrich der Geschichte absolut im Vordergrund steht. Schade, das nicht öfter solch nette Genie - Streiche gelingen, aber "Final Destination" ist in meinen Augen einer. Und dieser Film weiß immer wieder zu begeistern und verliert auch nach mehrmaligem Anschauen nichts von seinem Reiz. Dafür sorgt auch die Darsteller-Riege der sehr ambitionierten Jung-Darsteller, die hier durch die Bank durch sehr gutes Schauspiel auffallen können, so das es auch in dieser Beziehung keinerlei Grund zur Beanstandung gibt.

Und so kann man im Endeffekt von einem in allen Belangen gelungenem Horrorfilm sprechen, der endlich einmal wieder frischen Wind in das Horror-Genre geweht hat. Nicht der doch oft monoton agierende und allseits beliebte Serienkiller sondern der Tod selbst hält hier die Geschicke etlicher Menschen in der Hand und lässt sich auch aufgrund diverser Rettungsaktionen nicht um seine wohlverdiente Beute bringen. Das Ganze wurde von Regisseur James Wong absolut grandios und extrem spannend ins Bild gesetzt, so das eigentlich jeder Horror-Liebhaber seine helle Freude an diesem äußerst innovativen Filmchen haben dürfte, denn kurzweilige Unterhaltung ist hier garantiert.


Fazit:


"Final Destination" ist neu, innovativ und voller Überraschungen. Eine Geschichte, die sich sehr wohlwollend vom ansonsten oft vorgesetzten Einheitsbrei abhebt und etliche neue Impulse beinhaltet, die das Genre unglaublich gut gebrauchen konnte. Und auch wenn die mittlerweile 5 Filme umfassende Reihe nun auch diverse Abnutzungserscheinungen ihr Eigen nennt, wird dieser erste Teil für immer ein kleines Juwel bleiben.


9/10

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