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Sonntag, 1. Februar 2015

Way of the Warrior






Way of the Warrior
(Jin Gang Wang)
mit Yu Xing, Sung-jun Yoo, Heon Jun Nam, Baocheng Jiang, Yamei Zhang, Yasuaki Kurata, Hiroyuki Ikeuchi, Matt Mullins, Kofi Yiadom, Robert Gilabert Cuenca, Raiden Integra, Tony Liu
Regie: Wing-cheong Law
Drehbuch: Zhenjian Yang
Kamera: keine Information
Musik: keine Information
keine Jugendfreigabe
China / 2013

Während des Zweiten Weltkriegs setzt die japanische Besatzungsmacht den geheimnisvollen Todeskult Hades ein, um Aufstände der chinesischen Bevölkerung brutal niederzuschlagen. Die gefürchteten Anhänger der Sekte sind perfekt ausgebildete Martial-Arts-Kämpfer, die einer fanatischen Ideologie folgen. Als der Kult Kinder entführt, um sie unter Zwang zu Killermaschinen auszubilden, entschließt sich ein junger Shaolin-Mönch, der Sekte entgegenzutreten. Vor vielen Jahren selbst einer der tödlichsten Hades-Anhänger wider Willen, konnte er den Klauen der Organisation entkommen. Bei seiner Rückkehr stellt ihm Hades nur zwei Optionen: Schließ dich uns an oder stirb!


Und wieder einmal handelt es sich um einen Kampfsportfilm aus Asien, der den Zuschauer mit recht sehenswerten Kampf-Choreografien verwöhnt, wobei diese aber dennoch teilweise zwiespältige Gefühle in einem wach rufen. Ganz generell bekommt man nämlich zwar sehr gut in Szene gesetzte Fights präsentiert, auf der anderen Seite wird allerdings in etlichen Einstellungen relativ schnell klar, das so manches Mal ein wenig zu dick aufgetragen wurde. Dieser Aspekt tritt vor allem in den Passagen in den Vordergrund die in Super-Zeitlupe gefilmt wurden und es wird dem Betrachter so recht eindrucksvoll vor Augen geführt, das einige Szenen doch so vollkommen sämtlichen physikalischen Gesetzen trotzen. Das verleiht dem Szenario dann auch einen leicht trashigen Anstrich, wobei dies aber keinesfalls den hohen Unterhaltungswert mindert, den "Way of the Warrior" definitiv beinhaltet.

Das Ganze wurde in eine durchaus interessante Rahmenhandlung gepackt, wobei politische Hintergründe oder intensive Charakter-Beleuchtungen eher vergeblich gesucht werden. Vielmehr steht die Ideologie der sogenannten "Hades-Sekte" im Mittelpunkt, die jedoch auch eher oberflächlich beleuchtet wird. Größere Überraschungen beinhaltet der Film zu keiner Zeit und auch der Plot verläuft in großen Teilen sehr vorhersehbar. Regisseur Wing-cheong Law hat seiner Erzählung in etlichen Phasen angenehm epische Züge verliehen und wie für die Asiaten im Prinzip beispielhaft handelt es sich gleichzeitig um den berühmten Stoff, aus dem letztendlich echte Helden geboren werden. Und so sollte man auch nicht unbedingt verwundert darüber sein, das auch in diesem Szenario eine ganze menge Pathos mitschwingt, der sich allerdings in einem noch überschaubaren Rahmen bewegt. 

Rein inhaltlich kann man die Abläufe ziemlich schnell zusammen fassen, denn eigentlich versteckt sich hinter der Inhaltsangabe nichts anderes als der obligatorische Kampf Gut gegen Böse, der dieses Mal in sehenswerten Martial Arts Kämpfen dargestellt wird. Das wirkt sich natürlich auch auf die Sympathie des Zuschauers aus, denn dieser weiß eigentlich von der ersten Minute an wem er die Daumen zu drücken hat und wer am Ende als Verlierer aus dem Geschehen hinausgehen wird. Und auch wenn sich das jetzt alles sehr simpel und vielleicht sogar ein wenig banal anhört, "Way of the Warrior" bietet wirklich absolut sehenswerte Filmkost. Auch wenn man ähnlich gelagerte Szenarien schon unzählige Male gesehen hat, die gelungenen Choreografien und die erstklassige Ausstattung des Filmes wissen einen durchgehend zu begeistern.

Letztendlich bietet die Geschichte nichts sonderlich Neues, verbindet jedoch altbewährte Zutaten mit epischen Elementen und lässt so ein Gesamtbild entstehen, das man ohne Weiteres als gut bezeichnen kann. Die leicht trashige Note durch diverse total überzogenen Kampfszenen verleiht den Ereignissen dann auch einen Hauch von unfreiwilliger Komik, was dem Ganz aber insgesamt gesehen durchaus gut zu Gesicht steht. 


Fazit:


"Way of the Warrior" ist sicherlich kein herausragendes Meisterwerk, bietet aber sehr gute Kampfsport-Action, die sich oberhalb des normalen Durchschnitts ansiedelt. Freunde solcher Werke dürfen also bedenkenlos zugreifen und sollten mit einem Film-Erlebnis belohnt werden, das man sich jederzeit gut anschauen kann.


7/10

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