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Freitag, 20. Februar 2015

Infected






Infected - Infiziert
(Infected)
mit Bo Linton, Eugenia Kuzmina, Adrian Voo, Adia Dinh, Nina Kate, Dillaran Martin, Timon Morales, Kelsey Lin, Mike Pfaff, Cece King, Heaven Lee Kramer, Lucas Barker, Christine Springett, Anita Marie Curran
Regie: Filip Maciejewicz
Drehbuch: Filip Maciejewicz
Kamera: Jessica Gallant
Musik: Tom Jemmott
keine Jugendfreigabe
USA / 2013

Ein neuer, tödlicher Virus breitet sich überall in Los Angeles aus. Die Infizierten mutieren - zusammen mit dem Virus, der sich entwickelt und die Infizierten transformiert. Sie werden verrottende, leichenähnliche Kreaturen ohne jedweden Verstand, aber mit der unbedingten Gier auf menschliches Fleisch. Tagsüber verbergen sich die Infizierten vor der Sonne, des Nachts gehen sie auf die Jagd. Die infizierte Zone von Los Angeles wurde unter Quarantäne gestellt, damit der Virus nicht über die gesamten USA hinwegfegt. Doch für die Überlebenden ist dies ein Problem: Denn die Flucht aus der Todeszone ist brandgefährlich!


Und wieder einmal mit der Zuschauer mit einem weiteren Zombie-Ableger konfrontiert, der dieses Mal in der nahen Zukunft angesiedelt ist. Schon aufgrund der Inhaltsangabe erkennt man dabei unschwer das in vorliegendem Fall sicherlich keine innovativen Neuerungen zu erwarten sind, sondern vielmehr eine Geschichte konstruiert wurde die einem mittlerweile sehr bekannt vorkommt. Das schreckt den echten Fan aber längst noch nicht ab, denn wenn sich die Chose zumindest unterhaltsam und ein wenig blutig gestaltet, dann würde man immerhin einen recht unterhaltsamen Genre-Flick präsentiert bekommen. Schon nach wenigen Minuten zerschlägt sich jedoch diese Hoffnung und es wird klar, das es sich bei "Infected" um eine Produktion handelt, in der das immerhin 1.200.000 $ umfassende Budget noch nicht einmal ansatzweise zu erkennen ist. Stattdessen entpuppt sich ein billig wirkendes Szenario in dem eigentlich so gut wie gar nichts passiert, so das nach einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne auch noch die totale Langeweile Einzug hält. An dieser Stelle sollte man dann auch die 18er Freigabe ins Spiel bringen, die einmal mehr etliche Leute in eine vollkommen falsche Erwartungshaltung versetzen wird, denn man bekommt über die gesamte Laufzeit hin nichts geboten, was diese Einstufung rechtfertigen würde.

Fast gänzlich ohne Action und härte ausgestattet präsentieren sich lediglich einige Figuren, von denen man ganz beliebig jede einzelne austauschen könnte. Als wenn das nicht schon genug wäre bekommt man es zudem mit einer deutschen Synchronisation zu tun, die in diesem Fall wirklich so ziemlich jeder Beschreibung spottet. Andererseits geben aber die quäkenden Stimmen diverser Personen zumindest einmal Anlass für mehrere herzhafte Lacher, denn unpassendere Stimmen hätte man den Protagonisten nun bei aller Liebe kaum verleihen können. Und so muss man sich dann also mit einer gehörigen Anzahl von Ärgernissen durch diese filmische Grütze kämpfen, die doch so gar keinen Nährwert beinhaltet und lediglich in den teils grotesken Handlungsweisen ihrer Darsteller einige Highlights parat hält, wenn man die Chose denn einmal aus der Sicht des Trash-Liebhabers betrachtet. Doch selbst aus diesem Blickwinkel vermag sich keine echte Begeisterung aufzubauen, viel zu dröge, unlogisch und mit schlechtem Schauspiel durchzogen offenbart sich eine Story, die man am besten schnellstens wieder vergessen sollte.

Keinerlei Spannung, mies agierende Protagonisten und noch nicht einmal die Grundzüge einer bedrohlichen Grundstimmung tragen nicht unbedingt dazu bei, das zumindest stellenweise so etwas wie eine postapokalyptische Note zu erkennen wäre, die für einen Film dieser Art im Prinzip zwingend erforderlich ist. Dümmliche Dialoge und eine vollkommen an den Haaren herbei gezogene Neben-Geschichte unterstreichen sogar noch den brutal schlechten Gesamteindruck eines Werkes das die Welt nun bei aller Liebe nicht gebraucht hätte. Was sich in der Inhaltsangabe wenigstens noch einigermaßen interessant anhört scheitert ganz eindeutig an einem äußerst schwachen Drehbuch und dessen noch schlechterer Umsetzung. Selbst wenn man zu den bekennenden Viel-Sehern des Genres zählt wird man hier kaum auf seine Kosten kommen, denn "Infected" lässt so ziemlich alle Zutaten vermissen, die den Film auch nur annähernd spannend und interessant erscheinen lassen würden.

Im Endeffekt ist mir dann aber doch noch eine Sache extrem positiv aufgefallen, denn schon nach knapp 70 Minuten Netto-Spielzeit setzt der erlösende Abspann ein und beendet eine Sichtung, die man sich ohne Weiteres hätte ersparen können. Kurz zuvor gestaltet sich fast selbstverständlich auch das gewählte Ende als dumm, planlos und äußerst abrupt, was andererseits aber ziemlich klar erkennen lässt, das Regisseur Filip Maciejewicz eigentlich sämtliche Fähigkeiten fehlen, um einen unterhaltsamen Film zu kreieren. "Infected - Infiziert" ist jedenfalls der berühmte Griff ins Klo, denn dieses üble Machwerk wird sicherlich nur bei ganz wenigen Leuten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.


Fazit:


Hier liegt ein prägnantes Beispiel das einem selbst 70 Minuten wie eine kleine Ewigkeit vorkommen können. Langeweile pur, eine grottige Synchronisation und schlecht agierende Darsteller sind nur einige der Mankos, die man diesem filmischen Schund ganz einfach ankreiden muss. Selbst als Trash nicht zu gebrauchen zählt die vorliegende Geschichte dann auch eher zu den Stoffen, die man schnellstens in die berühmte Tonne kloppen sollte.


2/10

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