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Donnerstag, 26. März 2015

Stille Nacht - Blutige Nacht (2012)






Stille Nacht - Blutige Nacht
(Silent Night, Bloody Night: The Homecoming)
mit Adrienne King, Sabrina Dickens, Sule Rimi, Lee Bane, Richard Goss, Gary Knowles, Rosemary Smith, Matthew Batte, Kathy Saxondale, Simon Riordan, Victor Ptak, Mel Stevens, Rorie Stockton, Alan Humphreys
Regie: James Plumb
Drehbuch: James Plumb / Andrew Jones
Kamera: James Morrissey
Musik: James Morrissey
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2012

Im Jahre des Herren 1987 beging der offiziell letzte rechtmäßige Besitzer des berüchtigten Butler-Hauses Selbstmord, in dem er sich selbst aus größerer Höhe und brennend in den Tod stürzte. Seither fanden in dem leeren Gebäude noch mehrmals Party People und andere Wagehälse den mysteriösen Tod, weshalb nun die Gemeinde-Oberen nur mehr daran interessiert sind, das Gebäude zu kaufen und schnellstmöglich abzureißen. Sein letzter Besitzer, der junge Jeffrey Butler, weiß aber noch nicht so recht. Viele weitere Tote sind die Folge.


Gerade im Horror-Genre zählt es ja mittlerweile fast schon zum guten Ton, das selbst mittelmäßige Filme früherer Zeiten mit einer Neuauflage bedacht werden. Nun hat es auch den 1974 erschienenen "Blutnacht - Das Haus des Todes" erwischt, der schon als Original nicht unbedingt zu den Klassikern zu zählen ist. Was Regisseur James Plumb sich allerdings bei seinem Erstling "Stille Nacht - Blutige Nacht" gedacht hat wird wohl sein Geheimnis bleiben, denn diese neue Version um die Geschehnisse im ominösen "Butler-Anwesen" entbehrt so ziemlich sämtlichen Zutaten, die einen gelungenen Slasher auszeichnen sollten. Sicherlich ist dieser Umstand auch dem äußerst schmalen Budget geschuldet, denn mit gerade einmal 20.000 $ ist die Geschichte nicht gerade üppig ausgestattet, dennoch hätte man auch mit kleinem Geld eine weitaus besser unterhaltende Umsetzung bewerkstelligen können. 

Zugegebenermaßen beinhaltet das Geschehen auch diverse gute Momente, die sich in erster Linie durch stellenweise recht ordentliche und handgemachte Effekte zu erkennen geben, doch insgesamt gesehen kann das eher schwache Gesamtbild dadurch auch nicht sonderlich aufgewertet werden. Das liegt eindeutig an der extrem schwachen Umsetzung des Ganzen, denn zu keiner Zeit will sich hier ein gelungener Spannungsaufbau zu erkennen geben und eine eventuell bedrohliche Grundstimmung sucht man vollkommen vergebens. Zu vorhersehbar gestalten sich die Abläufe, die zudem auch noch phasenweise mit einer absolut überflüssigen Split Screen Technik durchzogen sind. Hinzu kommen einige manchmal fast sinnlos erscheinende Passagen, die durch die etlichen völlig belanglosen Wortwechsel wie der pure Trash wirken, nur das dieser in vorliegendem Fall keineswegs unterhaltsam ist.

Als wenn das noch nicht genug wäre wird man dann noch zusätzlich mit einem hölzern agierenden Darstelller-Ensemble konfrontiert, das diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Die deutsche Synchronisation dieses obskuren Werkes setzt allem dann die Krone auf und schon ist man bei einem trashigen Beitrag angelangt, der allerdings leider nicht zu den guten Vertretern des schlechten Geschmacks zu zählen ist. Es handelt sich also letztendlich um einen Slasher, bei dem es ganz erheblich in der Gesamt-Inszenierung mangelt und der größtenteils sogar die pure Langeweile aufkommen lässt. Einfallslose Morde und wenig Abwechslung sind nicht unbedingt ein Gütesiegel, doch wenn auch der komplette Rest eines Filmes nicht überzeugen kann dann wird es schwierig, als eingefleischter Horror-Fan zumindest ein wenig Begeisterung für ein Remake aufzubringen das man sich besser hätte sparen sollen. Ein geringes Budget allein kann nicht dafür her halten, das James Plumb mit einem Szenario aufwartet, das einen beim besten Willen nicht vom Hocker haut, wobei diese Umschreibung noch relativ diplomatisch das wiedergibt, was man hier geboten bekommt.

Es gibt genügend schlechte Horrorfilme, doch den meisten merkt man zumindest das Bemühen des Regisseurs an, dem Zuschauer möglichst nette Unterhaltung zu bieten. "Stille Nacht - Blutige Nacht" kommt jedoch dermaßen uninspiriert und langweilig daher das man sich ganz ehrlich die Frage stellen muss, was man mit diesem Werk bezwecken wollte. Selbst im Schauspiel der Akteure vermeint man eine gewisse Unlust zu erkennen, denn anders sind die dargebotenen Leistungen nur schwerlich zu erklären. Andererseits kann man Plumb zumindest zu Gute halten, das der gute Mann ein durchgehend schlechtes Endprodukt abliefert, so das man ihm eine konstante Arbeit bescheinigen kann. Ob dies hier allerdings als Kompliment aufgefasst werden kann wage ich zu bezweifeln, denn meiner Meinung nach fehlt es ganz einfach am mangelnden Talent dafür, auch mit bescheidenen Mitteln einen ordentlichen Horrorfilm auf die Beine zu stellen, der zumindest durchgehend unterhaltsam gestaltet ist.


Fazit:


Sorry Mr. Plumb aber das war rein gar nichts, denn "Stille Nacht - Blutige Nacht" ist lediglich ein lahmer-und langweiliger Aufguss eines Filmes, der selbst im Original nicht zu den Größen des Genres zählt. Im Endeffekt muss sich aber ein jeder selbst sein Bild von diesem Werk machen, das für mich persönlich jedoch die absolute Zeitverschwendung darstellt.


3/10

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