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Mittwoch, 15. Januar 2014

Satan's Dog






Play Dead
(Play Dead)
mit Yvonne De Carlo, Stephanie Dunnam, David Cullinane, Glenn Kezer, Ron Jackson, David Ellzey, Jo Livingston, Carolyn Greenwood, Jeff McVey, Robert Hibbard, Desmond Dhooge, John Caroll Perry
Regie: Peter Wittman
Drehbuch: Lothrop W. Jordan
Kamera: Robert Bethard
Musik: Robert Farrar
ungeprüft
USA / 1985

Es ist wie ein Alptraum! Die hübsche Audrey ist nach dem Tod ihrer Eltern am Rande der Verzweiflung. Es ist als ob ein Fluch über ihrer Familie liegen würde. Audrey's Tante Hester Ramsay schenkt ihr als neuen treuen Weggefährten den Rottweiler Greta. Kurze Zeit später kommt auch Audrey's Bruder Stephan auf mysteriöse Weise ums Leben. Audrey's Alptraum findet kein Ende, immer mehr Menschen werden zerfleischt und ermordet. Hat der Satan sie verdammt und seinen Höllenhund nach ihr geschickt?


Beim Namen Troma denkt man fast zwangsläufig an den "Toxic Avenger" oder anderen wunderbar hanebüchenen Trash, der aus der bekannten Film-Schmiede hervorgegangen ist. Das es auch vollkommen anders und ohne jeglichen Witz geht, wird in vorliegendem "Satan's Dog" mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist jetzt aber keineswegs positiv gemeint, präsentiert sich doch ein in der Hauptsache äußerst langatmiger Versuch eines Horror-Thrillers, der aufgrund der hohen Alterseinstufung zudem auch vollkommen falsche Erwartungen beim Zuschauer wecken kann. Die Geschichte an sich ist extrem simpel gehalten und muss außerdem ohne jegliche Höhepunkte auskommen, wobei das ein-oder andere Highlight sicherlich für etwas angenehmere Unterhaltung gesorgt hätte, als es hier leider der Fall ist. Zuerst einmal hinterlässt das Ganze von der ersten Einstellung an einen extrem billigen Eindruck, was bei Troma ja nicht unbedingt negativ anzukreiden ist. Hier aber ist das gesamte Szenario sehr altbacken gehalten und hinterlässt beim Betrachter den Eindruck, das es sich auch ohne Weiteres um einen Film aus den frühen 70er Jahren handeln könnte.

Als Hauptfigur dient der Rottweiler Greta, der durch eine seltsame Beschwörung dahingehend manipuliert wurde, damit er bestimmte Menschen tötet. Auch wenn sich das nun ein wenig dümmlich anhören mag, beinhaltet diese Story-Line doch immerhin genügend Potential, um daraus einen interessanten und teilweise blutigen Horror-Thriller Flick zu stricken, was jedoch leider vollkommen in die Hose ging. So baut sich auch in keiner Phase der Geschichte ein echter Spannungsbogen auf und auch Greta erscheint einem viel eher als braver Schoßhund, als das man eine reißende Bestie in dem Tier sehen würde. Um die ganze Chose künstlich aufzupeppen hat man die Passagen, in denen der Hund in Aktion tritt in Zeitlupe aufgenommen und erhoffte sich durch diese Maßnahme eventuell ein gewisses Kribbeln beim Zuschauer auszulösen. Das Ergebnis gestaltet sich allerdings eher gegenteilig, denn dieser Aspekt zieht das Geschehen viel eher ins Lächerliche, als das es zu einer dichteren Grundstimmung reichen würde.

Am schlimmsten sind aber die hier auftretenden Darsteller, von denen man noch nicht einmal den normalen Durchschnitt erwarten sollte. Insbesondere Hauptfigur Audrey geht einem dabei sogar richtiggehend auf die Nerven, denn ihr ständiges aufgesetztes Gekreische stellt einen schon vor eine harte Bewährungsprobe. Durch die Bank sind die schauspielerischen Leistungen jedoch kaum erwähnenswert, vielmehr animieren sie einen dazu, doch vorzeitig die Stop-Taste zu drücken, um dem Elend endlich ein Ende zu setzen. Selten bekommt man so hölzern und lustlos agierende Schauspieler zu sehen, die sich aber andererseits mit ihren Leistungen nahtlos dem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck anpassen, den dieses Werk beim Betrachter hinterlässt. Als wenn das alles noch nicht genug wäre, offenbart sich auch noch ein vollkommen an den Haaren herbeigezogenes Ende, das einen nun erst recht mit einem absolut unbefriedigendem Eindruck zurücklässt und irgendwie ärgert man sich auch ein wenig darüber, das man einmal mehr kostbare Lebenszeit mit einem Film vergeudet hat, der diese keinesfalls wert war.

Letztendlich bürgt der Name Troma also längst nicht nur für wunderbar unterhaltsamen Trash, den ich in vorliegendem Fall eigentlich erwartet hatte. Stattdessen präsentiert sich ein in allen Belangen nichtssagendes Filmchen, das keinerlei nachhaltigen Eindruck zurücklässt. Dann lieber zum unzähligsten male den "Toxic Avenger" schauen, denn beim absoluten Aushängeschild von Troma weiß man wenigstens, das man extrem kurzweilige Unterhaltung geboten bekommt, die man sich auch sehr gern mehrmals anschauen kann.


Fazit:


"Satan's Dog" kann nicht annähernd das halten, was man sich durch die Inhaltsangabe eventuell von diesem Werk verspricht. Statt einer gelungenen Mischung aus Horror-und Thriller offenbart sich ein streckenweise schon recht langatmiges Filmchen, dessen Stärken einzig und allein in der hübschen Hartbox liegen, in die das Produkt verpackt ist. Ansonsten aber sollte man mit ganz geringen Erwartungen an den Film herangehen und selbst diese könnten vielleicht noch unterschritten werden.


3/10

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