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Montag, 26. Januar 2015

Crook - Tödliche Konsequenzen






Crook - Tödliche Konsequenzen
(Crook)
mit Adam Beach, Leah Gibson, Bill Lake, Matthew Stefiuk, Luigi Saracino, Joe Marques, Guy Buller, Alexis Maitland, Jon McLaren, Gregory Wilson, Lee Beaudin, Richard Roy Sutton, Sean Tucker, Henry Kwok, Larry Day
Regie: Adrian Langley
Drehbuch: Adrian Langley
Kamera: Adrian Langley
Musik: Adrian Langley / Howard Sonnenburg
FSK 16
Kanada / 2013

Bryce verdient sein Geld mit Drogenhandel, den er gemeinsam mit seiner Freundin Roxanne und seinem Kumpel Danny betreibt. Als seine nächste Drogenlieferung geklaut wird, setzt sich der mit allen Wassern gewaschene Kerl auf die Fährte der Diebe. Damit rückt schnell eine ganze Reihe weiterer Player in den Fokus: der Verbrecherboss De Luca, der korrupte Cop Miller, die Prostituierte Tricky und ein verschlagener Anwalt. Sie alle haben eine Rolle im großen Spiel, das Bryce jetzt auf den Kopf stellt.


Schon der Inhaltsangabe kann man bei genauerer Betrachtung entnehmen, das man es in vorliegendem Fall wahrscheinlich mit einer wendungsreichen Geschichte zu tun bekommt, in der mehrere Figuren im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Damit wird "Crook" jedoch eher diplomatisch beschrieben, denn Regisseur Adrian Langley stellt den Zuschauer ehrlich gesagt auf eine ganz schöne Geduldsprobe, indem er insbesondere im ersten Drittel seines Werkes ein äußerst kompliziertes Szenario präsentiert, das die volle Konzentration des Betrachters benötigt, um zumindest einigermaßen den Überblick zu behalten. Das macht sich schon bei der Einführung der für die Abläufe wichtigen Figuren bemerkbar, denn in den ersten gut 20 Minuten wird man mit einer wahren Flut von Charakteren überschwemmt, wobei wirkliche Erklärungen für die Bedeutung der einzelnen Personen sich erst im weiteren Verlauf der Ereignisse zu erkennen gibt. Dadurch gestaltet es sich phasenweise recht mühsam den Überblick zu behalten, was dem Film einiges an Stärke nimmt.

Hat man sich aber erst einmal durch den Wulst aus Wendungen und Figuren hindurch gekämpft dann offenbart sich ein recht unterhaltsamer Film, der weitaus besser geraten ist als manche Kritiken es vermuten lassen. Gerade in darstellerischer Hinsicht weiß die kanadische Produktion zu überzeugen, denn die gesamte Darsteller-Riege kann mit sehr guten Performances aufwarten, so das es zumindest in dieser Beziehung keinerlei Grund zur Beanstandung gibt. Dennoch ist "Crook" ein echtes Geduldsspiel und manch einer wird eventuell frühzeitig die Flinte ins Korn werfen, wer aber bis zum Ende am Ball bleibt wird dafür mit einem teilweise anstrengenden, aber dennoch gut inszenierten Film-Erlebnis belohnt.

Der relativ komplizierte Aufbau der Story kann dabei auch durchaus als sehr positiv angesehen werden, denn bis kurz vor dem Ende weiß man als Zuschauer nie so ganz genau, wie sich die Dinge denn wirklich zueinander verhalten. Zwar stellt man während der Sichtung des Öfteren seine ganz eigenen Vermutungen an, kann sich jedoch zu keiner Zeit sicher sein ob man sich wirklich auf der richtigen Spur befindet. So gesehen präsentiert sich dann wiederum ein wahres Puzzle-Spiel, dessen Vollendung erst in den letzten Zügen der Geschichte gänzlich zu erkennen ist. Es liegt im Auge des jeweiligen Betrachters dieses Werk einigermaßen objektiv zu bewerten und Langley wird mit seiner Erzählung bestimmt nicht jeden Geschmack treffen, aber mit ein wenig Geduld und Spucke kommt man auf seine Kosten und dürfte seine Freude an diesem Film haben.

Man sollte sich selbst ein Bild davon machen wie "Crook" auf einen wirkt, doch mir persönlich hat die Geschichte trotz einiger mühseliger Passagen insgesamt ganz gut gefallen. Allerdings hätte man dem Ganzen insbesondere zu Beginn ein wenig mehr Struktur verleihen sollen, denn die Einführung in die Ereignisse ist doch ein wenig zu wirr geraten und wird so manchen daran hindern, sich die Abläufe auch bis zum Ende anzuschauen.


Fazit:


Etliche Wendungen und fast schon unzählige Figuren sind die hervorstechenden Merkmale dieser Produktion. Diverse Schwächen sind nicht zu verleugnen, doch insgesamt gesehen kann man diesen Film durchaus als gelungen bezeichnen. Leute mit einem kurzen Geduldsfaden dürften jedoch zu einem anderen Eindruck gelangen, weshalb man auch nur eine bedingte Empfehlung aussprechen kann.


6/10

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