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Dienstag, 1. Oktober 2013

Scream 3









Scream 3
(Scream 3)
mit David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Patrick Dempsey, Parker Posey, Scott Foley, Deon Richmond, Emily Mortimer, Lance Henriksen, Jenny McCarthy, Matt Keeslar, Patrick Warburton
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Kevin Williamson / Ehren Kruger
Kamera: Peter Deming
Musik: Marco Beltrami
FSK 16
USA / 2000

Nach ihren diversen Abenteuern mit maskierten Serienkillern hat sich Sidney Prescott in die Abgeschiedenheit der Provinz zurückgezogen, wo sie als Telefon-Sorgentante mehr schlecht als recht ihr immer noch von Angst beherrschtes Dasein fristet. Ein mysteriöser Anruf mit dem Hinweis auf eine Mordserie in der kommenden Produktion des Horrorthrillers "Stab 3" bringt sie auf alte Gedanken, und sie fährt nach Hollywood, wo es zum Wiedersehen mit diversen Schulfreunden kommt. Und auch das Phantom in der Maske lässt sich nicht lange bitten.


Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen,warum dieser Teil von vielen so schlecht bewertet wird.Für mich persönlich ist er ein sehr gelungener Abschluss einer tollen Trilogie. Alle offenen Fragen werden beantwortet und einiges, was vorher etwas im Dunkel lag, wird hier eigentlich lückenlos aufgeklärt. Mittlerweile wurde man ja dennoch auch eines Besseren belehrt, da die Reihe ja doch weiter geführt wurde. Dabei ergibt sich in vorliegendem Fall ein absolut runder-und stimmiger Showdown, der als Ende der Reihe absolut perfekt gewesen wäre, auch wenn viele Leute das anders sehen mögen. Vielleicht stören sich auch viele daran, das der Film eine 16er Freigabe bekam, aber wenn man ehrlich ist muss man feststellen, das die ganze Reihe nicht durch ihre Härte besticht. Scream stand doch immer dafür, das die Filme sich auch selbst nie so furchtbar ernst genommen haben und das ist auch hier der Fall. Wieder einmal angefüllt mit einem dementsprechend großen Satire-Anteil offenbart sich einmal mehr eine Story, in der sich komödiantische Anteile und richtig spannende Passagen die Waage halten, was dem Gesamteindruck sehr zu gute kommt.

Craven's Idee, hier die Film im Film Thematik zu verwenden kann man dabei als äußerst gelungene Pointe ansehen, verleiht das doch dem ganzen Szenario die nötige Würze und präsentiert gleichzeitig einige wirklich skurrile Momente, die einem den ein-oder anderen Schmunzler auf die Lippen zaubert. Dennoch verfügt das Geschehen aber auch über einen dramaturgisch gelungenen Spannungsaufbau und serviert dem Zuschauer auch jede Menge Informationen, die das Gesamtbild aller Teile perfekt zusammenfügen. Nun endlich werden also alle offenen Fragen beantwortet, denn die Vorgeschichte von Sidney's ermordeter Mutter bringt Licht in das Dunkel, so das alle Puzzle-Teilchen sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Wes Craven hat hier einige sehenswerte Überraschungsmomente mit eingebaut und seiner Geschichte natürlich auch wieder eine ordentliche Portion Humor beigefügt.

So ist es besonders witzig, die Haupt-Charaktere im Umgang mit ihren Film-Charakteren zu sehen, denn diese Passagen sind hier das Salz in der Suppe und streckenweise mit unglaublich viel Situationskomik versehen. Doch natürlich geht es nicht ausschließlich witzig zur Sache, denn einmal mehr ist ein maskierter Killer unterwegs, der es auf die gute Sydney abgesehen hat, die durch die Morde an ihren Freunden aus ihrem Versteck gelockt wird, in das sie sich zurückgezogen hat. Die Anzahl der Verdächtigen ist einmal mehr breit gesät und bis man am Ende den wahren Mörder präsentiert bekommt, hat man doch etliche andere Figuren als Täter auf dem Radar. Die etlichen Wendungen des Szenarios sorgen so für durchgehend erstklassige Unterhaltung und führen einen immer wieder auf falsche Fährten, so das sich für den Betrachter ein herrliches Rätsel-Spiel ergibt, das bis zum Schluss wunderbar spannend inszeniert wurde.

Letztendlich präsentiert sich mit "Scream 3" ein Film, der leider von sehr vielen Fans gnadenlos unterbewertet wird, denn dieser eigentliche Abschluss der geplanten Trilogie ist viel besser, als es so manche Kritik vermuten lässt. Natürlich ist das wie immer reine Geschmacksache, aber die teils unterdurchschnittlichen Bewertungen hat dieses Werk keinesfalls verdient. Wes Craven hat im Prinzip alles richtig gemacht und einen dritten Teil auf den Weg gebracht, der nicht nur sämtliche offenen Fragen beantwortet, sondern auch ein rasantes-und temporeiches Szenario ins Bild gesetzt, das extrem kurzweilige Horror-Unterhaltung in bester Scream-Manier anbietet, wie man es auch aus den vorherigen beiden Teilen gewöhnt ist.


Fazit:


Mittlerweile konnte man ja feststellen, das auch die Weiterführung der Reihe durchaus gelungen ist, aber dennoch bietet vorliegender Film den eigentlich perfekten Schlusspunkt unter eine Horror-Reihe, die sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut. Man darf gespannt sein, ob Wes Craven sogar noch einen Teil folgen lässt, denn sollte der Unterhaltungswert der bisherigen vier Filme erhalten bleiben, dann kann man sich wirklich darauf freuen.



7/10

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