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Sonntag, 29. März 2015

Freitag der 13. Teil 5






Freitag der 13. - Ein neuer Anfang
(Friday the 13th : A New Beginning)
mit John Shepherd, Marco St. John, Melanie Kinnaman, Richard Young, Vernon Washington, Shavar Ross, Tiffany Helm, Juliette Cummins, Jerry Pavlon, John Robert Dixon, Debi Sue Voorhees, Mark Venturini
Regie: Danny Steinmann
Drehbuch: Martin Kitrosser / David Cohen
Kamera: Stephen L. Posey
Musik: Harry Manfredini
FSK 18
USA / 1985

Tommy, einer der Überlebenden von Jasons Bluttaten, leidet noch als Erwachsener unter schrecklichen Alpträumen. Doch als er eines Tages auf dem Rücksitz eines Autos erwacht, erfährt er, daß die Realität noch viel schlimmer als seine Träume sein kann Doch das Auto steht vor einem Irrenhaus am Ufer des Crystal Lakes. Bald beginnen die ersten furchtbaren Morde, und die Gewalt eskaliert ins Unvorstellbare... 


Das ist nun also der zweite Film der Reihe, in dem nicht Jason selbst für die unzähligen Morde verantwortlich zeichnet. Man sollte aber gleich anmerken, das dieser Aspekt keinesfalls negativ ins Gewicht fällt, deutet doch wirklich alles auf den angebliche toten Killer hin. Auch die Tatsache das mit Danny Steinmann nun schon wieder ein neuer Name Platz auf dem Regiestuhl genommen hat, beeinträchtigt in keinster Weise die Klasse der hier erzählten Geschichte. Von der ersten Minute an kann sich der Zuschauer an einem äusserst gelungenen Spannungsaufbau erfreuen und auch in atmosphärischer Hinsicht hat der Film eine ganze Menge zu bieten. Eine herrlich dichte Grundstimmung und etliche sehr bedrohliche Momente sorgen dabei für ein gelungenes Gänsehauterlebnis und diverse gut gesetzte Schockmomente runden das Geschehen nahezu perfekt ab.

Doch auch in Sachen Härte entpuppt sich die Story als äusserst positive Überraschung, gibt es doch einige wirklich sehenswerte und harte Kills zu sehen. Auch wenn Jason nicht selbst am Werk ist, lässt sich der Mörder eine ganze Menge einfallen, um die einzelnen Morde auch abwechslunsgsreich zu gestalten. Die Vielfältigkeit der einzelnen Tötungen ist beeindruckend, hinzu kommt der nicht gerade niedrig angesiedelte Splatter/Gore Gehalt. Deshalb kann ich persönlich auch nicht so ganz nachvollziehen, warum gerade dieser Teil bei vielen Fans nicht so gut ankommt, präsentiert sich doch ein absolut gelungener Slasher, an dem es recht wenig auszusetzen gibt. Und nur, weil Mr. Voorhees dieses Mal nicht selbst Hand anlegt, muss ein Film ja nicht gleich schlecht bewertet werden.

"Ein neuer Anfang" beinhaltet ausserdem auch eine ordentliche Portion Humor, was in erster Linie an zwei der Charakteren festzumachen ist. Die Darstellung einer echten Hinterwäldlerin und ihrem stumpfsinnigen Sohn ist nämlich so extrem gut gelungen, das man in diversen passagen einfach vor lachen nicht mehr an sich halten kann. Das Klischee der Hinterwäldler wird mit den beiden mehr als nur gut bedient und so ist man über das frühzeitige Ableben der beiden schon fast ein wenig traurig. Steinmann hat alle Zutaten sehr schön miteinander vermischt, so das im Endeffekt ein äusserst guter Film der Reihe entstanden ist, der meiner Meinung nach immer etwas unterschätzt wird und nicht die Beachtung erhält, die er aufgrund seiner Klasse durchaus verdient hätte.

Nicht nur als Fan der "Freitag der 13. Reihe" kann ich diesen tollen Horrorfilm jedem ans Herz legen, es wird wirklich alles geboten, was diese Filmgattung so sehr auszeichnet. Eine spannende Geschichte, jede Menge blutige Kills und eine absolut hervorragende Grundstimmung sind die Grundvorraussetzungen für ein erstklassiges Filmerlebnis, das hier auf jeden Fall geboten wird.


Fazit:


Ganz sicher ist "Ein neuer Anfang" nicht der beste Film der Reihe, aber die teilweise eher schlechten Bewertungen die ihm zuteil werden hat er sicherlich nicht verdient. Von der ersten bis zur letzten Minute handelt es sich um erstklassige Horrorkost, bei der man eigentlich gar nicht auf den Gedanken kommt, das nicht Jason selbst der Killer ist.


8/10

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