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Dienstag, 5. Mai 2015

Tom Holland's Twisted Tales






Tom Holland's Twisted Tales
(Tom Holland's Twisted Tales)
mit Amber Benson, AJ Bowen, Jose Pablo Cantillo, Angela Bettis, William Forsythe, Eddie Hargitay, Danielle Harris, Noah Hathaway, Marc Senter, Megan Thompson, Alex Urbom, Ray Wise
Regie: Tom Holland
Drehbuch: Tom Holland
Kamera: Will Barratt / Yash Bhatt / Aaron Meister / Dustin Pearlman
Musik: Alan Hewitt / Joe Renzetti / Misha Segal
keine Jugendfreigabe
USA / 2014

Die Horror-Legende Tom Holland (Chucky, Fright Night) präsentiert Geschichten, die das Blut in den Adern gefrieren lassen. Eine Anthologie des Makabren, des Abseitigen, des Schrecklichen wird in seinen Twisted Tales präsentiert: Eine neue Droge eröffnet den Blick in die Zukunft, aber das kommt mit grauenhaften Konsequenzen. Ein mörderischer Ehemann wird von Nachrichten auf seinem Handy geplagt. Ein enttäuschter Partner ergeht sich in satanischer Rache. Und das sind nur ein paar der wilden Geschichten über dunkle Magie, dämonische Besessenheit, Vampire, Hexen und vielem mehr.


Horror Anthologien sind ja richtig in Mode gekommen und Filme wie "V/H/S" oder auch "The ABC's of Death" erfreuen sich einer durchaus großen Fan Gemeinde. Regisseur Tom Holland präsentiert hier nun eine Zusammenstellung seiner Kurzgeschichten und verfährt dabei nach dem Muster des berühmten Cryptkeepers aus der Kult Serie "Geschichten aus der Gruft, in dem er jede einzelne Episode durch ein kurzes Vorwort ankündigt. An diesem Punkt endet es dann allerdings auch schon mit den Ähnlichkeiten, denn rein qualitativ kann sich die vorliegende Ansammlung makaberer Storys kaum mit den erwähnten Werken messen und hinterlässt vielmehr einen recht billigen Eindruck. Damit wir uns nicht falsch verstehen, die einzelnen Folgen beinhalten ziemlich interessante Ereignisse, doch es mangelt ein wenig an deren gelungener Umsetzung. Zwar tummeln sich hier einige recht bekannte Schauspieler, doch die dargebrachten Performances lassen leider etwas zu wünschen übrig. Manche Passagen mögen durchaus vollkommen beabsichtigt überspitzt in Szene gesetzt worden sein, doch in etlichen Momenten ist eine gewisse Theatralik schwerlich zu übersehen, zudem agieren mehrere Protagonisten viel zu ungelenk und hölzern, was dem Sehvergnügen dann doch ein wenig abträglich ist. 

Passend dazu hat man das Ganze mit einer nicht unbedingt passenden deutschen Synchronisation versehen, die dem Zuschauer gelegentlich schon etwas auf die Nerven geht, sind etliche Figuren doch mit Stimmen versehen worden, die keinesfalls zu ihnen passen. Dieser Makel zieht sich dann auch durchgehend durch die Laufzeit von gut 140 Minuten und mindert die Qualität der größtenteils spannenden und wendungsreichen Kurzgeschichten doch ganz erheblich. Erschwerend kommt dann auch noch der Aspekt hinzu, das Holland diverse Geschichten mit richtig schlechten Effekten angefüllt hat, die dem gewonnenen Gesamteindruck nicht gerade zuträglich sind. Es ist wirklich sehr schade das man das Ganze nicht professioneller ins Bild gesetzt hat, denn rein prinzipiell können die einzelnen Episoden auf jeden Fall gut unterhalten. Die angesprochenen Mankos sind allerdings ein untrügliches Indiz dafür, das dieser Anthologie wohl nicht gerade ein üppiges Budget zu Grunde liegt, denn anders ist der überwiegend billige Eindruck nur schwer zu erklären.

Dennoch kann man ohne Weiteres einen blick riskieren, nur sollte man sich von Beginn an darüber im Klaren sein, das höhere Ansprüche leider nicht erfüllt werden. Perfektionisten werden wohl eher nicht auf ihre Kosten kommen, denn dafür sind die etlichen Mängel dann doch zu offensichtlich. Insbesondere fällt dies bei den verwendeten Effekten auf die einen gewissen Härtegrad entstehen lassen sollen, denn ganz besonders die blutigen Momente werden manch einem Zuschauer wohl eher in den Augen schmerzen, als das sie größere Begeisterung entfachen können. Und so legt dann die visuelle Darstellung diverser Biss-Szenen und anderer Momente auch viel eher eine unfreiwillig komische Note frei, die ehrlich gesagt nicht so ganz in das Geschehen hinein passt. Nun wird dieser Punkt sicherlich auch andere Meinungen zu Tage fördern, denn es ist ohne Weiteres möglich das der manchmal äußerst trashige Anstrich des Szenarios eine gewisse Fan-Base erreichen kann.

Im Endeffekt ist "Tom Holland's Twisted Tales" auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert, denn den zumeist interessanten Geschichten steht deren größtenteils dürftige Umsetzung gegenüber. Nun richtet es sich einmal mehr nach der Sichtweise des jeweiligen Betrachters, doch insgesamt hinterlässt das Werk meiner persönlichen Meinung nach nur einen mittelmäßigen Eindruck. Das hätte man definitiv vermeiden können, doch ein wohl eher niedriges Budget wird einer weitaus besseren Umsetzung der Episoden im Wege gestanden haben.


Fazit:


Die einzelnen Storys habe ich als weitesgehend spannend und gut empfunden, doch die grottige Synchronisation, hölzerne Akteure und billige Effekte verhindern leider einen besseren Gesamteindruck. So kann sich "Tom Holland's Twisted Tales" dann auch nur im Durchschnittsbereich ansiedeln und wird wohl nur bei wenigen Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.


5/10

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