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Dienstag, 17. März 2015

Nightmare 7






Freddy's New Nightmare
(New Nightmare)
mit Jeff Davis, Heather Langenkamp, Miko Hughes, Matt Winston, Rob LaBelle, David Newsom, Wes Craven, Robert Englund, Marianne Maddalena, Gretchen Oehler, Tracy Middendorf, Cully Fredricksen
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Kamera: Mark Irwin
Musik: J. Peter Robinson
FSK 16
USA / 1994

Heather Langenkamp, seit dem ersten Teil festes Ensemblemitglied der "Nightmare on Elm Street"-Horrorserie, wird auch im richtigen Leben von Alpträumen geplagt. Besonders schlimm wird es, als man beschließt, die Serie einzustellen. Heather erkennt, daß Alptraumdämon Freddy versucht, in ihre reale Welt einzudringen. In ihrer Not wendet sie sich um Hilfe an dessen Darsteller Robert Englund. Doch auch er kann ihr nicht helfen. Da beschließt die geplagte Schauspielerin Freddy's "Vater", Wes Craven, aufzusuchen...


Dieser siebte und letzte Teil der Freddy Reihe spaltet die Meinungen der Fans, wie kaum ein anderer. Mir persönlich hat dieser letzte Teil der Reihe sehr gut gefallen, auch wenn er nicht ganz die Klasse einiger anderer Teile erreicht. Aber vor allem die "Film im Film" Thematik finde ich persönlich hier doch sehr gut eingesetzt und das gibt dem Film den ganz besonderen Reiz. Die Umsetzung dieser Thematik ist hier meiner Meinung nach richtig gut gelungen und schafft es durchaus, den Zuschauer zu bannen und faszinieren. Phasenweise verschwimmen die Grenzen zwischen Traum-und Realität, wodurch das Geschehen auch eine ganz eigene Dynamik entwickelt, was Regisseur Wes Craven erstklassig ins Bild setzen konnte. Der Zuschauer hat dabei ganzzeitig das Gefühl, wirklich zwei verschiedene Filme zu sehen, deren beide Erzähl-Stränge letztendlich zu einem verschmelzen.

Vor allem das Wiedersehen mit Heather Langenkamp, die in Teil 1 & 3 die Nancy spielt und dieses Mal sich selbst, ist doch für jeden Fan der Reihe ein Freudenfest. Auch die anderen altbekannten Helden der Serie spielen sich selbst, wie zum Beispiel John Saxon, oder auch Robert Englund, der logischerweise eine Doppelrolle übernehmen muss. Als besonderes Bonbon ist selbst Wes Craven kurzzeitig mit von der Partie. Man sieht also, das dieser abschließende Film doch eine ganze Menge zu bieten hat, doch der erstklassige Cast ist dabei längst nicht das einzige Highlight. Auch im Bezug auf die Spannung kann sich "Freddy's New Nightmare" jederzeit sehen lassen und legt in dieser Beziehung im Gegensatz zu diversen vorherigen Teilen sogar noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Zeichneten sich nämlich einige Vorgänger doch mehr durch ihren Anteil an rabenschwarzem Humor aus, so liegt das Hauptaugenmerk der vorliegenden Geschichte doch eindeutig mehr auf Spannung und einer gelungenen Atmosphäre.

Und diese gestaltet sich äußerst dicht-und streckenweise recht düster, ich möchte sogar behaupten, das hier das echte Freddy-Feeling aufkommt, das man als Fan der Reihe so sehr zu schätzen gelernt hat. So beinhaltet das Szenario etliche sehr bedrohliche Momente und ist nebenbei auch mit mehreren gezielt platzierten Schockmomenten versehen, bei denen man doch einige Male ganz unwillkürlich zusammenzuckt. Gerade aufgrund dieser ganzen doch im Prinzip sehr positiven Aspekte ist es mir persönlich umso unverständlicher, warum dieser abschließende Teil bei vielen Fans eher negative Kritiken hervorruft. Vielmehr vertrete ich den Standpunkt, das Regie-Legende Wes Craven hier ein wirklich in allen Belangen äußerst stimmiges Ende für eine der kultigsten Horror-Reihen gefunden hat, das streckenweise sogar richtig innovativ daher kommt.

Wie immer ist natürlich der persönliche Geschmack ausschlaggebend und jeder hat seine eigenen Favoriten innerhalb des Gesamtwerkes, doch nach Teil 1 & 3 liegt hier für mich der beste Film der Reihe vor. Es ergibt sich ganz einfach ein absolut rundes-und stimmiges Gesamtbild und man merkt auch ganz deutlich, das Craven selbst die Regie für das endgültige Finale übernommen hat. Die Idee mit der Film im Film-Thematik verleiht dem Ganzen zum Abschluss noch einmal eine ganz besondere Note und sollte einen eigentlich mit einem äußerst guten Gefühl aus einem Horror-Mehrteiler entlassen, den man sich ganz sicher nicht das letzte Mal zu Gemüte geführt hat, denn Freddy Krueger ist-und bleibt eine Horror-Ikone, die man sich immer wieder gern anschaut.


Fazit:


"Freddy's New Nightmare" ist ein absolut würdiges Finale in einer Film-Reihe, die längst ihren festen Platz im Genre gefunden hat und dort definitiv nicht mehr wegzudenken ist. Wes Craven startete sie mit dem absolut genialen Erstling und zeichnet nun auch für das endgültige Finale verantwortlich, für das er sich wirklich noch einmal ins Zeug gelegt hat, um dem Zuschauer einen tollen Abschluss zu servieren, den er dann auch im Endeffekt bekommt.


8/10

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