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Montag, 25. Mai 2015

The Pact II






The Pact II
(The Pact II)
mit Caity Lotz, Camilla Luddington, Scott Michael Foster, Amy Pietz, Patrick Fischler, Haley Hudson, Mark Steger, Nicki Micheaux, Alexandra Ryan, Brad Grunberg, Trent Haaga, Leonel Claude, Suziey Block, Joshua Grote
Regie: Dallas Richard Hallam / Patrick Horvath
Drehbuch: Dallas Richard Hallam / Patrick Horvath
Kamera: Carmen Cabana
Musik: Carl Sondrol
FSK 16
USA / 2014

Als Annie Barlow den berüchtigten Judas-Killer vernichtet hat, sollte der Alptraum eigentlich zu Ende sein. Doch wieder geschieht ein Mord mit der Handschrift des Irren. Das FBI fürchtet, dass ein Nachahmungstäter umgeht und sich Opfer sucht, die mit dem ursprünglichen Fall zu tun haben. June Abbott versteht zunächst nicht, warum sie in Gefahr sein soll, bis sie erfährt, dass ihre richtige Mutter Jenny Glick war. Die erste Frau, die der Judas-Killer enthauptet hat. Verstört von blutigen Alpträumen und Visionen beginnt June, nach ihrer eigenen Geschichte zu suchen. Was sie findet, lehrt sie bald das Fürchten. Der Judas-Killer könnte ihr Vater sein - und sie spürt immer öfter, dass etwas im Haus ist …


Nachdem Nicholas McCarthy seinen Kurzfilm "The Pact" aus dem Jahr 2011 nur ein Jahr später auch eine Spielfilmversion folgen ließ konnte man als Zuschauer wirklich dankbar sein, präsentierte sich doch ein absolut erstklassiger Horrorthriller der gespickt war mit gruseligen Momenten. Umso gespannter konnte man also an die 2014 erschienene Fortsetzung "The Pact II" herangehen und machte sich auch weniger Gedanken um den Wechsel auf dem Regiestuhl, der nun von dem eher noch unerfahrenen Duo Dallas Richard Hallam und Patrick Horvath (Entrance) besetzt war. Bei der Sichtung des vorliegenden Filmes kristallisiert sich dann allerdings relativ schnell heraus, das die Weiterführung der Geschichte um den Judas Killer nicht annähernd die Klasse des Vorgängers erreichen kann, obwohl man mit den Geschehnissen eigentlich perfekt am Ende des Originals anknüpft. Es ist aber vielmehr die maue und äußerst lahme Umsetzung die einem hier auf den Magen schlägt, denn "The Pact II" kann leider zu keiner Zeit jene Intensität aufbauen, die man beim ersten Teil noch zu sehr zu schätzen wusste. zuerst einmal beinhaltet das Szenario so gut wie überhaupt keine "spookie Moments", denn die rar gesäten Schockmomente beschränken sich lediglich auf einige zuschlagende Türen, visionsartige Vorahnungen der Hauptdarstellerin und diverse Abbildungen in Spiegeln, mit denen man noch nicht einmal einen Hund hinter dem Ofen hervor locken könnte.

Zudem ist auch die Story an sich nicht sonderlich gut gelungen und entbehrt fast jeglicher Substanz, so das der Zuschauer auch bei diesem Punkt kaum auf seine Kosten kommt. Zu allem Überfluss hat man dann aber auch noch eine relativ träge agierende Darsteller-Riege verpflichtet, die in keiner Phase des Szenarios mit überzeugenden Leistungen aufwarten kann. Es offenbart sich stattdessen eher hölzernes und vollkommen ungelenk erscheinendes Schauspiel, was in etlichen Momenten schon fast für Ermüdungserscheinungen Sorge trägt. Im Prinzip könnte man diese Fortsetzung also ohne Bedenken als regelrechten Rohrkrepierer einordnen, denn Dallas Richard Hallam und Patrick Horvath konnten ihrer Erzählung weder eine gruselige Atmosphäre, geschweige denn einen gelungenen Spannungsbogen verleihen. Daran ändert auch das Ende des Szenarios überhaupt nichts, denn was hier wohl als überraschende Pointe gedacht war, stellt sich im Endeffekt lediglich als misslungener Versuch dar, einem schlecht umgesetzten Film noch ein kleineres Highlight zu verleihen. Es ist wirklich schade das man mit ansehen muss, wie hier eine im Vorgänger sehr gelungene Geschichte so lieblos und vollkommen uninspiriert weiter geführt wird und vorhandenes Potential noch nicht einmal ansatzweise zur Geltung kommt. 

Die gesamte Chose hinterlässt vielmehr den Eindruck einer recht billigen Direct to DVD Produktion und lässt dabei fast jegliche Qualität vermissen, die beim 2012er Werk von Nicholas McCarthy noch in so hohem Maße vorhanden war. Hier kommen allerdings jegliche Grundzutaten eines gelungenen Horrorthrillers erst gar nicht zur Geltung, wobei man sich dann als Betrachter unweigerlich die Frage stellt, mit welcher Intension das Regie-Duo dieses extrem lahme Szenario umgesetzt hat. Vielleicht wollte man den Betrachter ganz bewusst vor den Kopf stoßen oder es fehlt ganz einfach am nötigen Talent, um einen Film dieser Art auch angemessen ins Bild zu rücken. Wie dem aber auch sei, für mich persönlich ist diese Produktion eine der mit Abstand enttäuschendsten Produktionen der letzten Zeit mit der man ausschließlich kostbare Lebenszeit sinnlos vergeudet. Eventuell mag meine Einschätzung nicht völlig objektiv sein, denn die maßlose Enttäuschung über das Gesehene wiegt noch immer relativ schwer, doch nach dem äußerst gelungenen Original geht man nun einmal mit einer gewissen Erwartungshaltung an den zweiten Teil heran, die dann in keinster Weise erfüllt werden kann.

Letztendlich mag ein jeder das anders beurteilen, doch "The Pact II" zählt für mich eindeutig zu den Sequels, die man besser gar nicht erst auf die Menschheit los gelassen hätte, da sie ihrem Vorgänger in keiner Weise gerecht werden können. Und so sollte man sich hier lieber in regelmäßigen Abständen mit dem tollen 2012er Film zufrieden geben, bevor man sich durch die vorliegende Geschichte quält, die im Prinzip über keinerlei sehenswerte Momente verfügt und als extrem lahme Inszenierung in die Analen der Filmgeschichte Einzug halten wird.


Fazit:


Es ist schon phasenweise schockierend, mit wie wenig Inspiration man hier die Chance vertan hat, die äußerst interessante Story aus dem ersten Teil würdig weiter zu führen. Dabei kann man doch als Zuschauer bei einem Film dieser Art zumindest Spannung und eine dichte Grundstimmung erwarten, doch selbst diese im Prinzip selbstverständlichen Dinge sucht man leider vergebens.


3/10

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