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Freitag, 28. August 2015

Jurassic City






Jurassic City
(Jurassic City)
mit Ray Wise, Kevin Gage, Dana Melanie, Kayla Carlyle, Vernon Wells, Jack Forcinito, Sofia Mattsson, Robert LaSardo, Benjamin Easterday, Kelcey Watson, Monique Parent, Timothy Muskatell, Vanessa V. Johnston
Regie: Sean Cain
Drehbuch: Sean Cain
Kamera: Stuart Brereton
Musik: Mario Salvucci
FSK 16
USA / 2014

Als es in einem streng geheimen Labor zu einem Unfall kommt, können hochgefährliche Raptoren ausbrechen. Eine Spezialeinheit wird losgeschickt, um die hungrigen Dinosaurier aufzuhalten, bevor sie Los Angeles dem Erdboden gleichmachen. Doch nach ihrer Flucht kennen die Fleischfresser kein Halten mehr: Sie sorgen dafür, dass das Blut in der Stadt fließt. Einige junge Studentinnen, die von der Polizei wegen einer aus dem Ruder gelaufenen Party mit aufs Revier genommen werden, trifft es besonders hart: Sie müssen sich mit den mörderischen Gefängnisinsassen zusammentun - sonst haben sie keine Chance, den Dinosauriern zu entkommen...


Der deutsche Filmtitel deutet schon an, das der Zuschauer in vorliegendem Fall wohl ganz augenscheinlich mit einer recht billigen "Jurassic Park" Variante geködert werden soll. Nun könnte man in diesem Fall zumindest mit einer kurzweilig unterhaltenden Trash Produktion rechnen, doch ehrlich gesagt gestaltet sich "Jurassic City" in großen Teilen viel eher schlecht und bietet einem eher selten erwähnenswerte Schauwerte. In erster Linie ist das wohl auf die visuelle Darstellung der Dinosaurier zu beziehen, denn diese ist doch von eher mittelmäßigen bis schlechten CGI Effekten gekennzeichnet. Doch auch im Bezug auf die Geschichte und das dargebotene Schauspiel der Akteure gibt es kleider nicht viel gutes zu berichten, offenbart sich doch einerseits eine vollkommen hanebüchene Story Line und zum anderen fällt die eher unbekannte Darsteller Riege lediglich dadurch ins Auge, das sie durch ständiges Gekreische einiger Studentinnen und ungelenkem Schauspiel auf sich aufmerksam macht.

Spannung oder eine dichte Atmosphäre sucht man leider völlig vergebens, stattdessen wird man von der ersten Minute an mit einem Plot konfrontiert, der noch nicht einmal diskrete Andeutungen für die Ereignisse beinhaltet. So erscheint das Ganze dann auch stellenweise absolut sinnfrei und lässt in diversen Passagen auch den Eindruck entstehen, das in dem teils skurrilen Geschehen relativ wenig Dinge wirklich zusammen passen. Durchzogen von zumeist dümmlichen Dialogen kämpfen sich die Protagonisten durch die mehr oder minder abwegige Situation in der sie sich befinden, was die Chose nun auch nicht unbedingt erwähnenswert aufwerten kann. Das der Film nicht zu einem totalen Rohrkrepierer mutiert ist ausschließlich dem Umstand zu verdanken, das Regisseur Sean Cain zumindest ein wenig Dino Action eingebaut hat, was an mehreren Stellen für ein wenig Kurzweil sorgen kann.

Allerdings sollte man keinesfalls grandiose Action Sequenzen erwarten, bewegt man sich hier doch vielmehr im Bereich eines B oder gar C Movies, was man "Jurassic City" auch in jeder Phase anmerkt. Wirklich erfreuen kann man sich lediglich am Anblick einiger recht hübsch anzusehender Mädels im Bikini, was letztendlich aber auch nicht über deren mangelndes Schauspieltalent hinweg täuschen kann, denn an diesem Punkt wird ganz eindeutig mangelndes Talent durch optische Reize ersetzt. Nun hört sich das alles in der Summe nicht wirklich überzeugend an, doch trotzdem kann man sich dieses Werk durchausd einmal zu Gemüte führen, wenn man gerade nichts Besseres zu tun hat. Die eigenen Erwartungen sollte man dabei allerdings relativ niedrig ansetzen, denn im Endeffekt handelt es sich maximal um einen Film auf typischem RTL 2 Niveau.

Man hat wahrlich schon weitaus bessere Filme gesehen, doch trotz seiner unübersehbaren Unzulänglichkeiten bereitet "Jurassic City" zumindest phasenweise recht trashige Unterhaltung. Jenseits jeglicher Logik und nachvollziehbarer Handlungsweisen präsentiert sich ein Szenario, das im Grunde genommen nur einem kranken Hirn entsprungen sein kann. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ergibt sich aber auch ein gewisser Reiz, denn irgendwie ist es schon recht interessant auf welch dümmliche Ideen manche Regisseure kommen. Sean Cain setzt in diesem Bezug fast schon neue Maßstäbe, denn seine Geschichte ist dermaßen abstrus, das man gelegentlich nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann.


Fazit:


Rein filmisch gesehen handelt es sich hier fast schon um einen Totalschaden, doch aus der Sichtweise eines Trash Liebhabers kann man dieser Produktion zumindest streckenweise etwas abgewinnen. Wenn man bereit ist eine Menge Abstriche in Kauf zu nehmen kann man einen Blick riskieren, ansonsten sollte man lieber gar nicht erst zu der Blu-ray greifen.


4/10

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