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Sonntag, 27. Oktober 2013

Olympus Has Fallen









Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr
(Olympus Has Fallen)
mit Gerard Butler, Aaron Eckhart, Finley Jacobsen, Dylan McDermott, Rick Yune, Morgan Freeman, Angela Bassett, Melissa Leo, Radha Mitchell, Cole Hauser, Phil Austin, James Ingersoll, Freddy Bosche, Lance Broadway
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Creighton Rothenberger / Katrin Benedikt
Kamera: Conrad W. Hall
Musik: Trevor Morris
FSK 16
USA / 2013

Als die Ehefrau des US-Präsidenten bei einem Autounfall ums Leben kommt, macht sich Leibwächter Mike Banning Vorwürfe und wird in Folge zu einem Schreibtischjob verdonnert. Dann wird das Weiße Haus von einer Bande nordkoreanischer Terroristen überfallen und die zur Hilfe eilenden Soldaten werden von den Terroristen ausgeschaltet. Letztlich gelingt es nur Banning lebend in das Weiße Haus zu gelangen. Sein Special Forces Training kommt ihm nun gelegen und er schaffte es, die Terroristen mit seiner Ein-Mann-Kriegstaktik in die Knie zu zwingen.


Das es in amerikanischen Action-Filmen eher selten glaubhaft-und realistisch zur Sache geht dürfte wohl jedem bekannt sein. Wenn dann auch noch die nationale Sicherheit bedroht-und das Weiße Haus von nordkoreanischen Terroristen überrannt wird, schreit das schon förmlich nach einer ein Mann Armee, die hier dann auch in Person von Gerard Butler in Aktion tritt, um die Verhältnisse wieder ins rechte Licht zu rücken. War bisher eigentlich immer Bruce Willis für die unmöglichen Dinge zuständig, so kündigt sich langsam eine Wachablösung an und sicherlich sind in diesem Szenario auch nicht zufällig diverse Anlehnungen an einen Film wie "Stirb langsam" zu erkennen. Das dieses Mal die Nordkoreaner die Seite der Bösen übernehmen liegt dabei fast schon logischerweise auf der Hand, denn denkt man an das diesjährige Säbelrasseln des kommunistischen Staates bietet sich die hier verwendete Thematik natürlich geradezu an. Und so ist es im Prinzip wie immer, eine Menge Propaganda und der handelsübliche Patriotismus kommen hier stellenweise äußerst stark zum Ausdruck, was man letztendlich aber noch nicht einmal als negative Kritik ansehen sollte.

Bei dieser Art von Film sollte man nämlich sehr wohl im Vorfeld wissen auf was man sich einlässt, denn Dinge wie tiefgehende Charakter-Beleuchtungen oder unbedingt logische Abläufe bekommt man eher selten zu Gesicht. Dafür bekommt man dann aber Action satt und die dementsprechenden Passagen sind zudem extrem gut ins bild gesetzt worden. Auch an dieser Stelle sollte man sich nicht am Hang zum Übertriebenen aufhängen, denn ob das hier dargestellte Szenario sehr viel Glaubwürdigkeit beinhaltet, kann man mehr als bezweifeln. Wie dem aber auch sei, Freunde der rasanten Actionkost kommen hier voll auf ihre Kosten und bekommen mit Gerard Butler einen Helden vorgesetzt, der nicht nur durch eine äußerst gelungene Performance ins Auge fällt, sondern außerdem noch unheimlich hohe Sympathiewerte für sich verbuchen kann. Natürlich schafft der gute Mann im Alleingang die Wende, denn echte Helden brauchen nun einmal keine großartige Unterstützung, die sich im Endeffekt sowieso viel eher als Behinderung herausstellen würde.

Und so kann man sich durchaus denken auf welcher Schiene "Olympus Has Fallen" fährt, der film lässt nach einer etwas ruhigeren Einführung eine gigantische Temposteigerung erkennen, die sich bis zur letzten Minute kaum einmal ruhigere Phasen gönnt. Wie nicht anders zu erwarten, siegt am Ende natürlich das Gute, was in diesem Fall nichts anderes bedeutet, das der amerikanische Hang zum Patriotismus letztendlich vollkommen befriedigt wird. Regisseur Antoine Fuqua (Shooter) hat hier einen echten Action-Kracher im Oldschool-Stil abgeliefert und mit einigen High Tech Waffen angereichert, so das der geneigte Genre-Fan streckenweise in Beifallsstürme ausbrechen kann. Kraftvolle Bilder, eine durchgehend spannende Geschichte und eine gut agierende Darsteller-Riege sorgen für Unterhaltung der besten Art und lassen die knapp 2 Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen.

Letztendlich handelt es sich um einen Film, der keinerlei Anspruch auf Logik und Glaubwürdigkeit stellt, denn das hier gezeigte Geschehen ist wahrlich nicht dazu angetan, sich selbst als realistisch zu deklarieren. Das ist im Prinzip jedoch auch völlig egal, denn im Mittelpunkt steht ganz eindeutig die Kurzweil und der äußerst hoch angesiedelte Unterhaltungswert. Wer Filme wie "Stirb langsam" zu schätzen weiß, ist bei "Olympus Has Fallen" an der genau richtigen Adresse. Extremes Tempo und Action satt sind die Stärken eines Werkes, das mit einem glänzend aufgelegten Gerard Butler in der Hauptrolle absolut perfekt besetzt ist und auch in den Nebenrollen mit etlichen bekannten Schauspielern aufwarten kann.


Fazit:


Freunde von realistischen-und glaubwürdigen Szenarien sollten eher einen Bogen um diesen Film machen, der diese Dinge ganz bestimmt nicht beinhaltet. Vielmehr präsentiert sich ein spannend-und temporeich inszenierter Action-Kracher, der in bester Oldschool-Tradition absolut sehenswerte Filmkost bietet.


8/10

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