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Freitag, 14. März 2014

Zombie Nightmare









Zombie Nightmare
(Zombie Nightmare)
mit Adam West, Jon Mikl Thor, Tia Carrere, Manuska Rigaud, Frank Dietz, Linda Singer, Tony Blauer, Mark Kulik, John Fasano, Francesca Bonacorsa, Jesse D'Angelo, Tracy Biddle, Alan Fisler, Hamish McEwan, Manon E. Turbide
Regie: Jack Bravman
Drehbuch: David Wellington
Kamera: Roger Racine
Musik: Jon Mikl Thor
FSK 18
Kanada / 1986

Der junge Tony Washington verhindert einen Überfall auf ein Lebensmittelgeschäft und wird anschließend von den Tätern, einer brutalen Gruppe von Jugendlichen, überfahren und stirbt. Seine trauernde Mutter bittet ihre Freundin und Voodoo-Priesterin Molly Mokembe ihren geliebten Sohn wieder zu beleben. Nach einer dunklen Zeremonie kehrt Tony aus dem Reich der Toten zurück, um als grauenvoller Rächer seine Mörder ins Jenseits zu befördern…


Normalerweise gelten ja insbesondere die 80er Jahre als eine wahre Fundgrube für echte Horror-Perlen, doch ab und zu trifft man auch immer wieder auf diverse Filme, die nicht unbedingt die große Begeisterung beim Zuschauer auslösen. Rein filmisch gesehen zählt "Zombie Nightmare" ganz sicher zu dieser Gruppe, beinhaltet die Geschichte doch im Prinzip schon keinerlei Substanz und ist zudem auch noch ziemlich dröge umgesetzt worden. Gerade aus diesen eigentlich negativen Aspekten bezieht das Werk von Jack Bravman jedoch seinen ganz eigenen Reiz, der sich in erster Linie durch die eher unfreiwillige Komik zu erkennen gibt. Phasenweise entpuppt sich das Szenario nämlich als äußerst trashig, was ganz besonders für die Liebhaber des schlechten Geschmacks eine gute Nachricht sein dürfte, denn die größtenteils hanebüchenen Abläufe wurden dermaßen skurril ins Bild gesetzt, das man des Öfteren so richtig ablachen kann.

Wer nun aber einen Zombiefilm im eigentlichen Sinne erwartet, sollte diese Hoffnung schon im Vorfeld gleich wieder verwerfen, bekommt man es doch mit lediglich einem Untoten zu tun, der durch die Voodoo-Magie einer Priesterin wieder ins Leben zurückgerufen wird, um sich an den Verantwortlichen für seinen Tod rächen zu können. Nun bietet das Szenario dabei keinerlei wirkliche Höhepunkte, wenn man einmal von dem ungelenk-und hölzern agierenden Zombie absieht. Mit staksigen-und unsicheren Schritten macht dieser sich nämlich auf die Jagd nach den 5 Jugendlichen die ihn überfahren haben und im Prinzip müsste es für die Kids ein Leichtes sein, dem langsam schlurfenden Untoten zu entkommen. Stattdessen aber wird hier so unlogisch und dämlich agiert, das eine Flucht so gut wie unmöglich ist und genau dieser Punkt sorgt hier doch für einen akuten Angriff auf die Lachmuskeln des Betrachters.

Das Schauspiel sämtlicher Akteure ist nämlich mindestens genau so ungelenk wie die Bewegungen des Zombies und man kann sich denken, das der Film dadurch in Sachen Qualität ganz bestimmt nicht aufgewertet wird. Ehrlich gesagt handelt es sich aus rein filmischer Sicht sogar um eine echte Gurke, hat David Wellington doch so gut wie alles falsch gemacht, was man auch nur falsch machen kann. Die dumme Geschichte, schlechte Darsteller, keinerlei Spannung und so gut wie überhaupt kein Blut sind dabei nicht die Atribute, die man sich bei einem Film dieser Art erhofft. Das "Zombie Nightmare" erst jetzt zu einer ungeschnittenen DVD-Veröffentlichung gekommen ist und zuvor auf Video gekürzt war erscheint einem absolut unverständlich, beinhaltet das Geschehen doch nun wirklich keine Passagen, die diesen Umstand auch nur annähernd logisch erscheinen lassen würden. Auch das Mitwirken von Adam West und Tia Carrere kann also den Gesamteindruck des Filmes nicht sonderlich aufwerten und echten Cineasten werden hier wohl eher die Haare zu Berge stehen.

Hingegen dürften zumindest die Trash-Liebhaber auf ihre Kosten kommen, denn durch die unzähligen Defizite der Geschichte ergibt sich letztendlich ein streckenweise unfreiwillig komisches Werk, das auf jeden Fall kurzweilige, wenn auch nicht hochklassige Filmkost anbietet. Man sollte dabei aber schon eine starke Vorliebe für den eher schrägen Horrorfilm haben, denn ansonsten wird man mit "Zombie Nightmare" nicht sehr viel anfangen können. Lediglich der skurrile Charme des Szenarios bewahrt die Story vor einem echten Rohrkrepierer und die hohe Alterseinstufung erscheint einem nach der Sichtung wie ein mittelschwerer Witz, denn bis auf ein paar Tropfen Blut wird einem im Bezug auf Härte überhaupt nichts geboten.


Fazit:


Eigentlich ist "Zombie Nightmare" ein wirklich schlechter Genre-Vertreter, der seinen ganzen Reiz ausschließlich aus dem vorhandenen Trash-Faktor zieht. Ansonsten bietet das Werk nichts wirklich Sehenswertes und dürfte für den Großteil der Genre-Fans eher nicht zu empfehlen sein. Ich persönlich jedoch mag das groteske Treiben und habe auch bei der Ansicht des teils grottenschlechten Schauspiels der Akteure so manche Träne verdrücken müssen, die einem zwangsläufig in die Augen schießt.


als Horrorfilm 2/10

als purer Trash 7/10

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