Follower

Dienstag, 4. November 2014

School of the Living Dead






School of the Living Dead
(Detention of the Dead)
mit Jacob Zachar, Alexa Nikolas, Christa B. Allen, Jayson Blair, Justin Chon, Max Adler, Joseph Porter, Michele Messmer, Jonathan Coogan, Richard Jewell, Adam DeFilippi, Jennifer Wellbaum, Bernie Allemon, Don Richard
Regie: Alex Craig Mann
Drehbuch: Alex Craig Mann / Rob Rinow
Kamera: Noah Rosenthal
Musik: Cody Westheimer
FSK 16
USA / 2012

Als auffliegt, dass er sich mit Adderall gedopt hat, muss Eddie nachsitzen. Was doppelt lästig ist, weil er nach Schulschluss nicht allein ist, sondern die Schulbank mit hohlen Muskelpaketen, Kiffern, Cheerleadern und Gothgirls drücken muss. Damit nicht genug: Während die Kids zusammensitzen, bricht eine Zombie-Epidemie aus, und sie müssen sich unablässiger Angriffe untoter Horden erwehren. Verzweifelt überlegen die Schüler, wie sie der Todesfalle entkommen können, was nicht ohne Verluste in ihren Reihen möglich ist.


Zombie-Komödien haben ganz generell das Problem, das sie sich fast zwangsweise an einem Film wie "Shaun of the Dead" messen lassen müssen und diesen direkten Vergleich eigentlich immer verlieren. Nicht anders verhält es sich beim Regie-Debüt von Alex Craig Mann, denn auch "School of the Living Dead" kommt nicht an die hohe Qualität des erwähnten Filmes heran. Das ändert aber nichts daran, das es sich hier um ein durchaus amüsantes Filmchen handelt das mit jeder Menge Klischees beladen ist, was sich insbesondere in der Zusammensetzung der Haupt-Charaktere zu erkennen gibt. Hier trifft man nämlich auf genau die Mixtur, die man aus etlichen anderen Highschool-Filmen her kennt und so ergibt sich insgesamt ein Szenario wie man es sich auch vorgestellt hat. Neben dem typischen Nerd bekommt man es mit dem dummen, aber sehr hübschen Cheerleader-Girl zu tun, desweiteren ist auch der kiffende Spaßvogel mit an Bord und ein Gothic-Girl sowie zwei Sport-Granaten komplettieren die Gruppe der Nachsitzer. Zwar erscheinen die einzelnen Figuren recht austauschbar, liefern einem jedoch genau das Schauspiel das man sich für das dargestellte Geschehen erwartet und so entwickelt sich mit der Zeit ein relativ vergnügliches Spektakel, das einige recht starke Momente beinhaltet.

Wirklich blutig oder extrem hart geht es dabei allerdings nicht wirklich zur Sache, außerdem ist das Ganze räumlich gesehen ziemlich eingeschränkt, da sich der Großteil der Ereignisse lediglich in verschiedenen Klassenräumen abspielt. Von der humoristischen Seite her kommt es in diesem Film einmal mehr auf den persönlichen Geschmack an, denn Alex Craig Mann hat sich bei seinem Werk für die eher flache Variante des Wortwitzes-und der Situationskomik entschieden, was sicherlich nicht jeden Geschmack treffen wird. Bissige Spitzen oder Dialoge sollte man also nicht erwarten, dafür präsentieren sich innerhalb der knapp 90 Minuten Laufzeit aber doch einige skurrile Situationen, die dem Zuschauer so manchen Lacher entlocken können.

Echte Zombie-Action ist hingegen eher spärlich gesät, denn die Geschichte legt ihr Hauptaugenmerk doch mehr auf das Verhalten der eingeschlossenen Schüler untereinander, was leider auch für einige etwas langatmige Phasen sorgt, die man durchaus hätte vermeiden können. Zudem wäre es schön gewesen, zumindest einige Hintergrundinformationen über den Ausbruch der Zombie-Seuche zu erhalten, doch in dieser Beziehung hält sich "School of the Living Dead" vollkommen bedeckt. Wie dem aber auch sei, auch wenn es sich hier sicherlich nicht um eine der allerbesten Zombie-Komödien handelt, beschert einem die Geschichte meiner persönlichen Meinung nach größtenteils kurzweilige Unterhaltung und bringt dabei immer wieder mehrere starke Momente zum Vorschein. Dadurch ergibt sich letztendlich ein Gesamtbild das sich oberhalb des normalen Durchschnitts ansiedelt, wenn man als Zuschauer seinen Gefallen am vorhandenen Humor findet, der natürlich nicht jedermanns Sache ist.

Im Endeffekt werden die Meinungen wieder einmal stark auseinander gehen, mir selbst hat dieser Film jedoch eine ganze Menge Spaß bereitet. Ein wenig mehr Biss in den Dialogen und noch mehr skurrile Passagen hätten die ganze Chose sicherlich noch aufgewertet, doch auch in vorliegender Form kann man jederzeit einen Blick riskieren. Seine Zeit verschwendet man auf keinen Fall mit diesem Werk, das für manch einen eventuell sogar noch eine ganze Menge mehr darstellt, auch wenn die Geschichte nicht gerade mit Innovation um sich wirft.


Fazit:


Auch ohne Neuerungen präsentiert sich eine größtenteils kurzweilige Geschichte, die mit mehreren richtig guten Momenten angereichert amüsante Unterhaltung bietet. Freunde witziger Zombie-Komödien dürften also auf ihre Kosten kommen, so das eine Sichtung durchaus zu empfehlen ist.


7/10

Keine Kommentare: