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Dienstag, 10. Februar 2015

Hobgoblins






Hobgoblins
(Hobgoblins)
mit Tom Bartlett, Paige Sullivan, Steven Boggs, Kelley Palmer, Billy Frank, Tamara Clatterbuck, Duane Whitaker, Jeffrey Culver, Kevin Kildow, Kari French, Daran Norris, James Mayberry, Ken Abraham, Don Barrett
Regie: Rick Sloane
Drehbuch: Rick Sloane
Kamera: Rick Sloane
Musik: Alan DerMarderosian
FSK 16
USA / 1988

Als Nachtwächter Kevin seine neue Stelle bei einem verlassenen Filmstudio antritt, ahnt er noch nicht, dass sein Kollege und Partner McCreedy seit Jahren ein düsteres Geheimnis hütet: Jahrzehnte zuvor stürzten kleine, gemeine Aliens auf dem Gelände des Filmstudios ab. Damals konnte sie McCreedy gerade noch in einem Tresorraum einsperren, um Schlimmeres zu verhindern. Unglücklicher Weise lässt Kevin die kleinen Monster entwischen. Diese Hobgoblins verfügen über erstaunliche Fähigkeiten, denn sie erfüllen jedem Menschen seine sehnsüchtigsten Wünsche... anschließend fressen sie ihn auf. Nun liegt es an Kevin und seinen Freunden, den kleinen Pelzviechern ein Ende zu bereiten.


Die Gremlins, Critters und selbst die Ghoulies dürften den meisten Film-Fans bekannt sein, wohingegen die nun auftretenden Hobgoblins eher zu den unbekannten pelzigen Viechern gehören dürften, die in einer Mischung aus Horror, Komödie-und SCI/FI nun zu ihrer DVD-Premiere in Deutschland gelangen. Doch machen wir uns nach der Sichtung dieses Filmes nichts vor, hier handelt es sich um den puren 80er Jahre Trash und ausschließlich aus dieser Perspektive darf man das Werk dann auch bewerten. Über die Geschichte an sich gibt es im Prinzip überhaupt nichts zu sagen, denn diese ist eben so hanebüchen wie es die Inhaltsangabe vermuten lässt. Mehr Aufmerksamkeit sollte der Zuschauer dann schon deren Umsetzung widmen, denn diese fällt dermaßen mies aus, das man sich letztendlich nur die verbleibenden Haare raufen kann. Echte Cineasten sollten also erst gar nicht auf die Idee kommen sich diesen filmischen Müll anzuschauen, der allerdings für echte Liebhaber des schlechten Geschmacks ein wahres Feuerwerk darstellen dürfte. 

Mit einem geschätzten Budget von gerade einmal 15.000 $ hat Regisseur Rick Sloane hier ein echtes Spektakel der Unzulänglichkeiten in Szene gesetzt das eigentlich jeder Beschreibung spottet. Da wären zuerst einmal die sogenannten "Hobgoblins" die man in keinster Weise mit den "Gremlins" und Konsorten vergleichen sollte. In vorliegendem Fall entsteht vielmehr der Eindruck das es sich um einfache Fell-Puppen handelt, die während des Geschehens ab und zu von jemandem in die Ereignisse hinein geworfen werden. Dabei ist das wörtlich gemeint denn ich kann mich nicht erinnern, das eines der pelzigen Monster im Film auch nur eine eigenständige Bewegung gemacht hätte. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn immerhin sind die eigentlichen Hauptdarsteller der Story noch nicht einmal das größte Manko, denn dieses findet man ganz eindeutig in der Darsteller-Riege die diese Bezeichnung im Prinzip überhaupt nicht verdient. Was hier an schauspielerischen Leistungen geboten wird geht auf keine Kuhhaut, passt aber nahezu perfekt in das trashige Gesamtbild das sich hier von der ersten Minute an erkennen lässt.

So gestalten sich die Abläufe dann auch größtenteils wie eine Aneinanderreihung manchmal vollkommen sinnloser Handlungen und an dieser Stelle möchte ich ganz besonders an die Geschehnisse anlehnen die sich innerhalb von Kevins Haus abspielen. Die dort immer zusammen kommende Clique legt ein Verhalten an den Tag bei dem man ausschließlich mit dem Kopf schütteln kann, wobei so manche Passage eine gewisse Art von Humor an den Tag legt den sicherlich nicht jeder teilen kann. Das zieht sich dann auch konstant durch die gesamte Chose, der laut IMDB Eintrag sogar ein Drehbuch zu Grunde liegen soll, für das ebenfalls der gute Rick Sloane verantwortlich zeichnet. Als wenn das noch nicht genug wäre ist der Tausendsassa auch noch für die Kamera verantwortlich und schon hat man eine teilweise Erklärung dafür, warum dieser Film so unglaublich schlecht geworden ist. Dem Mann fehlt es ganz augenscheinlich am nötigen Talent einen wirklich guten Film auf den Weg zu bringen, wobei "Hobgoblins" selbst als Trash-Werk nur phasenweise zu unterhalten weiß. Zu albern und einfach schlecht präsentiert sich hier ein Film, der ganz bestimmt kein Ruhmesblatt der goldenen 80er Jahre ist.

Dennoch sollte man fairerweise anmerken, das man zumindest an einigen Stellen ein Lachen nicht verkneifen kann. Das liegt jedoch mehr daran, das die unzähligen Unzulänglichkeiten ein wirres-und skurriles Intermezzo ergeben, zudem muss man ganz einfach eine ausgeprägte Vorliebe für den filmischen Bodensatz sein eigen nennen. Ansonsten wird man mit dieser Gurke nicht sonderlich viel anfangen können und obwohl ich selbst ein bekennender Freund des Trash-Filmes bin, könnte ich mir diesen Bodensatz kein zweites Mal anschauen.


Fazit:


"Hobgoblins" hat sicherlich seine Fan-Gruppe und das ist auch vollkommen in Ordnung, doch werden die meisten Leute in vorliegendem Fall sicherlich eine Grenze zwischen Trash und einem einfach grottenschlechten Film ziehen. Meiner persönlichen Meinung nach ist das Werk in die zweite Kategorie einzuordnen, denn diese filmische Gülle hätte man sich auch gern sparen können.


3/10

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