Follower

Dienstag, 16. Juni 2015

Dark Invasion






Dark Invasion
(The Corrupted)
mit Caleb Ian Morley Fischer, Anuj Saraswat, Keltie Squires, Jeremy Hook, Ashley Tallas, Christian Richman, Shaun Tisdale, Sylvia Soo, Kymberley Masters, Jon Phippard, Olivia Sashuk, Samantha Barone
Regie: John Klappstein / Knighten Richman
Drehbuch: John Klappstein / Knighten Richman
Kamera: Kalon McClarty
Musik: John Klappstein
FSK 16
Kanada / 2010

Eine Gruppe junger Leute verbringt ein paar freie Tage in einer Hütte an einem einsamen Waldsee. Man ist mehr oder weniger locker miteinander befreundet, manche rivalisieren auch, und einer von ihnen, der Ex-Junkie Jeremy, wohnt bereits seit einer Woche in der Hütte und hat schon Bekanntschaft gemacht sowohl mit den heißen Girls vom Campingplatz nebenan als auch mit einer (noch) unsichtbaren Gefahr, die im See zu lauern scheint. Doch der Schrecken lässt sich nicht lange bitten und knöpft sich die Kids der Reihe nach vor.


Schon im Vorfeld geht man mit gemischten Gefühlen an diese kanadische Produktion heran, denn wenn ein Film erst 5 Jahre nach seinem Erscheinen eine deutsche DVD Veröffentlichung spendiert bekommt ist das zumeist kein allzu gutes Zeichen. Natürlich bestätigt sich das nicht immer, doch in vorliegendem Fall soll sich diese Befürchtung auf jeden Fall bestätigen. Dabei nimmt sich das Regie Duo John Klappstein / Knighten Richman einer altbekannten und beliebten Thematik an, denn Werke in denen es sich um Körperfresser dreht sorgen doch in den meisten Fällen für äußerst gute und spannende Unterhaltung. Hier kann davon jedoch nur schwerlich die Rede sein, denn das filmische Erstlingswerk der beiden Regisseure kann in keinster Weise auch nur ansatzweise an die Klasse diverser Vorbilder (Die Körperfresser kommen, Body Snatchers) heran reichen und stellt selbst bei einer geringen Erwartungshaltung des Zuschauers noch eine recht herbe Enttäuschung dar. Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen dabei ganz offensichtlich auf der Hand, wobei an erster Stelle wohl das extrem schwache Drehbuch genannt werden muss. Zum einen wimmelt es hier nur so vor Logiklöchern und auf der anderen Seite kann man noch nicht einmal von einer ausgedünnten Rahmenhandlung sprechen, da man sich durchgehend der totalen inhaltlichen Leere gegenüber sieht. So lässt sich dann auch die ganze Zeit über kein richtiger Erzählfluss erkennen und die gesamte Story erscheint viel eher wie eine manchmal willkürliche Aneinanderreihung einzelner Passagen, die streckenweise noch nicht einmal echte Zusammenhänge erkennen lassen.

Damit aber nicht genug, denn in den ersten gut 45 Minuten lässt sich noch nicht einmal der Ansatz eines SCI/FI Horrorfilmes erkennen. Die sogenannte Einführung in das Geschehen fällt dabei nicht nur viel zu lang aus, die Macher präsentieren in dieser Zeitspanne zudem auch noch dümmliche Dialoge, in denen größtenteils lediglich Kraftausdrücke und Schimpfworte benutzt werden. Ansonsten passiert eigentlich überhaupt nichts und es gibt auch keinesfalls eine nähere Einführung der einzelnen Figuren, die durch die Bank äußerst blass agieren und jederzeit vollkommen austauschbar erscheinen. Über das Schauspiel der Darsteller sollte man besser den Mantel des Schweigens hüllen, denn die gezeigten Leistungen spotten in der Regel so ziemlich jeder Beschreibung. Nachdem man dann die absolut überflüssigen 45 Minuten hinter sich gebracht hat nimmt das Szenario dann zumindest ein wenig an Fahrt auf. Wer nun aber denkt das er für die bisher erlittene Qual entschädigt wird sieht sich getäuscht, denn auch die letzten gut 30 Minuten von "Dark Invasion" hätte man sich eigentlich sparen können. OK, nun tritt zumindest die angekündigte Thematik ein wenig in den Vordergrund, doch die Umsetzung des Ganzen gestaltet sich extrem stümperhaft und dürfte nicht bei vielen Leuten auf Begeisterung stoßen.

Ein paar billige Effekte lassen den letzten Zweifel verschwinden das es sich hier wohl um eine äußerst billige Produktion handelt, wobei man diese Erkenntnis auch schon weitaus früher erfahren hat. Aber wenigstens beinhalten die letzten Minuten ein wenig Tempo und Unterhaltungswert, doch diese minimal positive Erkenntnis bewahrt den Film keinesfalls davor, als echter Rohrkrepierer in die Geschichte einzugehen. Das gesamte Szenario wirkt absolut billig und schlecht, so das man sich ganz unwillkürlich die Frage stellen muss, warum die Macher einen solchen Schund in Szene gesetzt haben. Selbst mit einem kleinen Budget hätte man zumindest eine runde, atmosphärische und vor allem stimmige Geschichte erzählen können, doch stattdessen quält man den Betrachter regelrecht mit unsinnigen und völlig deplacierten Fäkalausdrücken und untermalt das Ganze auch noch mit ansonsten sinnbefreiten Wortwechseln, die lediglich den insgesamt extrem schwachen Gesamteindruck unterstreichen.

Normalerweise versucht man eigentlich immer einem Film zumindest gewisse positive Aspekte abzugewinnen, doch im Fall von "Dark Invasion" kann man sich noch so viel mühe geben, man wird in dieser Beziehung einfach nicht fündig. Wenn das Gesehen nun wenigstens eine trashige Note enthalten würde könnte man zumindest eine Empfehlung für die Freunde des schlechten Geschmacks aussprechen, doch selbst aus diesem Blickwinkel kann der Film in keinster Weise punkten. Er ist einfach nur schlecht und phasenweise gar schon unerträglich, so das man besser die Hände von dieser obskuren Inszenierung lassen sollte und lieber zu Klassikern wie "Die Dämonischen" oder "Die Körperfresser kommen" greifen sollte.


Fazit:


Die Laufzeit von knapp 75 Minuten ist das einzig Bemerkenswerte was man diesem Schund abgewinnen kann, denn so ist die regelrechte Folter für die Augen verhältnismäßig schnell vorbei. Dennoch handelt es sich einmal mehr um unnötig vergeudete Lebenszeit, die man besser mit angenehmeren Dingen verbracht hätte.


2/10

Keine Kommentare: