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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Brutal Relax (Kurzfilm)









Brutal Relax
(Brutal Relax)
mit José María Angorrilla, Pep Sais, Mayka Dengrá
Regie: Adrián Cardona / Rafa Dengrá / David Muñoz
Drehbuch: David Muñoz
Kamera: Rafa Dengrá
Musik: Savvas Salpistís
keine Jugendfreigabe
Spanien / 2010

Senor Olivares steht kurz vor der Entlassung aus der Anstalt. Sein Arzt rät ihm, erst einmal in den Urlaub zu fahren, um sich zu entspannen. Und auf gar keinen Fall aufregen ... !!! Und das nimmt sich Senor Olivares zu Herzen, als er sich an einen wunderschönen Strand begibt. Denn selbst als aus den Fluten zombiehafte Kreaturen auftauchen, die alle Badegäste in Stücke reißen, genießt er noch unberührt seinen Urlaub. Erst als sein Walkman den Geist aufgibt, wird Olivares wütend. Und ein wütender Senor Olivares ist es egal, wen er daraufhin schlägt, die Knochen bricht oder die Extremitäten ausreist. Selbst wenn es sich um zombiehafte Meeresbewohner handelt ...


Es gibt genügend Kurzfilme, die trotz ihrer geringen Laufzeit kaum Unterhaltungswert beinhalten und dann gibt es immer wieder Ausnahmen wie "Brutal Relax", in denen die Zeit so dermaßen schnell vergeht, das man sich den Film gleich mehrmals hintereinander anschaut. Diese herrlich skurrile und extrem blutige Produktion aus Spanien beinhaltet in knapp 15 Minuten Laufzeit mehr Splatter-und Gore als mehrere Genrefilme aneinander gereiht und ist zudem mit so viel absurdem Humor angereichert, das einem fast automatisch die Tränen in die Augen schießen. Ohne zu übertreiben kann man hier schon einen Vergleich zu Peter Jacksons Kultfilm "Braindead" heranziehen, haben die Macher des Filmes doch auch einen immensen Überschuss von Kunstblut benötigt, um ihre Kurzgeschichte damit auszustatten.

Die ganze Chose ist dabei natürlich nicht so ernst zu nehmen und einen größeren Inhalt sollte man bei diesem Szenario auch nicht erwarten. Es geht einzig und allein um einen Fun-Splatter in Kurzform so das man sich durchaus denken kann, das es sich bei der geringen Laufzeit um ein spektakuläres Blutbad handelt, dessen Hauptaugenmerk sich auf vollkommen überzogene Splatter-Einlagen richtet, die dem Zuschauer eine Menge Freude bereiten. Schon die Darstellung der ungewöhnlichen Meeres-Zombies gestaltet sich absolut göttlich, doch der eigentliche Höhepunkt des bunten Treibens ist definitiv die Hauptfigur Senor Olivares, der ohne ein Wort zu sprechen lediglich durch seine absurde Mimik ins Auge fällt. Man nimmt ihm den durchgeknallten Psycho jederzeit ab und sein Wutausbruch am Strand hat verheerende Folgen für eine Horde von Zombies, die zuvor etlich Leute am Strand auf brutalste Art und Weise töten.

Dabei entwickelt sich eine wahre Orgie sinnloser Gewalt, Körper werden in der Mitte auseinander gerissen, Köpfe zermatscht und unzählige Gliedmaßen fliegen durch die Luft, so das es nur eine wahre Pracht ist. Die Effekte sind dabei größtenteils wirklich gelungen und lassen die Herzen eines jeden Gorehounds merklich höher schlagen. Der dabei enthaltene Humor rundet das Ganze absolut perfekt ab und sorgt so für einen rundum gelungenen Kurzfilm, den man jederzeit nur wärmstens empfehlen kann, da der vorhandene Unterhaltungswert in schwindelerregenden Höhen angesiedelt ist.

Wer also einen absolut gelungenen Fun-Splatter in Kurzform zu schätzen weiß sollte hier unbedingt zugreifen, denn "Brutal Relax" präsentiert einem Entspannung der ganz besonderen Art und Senor Olivares scheint diese auch sichtlich zu genießen. Skurril, abgedreht und vollkommen überzogen offenbart sich ein wahres Spektakel voller Blut, sinnloser Gewalt und wunderbar dargestellter Splatter-Gore Einlagen die man einfach selbst gesehen haben muss, um den gewaltigen Unterhaltungswert dieses Filmes auch richtig einschätzen zu können.


9/10

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