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Mittwoch, 17. September 2014

Dead Drop






Dead Drop
(True Justice)
mit Steven Seagal, Sarah Lind, Lochlyn Munro, Jesse Hutch, Tanaya Beatty, Adrian Holmes, Ecstasia Sanders, Mike Dopud, Bradley Stryker, Nelson Leis, Primo Allon, Priscilla Faia, Gardiner Millar, Aidan Pringle, Darren Shahlavi
Regie: Lauro Chartrand
Drehbuch: Steven Seagal / Richard Beattie / Keoni Waxman
Kamera: keine Informationen
Musik: Carly Paradis
FSK 16
Kanada / USA / 2012

Elijah Kane und seine Spezialtruppe sind mittlerweile so geheim, dass nur mehr einzelne CIA-Agenten von ihrer Existenz wissen. Und ihnen Jobs auftragen, die selbst der CIA zu heikel oder gefährlich sind. Kane zweifelt zunehmend daran, ob das so gut ist, seit sich herausstellt, dass verschiedene CIA-Agenten knietief in den Schmuggel einer atomaren Kofferbombe verwickelt sind. Also stellt er seine Partner mal auf die Probe und erlebt keine Überraschung. Im Hintergrund zieht derweil seine Nemesis "The Ghost" die Fäden.


Die Inhaltsangabe beschreibt es sehr treffend, denn Kane und sein Team sind mittlerweile bei der Jagd nach den nuklearen Kofferbomben fast vollkommen auf sich allein gestellt. Verrat in den eigenen Reihen sorgt dabei dafür, das die Spezialtruppe mittlerweile keinem mehr trauen kann, sind doch anscheinend zu viele Gruppen in die heikle Angelegenheit verwickelt. So gestaltet sich das Ganze dann auch phasenweise als enges Geflecht aus Lügen und Intrigen, was die Suche für Kane und Co. nicht gerade leichter macht. "Dead Drop" setzt dabei nahtlos da an wo "Angel of Death" geendet hat und beinhaltet einmal mehr eine äußerst interessante Story, die mit einer Menge Tempo und sehr viel Spannung ausgestattet ist. Der ominöse Hintermann "The Ghost" zieht weiterhin die Fäden aus dem Hintergrund und scheint dabei einfach nicht zu fassen zu sein und ganz egal wie sehr sich das Team darum bemüht, scheint es dem unsichtbaren Gegner doch irgendwie kein Stück näher zu kommen.

Und so schlägt man sich also weiterhin mit den unzähligen Strohmännern herum, wobei wieder einmal etlich brenzlige Situationen zu meistern sind. Mit ordentlich Action und mehreren Schießereien gestaltet sich das Szenario relativ abwechslungsreich, so das der Zuschauer durchgehend mit kurzweiliger Unterhaltung bedient wird, in der langatmige Passagen keinerlei Platz finden. Natürlich wurden die Geschehnisse so in Szene gesetzt, das auch in diesem Film noch keine wirkliche Entscheidung stattfindet, denn am Ende des Filmes konnten Kane und sein Team trotz aller Anstrengungen der zweiten Kofferbombe noch nicht Herr werden. Das sorgt natürlich für eine gewisse Vorfreude und anhaltende Spannung, denn mittlerweile fiebert man richtiggehend mit und will um jeden Preis wissen, wer hinter dem Namen "The Ghost" steckt. Für das Format an sich ist es allerdings notwendig die Ereignisse zu strecken, bindet man doch so den Betrachter an sich, denn zu diesem Zeitpunkt wird wohl niemand aus der Serie aussteigen, der sie bis zu diesem Zeitpunkt aufmerksam verfolgt hat.

Im Bezug auf die vorhandene Härte fährt "Dead Drop" im Gegensatz zum Vorgänger ein wenig zurück, zwar beinhaltet der Film wie schon kurz erwähnt jede Menge Action, jedoch erscheinen die entsprechenden Passagen nicht ganz so kompromisslos wie in "Angel of Death", der in dieser Beziehung wohl der bisher härteste Teil der gesamten Serie war. Dennoch wird der Action-Freund durchaus auf seine Kosten kommen, doch in erster Linie ist es hier der straff gezogene Spannungsbogen, der einen wirklich bei Atem hält. Man sollte jedoch nie aus den Augen verlieren, das man sicherlich kein furioses Spektakel serviert bekommt sondern lediglich Filmkost auf in meinen Augen gehobenem TV-Niveau. Das ist aber auch keinesfalls negativ aufzufassen, denn für eine Produktion dieser Art kann sich die "True Justice" Reihe wirklich jederzeit sehen lassen.

Und so kann man sich letztendlich schon auf die folgenden Teile freuen, in denen hoffentlich endlich die Frage geklärt wird, wer hinter der schwammigen Bezeichnung "The Ghost" steckt. Zudem ist es schön mit anzusehen, wie sich die einzelnen Haupt-Charakter hier immer mehr weiter entwickeln und so auch steigende Sympathiewerte beim Zuschauer einheimsen können. Das Schauspiel ist generell angemessen, wobei man sicherlich keine Wunderdinge erwarten sollte. Im Endeffekt handelt es sich also um ein stimmiges Gesamtpaket, in dem interessante Geschichten und eine Menge Spannung ganz eindeutig im Vordergrund stehen.


Fazit:


Die ganz große Filmkost wird mit der "True Justice" Reihe sicherlich nicht geboten, wer aber an einem gelungenem TV-Format seine Freude hat ist hier bestens aufgehoben. Selbst in im mittlerweile dritten Frühling steckender Steven Seagal kann in der Rolle des Team-Leaders noch immer überzeugen und ist als cooler Macho die absolute Ideal-Besetzung.


7/10

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