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Samstag, 10. Januar 2015

Return of the Warrior






Return of the Warrior
(Tom yum goong 2)
mit Tony Jaa, RZA, Petchtai Wongkamlao, JeeJa Yanin, Marrese Crump, Yayaying Rhatha Phongam, Kazu Patrick Tang, David Ismalone, Theerada Kittisiriprasert, Boonsong Nakphoo, Sophon Phoonsawat
Regie: Prachya Pinkaew
Drehbuch: Eakasit Thairatana
Kamera: keine Information
Musik: keine Information
keine Jugendfreigabe
Thailand / 2013

Kham wird des Mordes am Chef des Elefantencamps verdächtigt und taucht unter. Nicht nur die Polizei hat die Verfolgung aufgenommen, sondern auch die Nichten des Ermordeten sinnen auf Rache. Als Kham auch noch in die Fänge der Untergrundorganisation für illegale Kämpfe und dessen Gangsterboss LC zu geraten scheint, ist es Zeit zu flüchten. Schließlich hat auch LC bereits die gleichermaßen schöne wie tödliche Twenty und den diabolischen No. 2 beauftragt, Kham zu jagen …


Ganze acht Jahre hat es gedauert, bis der 2005 erschienene "Revenge of the Warrior" nun seine Fortsetzung erhält. Einen direkten Vergleich der filme kann ich dabei leider nicht ziehen, da ich den Vorgänger noch nie gesehen habe. So wird vorliegendes Werk also vollkommen eigenständig unter die Lupe genommen und es ergibt sich ehrlich gesagt ein Gesamteindruck, der sich lediglich etwas oberhalb des normalen Durchschnitts ansiedelt. Dabei kommt es ganz bestimmt auf die Erwartungshaltung des jeweiligen Betrachters an, denn wenn man ästhetische Kampf-Choreografien wie in beispielsweise "Ong-bak" erwartet dann wird man so wie ich mit einer leichten Enttäuschung rechnen müssen, denn dieser Quailitäts-Standard wird auch nicht annähernd erreicht. Es eröffnet sich vielmehr ein zugegebenermaßen sehr temporeiches Action-Spektakel, in dessen Mittelpunkt eine etwas an den Haaren herbei gezogene Geschichte steht, die allerdings auch durchaus nur als nette Staffage angesehen werden kann.

Tony Jaa war ganz eindeutig schon in viel besseren Filmen unterwegs und hat dort oft genug eine erstklassige Probe seines Könnens hinterlassen. Hier jedoch bekommt der Hauptdarsteller größtenteils viel eher ordentlich Schläge eingeschenkt, bevor er aber natürlich dennoch am Ende der wilden Hatz als Sieger den Platz verlässt. Dazwischen liegen gut 100 Minuten ziemlich kurzweilige Filmkost, die mir persönlich jedoch in weiten Teilen zu sehr mit vollkommen überzogenen Action-Passagen und den wildesten Stunts daher kommt, die man schon nicht mehr für voll nehmen kann. Es gibt bestimmt genügend Zuschauer denen gerade dieser übertriebene Stil sehr zusagt, doch was sich hier phasenweise präsentiert geht schon auf keine Kuhhaut mehr. Ebenso verhält es sich auch mit den vorliegenden Kämpfen, die zwar mit jeder Menge Härte und Tempo versehen sind, dafür allerdings die überragenden Choreografien vermissen lassen, die man im Zusammenhang mit dem Hauptdarsteller schon oft genug gesehen hat.

Und so kommt man kaum umhin "Return of the Warrior" das Prädikat "Klopperfilm" zu verleihen, denn genau so offenbart sich die vorliegende Story in der das Thema Glaubwürdigkeit der Abläufe von Beginn an zu den Akten gelegt werden kann. Damit wir uns an dieser Stelle nicht falsch verstehen, Regisseur Prachya Pinkaew hat ein durchaus unterhaltsames und kurzweiliges Filmchen auf den Weg gebracht, doch sollte man auf keinen Fall mit gesteigerten Erwartungen an dieses Werk herangehen, das fast ausschließlich den Freunden überzeichneter Action-Spektakeln Befriedigung verschaffen wird. In allen anderen Belangen kocht man dann eher auf Sparflamme, so das diese Fortsetzung wohl bei den wenigsten Menschen einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird und sich so lediglich zur einmaligen Sichtung anbietet.

Tempo und teilweise schon wahnwitzige Stunts sind eben nicht alles, mir hat es ganz eindeutig an etwas Logik und qualitativ hochwertigen Kämpfen gefehlt. So fällt das Urteil dann auch eher mittelmäßig aus, wobei manch einer das sicherlich vollkommen anders sehen wird. Man hätte definitiv mehr aus diesem Film heuasholen können, wenn man etwas mehr Wert auf den Inhalt gelegt hätte, doch in vorliegender Form muss man sich dann eben mit einer eher haarsträubenden Rahmenhandlung begnügen, deren Umsetzung auch nicht das Gelbe vom Ei darstellt.


Fazit:


Kurzweilig und größtenteils unterhaltsam ist "Return of the Warrior" auf jeden Fall, höheren Ansprüchen vermag die Produktion jedoch nicht zu genügen. Zur einmaligen Sichtung gut geeignet, wird diese Produktion aber wenig Eindruck hinterlassen, denn Tony Jaa hat man schon in weitaus besseren Rollen gesehen.


6/10

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