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Dienstag, 24. Februar 2015

Gallows Hill






Gallows Hill - Verdammt in alle Ewigkeit
(Gallows Hill)
mit Peter Facinelli, Sophia Myles, Nathalia Ramos, Carolina Guerra, Sebastian Martínez, Gustavo Angarita, Juan Pablo Gamboa, Julieta Salazar, Tatiana Renteria
Regie: Víctor García
Drehbuch: Richard D'Ovidio / David Higgins
Kamera: Alejandro Moreno
Musik: Frederik Wiedmann
FSK 16
USA / 2013

David Reynolds beschließt, zum zweiten Mal zu heiraten, und würde zu diesem Zwecke gerne das Ja-Wort seiner aus erster Ehe stammenden Tochter Jill einholen. Also reist er mit seiner Verlobten Lauren nach Kolumbien, wo Jill gerade an einer Filmdokumentation arbeitet. Im einem einsamen Hotel in der Provinz macht die Familie dabei eine schaurige Entdeckung: Offenbar hält der Hotelbesitzer in seinem Keller ein kleines Mädchen gefangen. Kurzerhand schreiten die Gäste zur Befreiung, ohne sich an dieser Entscheidung jedoch recht freuen zu können.


Wenn man den Namen Víctor García liest dann zuckt man im ersten Moment erst einmal ganz unwillkürlich zusammen, war doch sein letzter Film "Hellraiser: Revelations" als eine einzige Enttäuschung anzusehen. So geht man dann auch mit eher niedrigen Erwartungen an seinen neuen Streich "Gallows Hill" heran, der sich letztendlich jedoch als absolut positive Überraschung zu erkennen gibt. Sicherlich, Filme mit Besessenheits-Thematik gibt es genügend und es ist auch verhältnismäßig schwer, dieser Filmgattung neue Impulse zu verleihen. Dennoch bringt Garcia ein klein wenig frischen Wind in das Genre, indem er im Bezug auf den hier agierenden Dämon eine kleine Neuerung einbringt, die man in dieser Form meines Wissens nach noch nicht gesehen hat. Zunächst jedoch beginnt die Geschichte eher beschaulich und lässt in den ersten Minuten auch noch nicht erkennen, das sich mit zunehmender Laufzeit ein richtig spannender Gruselfilm präsentiert, an dem der Zuschauer wirklich seine Freude haben sollte.

Schon kurz nach dem Eintreffen der Hauptdarsteller in dem einsam gelegenen Hotel verdichtet sich dann auch die bis dahin ganz normale Grundstimmung und es entfaltet sich innerhalb kürzester Zeit eine unheimliche und sehr bedrohliche Atmosphäre. Es dauert auch nicht lange bis der Dämon das erste Mal in Aktion tritt und von nun an überschlagen sich die Ereignisse fast im Minutentakt, so das durchgehend auch genügend Tempo in der Story vorhanden ist und erst gar keine Langeweile beim Betrachter aufkommen kann. "Gallows Hill" beinhaltet sämtliche Zutaten für einen wunderbaren Gruselfilm und kann auch mit ordentlich Intensität aufwarten, dennoch kann das Werk aber nicht ganz mit Filmen wie beispielsweise "Conjuring - Die Heimsuchung" oder auch "Sinister" mithalten, in denen die Bedrohung der Geschehnisse noch eine Stufe höher anzusiedeln sind.

Trotzdem handelt es sich ganz eindeutig um einen äußerst sehenswerten Vertreter seiner Art, in dem auch die eher unbekannte Darsteller-Riege mit soliden Leistungen aufwarten kann. Ein ganz kleines Manko stellen eventuell diverse Handlungen einiger der Charaktere dar, denn nicht immer ist das Verhalten logisch nachvollziehbar. Da dies in Horrorfilmen aber im Prinzip zur Tagesordnung gehört sollte man diesen Aspekt nicht sonderlich überbewerten, sondern sich vielmehr an einer durchgehend interessanten Geschichte erfreuen die man hier geboten bekommt. Nach Garcia's letztem Rohrkrepierer hätte ich ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut, das er ein solch sehenswertes Szenario auf die Beine stellt, in dem man auch ausreichende Erklärungen für die übernatürlichen Geschehnisse bekommt, so das im Endeffekt keinerlei Fragen offen bleiben.

Erstaunlicherweise sind selbst einige blutiger Sequenzen enthalten, doch sollte man keinesfalls einen übermäßig harten Film erwarten, da sich wirklich alles in einem überschaubaren Rahmen bewegt. Alles andere hätte auch eher störend gewirkt und nicht so ganz in die Erzählung gepasst, die sich in erster Linie durch die vorhandene Spannung und die erstklassige Atmosphäre definiert. Insgesamt gesehen kommt man so zu einem überdurchschnittlich guten Gesamteindruck, denn "Gallows Hill" ist ein sehenswerter und überraschend guter Vertreter seiner Art, den man keinesfalls ungesehen an sich vorüber ziehen lassen sollte, da man ansonsten wirklich etwas verpasst.


Fazit:


Grusel, Gänsehaut und Dämonen, mehr Zutaten braucht man im Prinzip nicht um das Interesse des Genre-Fans zu wecken. Dennoch kommt es natürlich auf die Umsetzung des Ganzen an und die ist dem Regisseur auf jeden Fall gelungen. Zwar kann "Gallows Hill" nicht an die Klasse der absoluten Genre-Größen heran reichen, dennoch handelt es sich definitiv um einen der besseren Filme mit Besessenheits-Thematik.


7/10

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