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Freitag, 9. Oktober 2015

Apocalyptic - Their World Will End






Apocalyptic - Their World Will End
(Apocalyptic)
mit Jane Elizabeth Barry, David Macrae, Geoff Pinfield, Tom McCathie, Rachel Torrance, Ashleigh Gregory, Zoe Imms, Janice Paull, Natalia Nespeca, Donna Pope, Nalini Vasudevan, Felicity Steel, Meghan Scerri, Lauren Adams
Regie: Glenn Triggs
Drehbuch: Glenn Triggs
Kamera: Glenn Triggs
Musik: Glenn Triggs
FSK 16
Australien / 2014

Die Reporterin Jobie Black bricht auf um im australischen Busch die geheimen Machenschaften eines Weltuntergangs-Kult zu dokumentieren und ihn vor der Welt bloß zu stellen. Was sie dort vorfindet, ist eine eng verwobene Gemeinschaft, bestehend aus Frauen, Kindern und dem Anführer der Gruppe, Michael Godson. Dieser behauptet, in dem Körper eines lebendigen Gottes zu stecken. Die Nachforschungen enthüllen die dunklen Geheimnisse des Kults,doch als Black versucht Alarm zu schlagen, gerät die Situation außer Kontrolle und sie muss um ihr Leben kämpfen.


Auch wenn es in letzter Zeit nicht mehr zu dieser regelrechten Found Footage Schwemme gekommen ist erfreut sich das Sub Genre immer noch recht großer Beliebtheit. Glenn Triggs hat sich so für seine erste Regiearbeit dieses Drehstils bedient und eine eher gewöhnungsbedürftige Geschichte auf die Beine gestellt. In dieser versuchen eine Reporterin und ihr Kameramann einer ominösen Sekte auf die Schliche zu kommen, die anscheinend einen komischen Weltuntergangs - Kult betreibt. Im ersten Moment hört sich das gar nicht einmal uninteressant an, doch ehrlich gesagt haut einen die Umsetzung der Erzählung nicht unbedingt vom Hocker. Vor allem die ersten gut 45 Minuten ziehen sich dabei fast wie ein Kaugummi und bis auf diverse eher sinnbefreite Dialoge wird dem Zuschauer so gut wie überhaupt nichts geboten. Und so muss man sich dann in erster Linie mit einem Gandhi für Arme zufrieden geben, denn als eben solchen kann man Sektenführer Michael ohne Weiteres ansehen. Der gute Mann herrscht über einige Frauen und junge Mädchen, wobei man Männer vollkommen vergebens sucht, da diese laut diversen Aussagen einer Prophezeiung zum Opfer gefallen sind, an die man innerhalb der skurrilen Sekte glaubt. Was hinter dem Ganzen steckt wird einem häppchenweise im Laufe der Zeit auch nur dezent angedeutet und den Rest muss man sich dann eben in seinem eigenen Kopf zusammen spinnen.

Im Mittelpunkt steht jedoch vielmehr das völlig unprofessionelle Verhalten des Reporter Teams das jegliche Distanz vermissen lässt und sich immer mehr in die Belange der Gruppe einmischt. Doch auch wenn damit im Prinzip jegliche Richtlinien des Berufsstandes mit Füßen getreten werden, kann man die Einmischung aus menschlicher Sicht absolut nachvollziehen. Die Ereignisse sind dabei mit allen möglichen Klischees versehen und man kommt irgendwie nicht wirklich umhin, sich die Frage nach dem echten Sinn dieses Filmes zu stellen. Eine Antwort muss sich ein jeder allerdings selbst geben, denn obwohl Triggs sich sehr wohl bemüht die mit Klischees überladene Sekten Thematik spannend an den Mann zu bringen, gelingt ihm dies nur sehr sporadisch.

Zu dröge zieht sich ein Großteil des Geschehens künstlich in die Länge und wartet erst im letzten Drittel mit einer dezenten Temposteigerung auf, die das Gesamtbild aber auch nicht sonderlich aufwarten kann. Übrig bleibt der Versuch eines Horror-Dramas, das den Betrachter leider nicht die ganze Zeit über unterhalten kann. Insbesondere das äußerst abrupte Ende der Geschichte stößt einem dann besonders übel auf und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das dem Szenario noch diverse Elemente fehlen, um einen abgerundeten Gesamteindruck zu hinterlassen. Eigentlich ist das schade, denn aus der vorliegenden Thematik hätte man mit etwas mehr Gespür für das Wesentliche viel mehr heraus holen können, doch leider hat man an dieser Stelle unnötig viel vorhandenes Potential liegen gelassen. Trotz dieser offensichtlichen Defizite geht aber dennoch ein gewisser Reiz von dem Szenario aus und in einzelnen Phasen entsteht sogar ein leichtes Gefühl der Beklemmung. 

So kann man im Endeffekt einige durchaus gute Ansätze attestieren, die von den Machern allerdings nicht konsequent ausgearbeitet wurden. Vielleicht liegt dies darin begründet das es sich bei "Apocalyptic" um ein Erstlingswerk handelt und auch das offensichtlich äußerst geringe Budget mag eine Rolle spielen, aber insgesamt gesehen dürfen diese Punkte keinesfalls als Entschuldigung dienen. Meiner ganz persönlichen Meinung nach fehlt es dem Regisseur viel eher am nötigen Talent, um einer Geschichte wie dieser auch die nötigen Zutaten einzuverleiben, damit man den Zuschauer von Anfang bis Ende begeistern kann. Übrig bleibt dann lediglich eine Produktion die man sich ohne Weiteres einmal anschauen kann, die aber sicherlich keinen allzu nachhaltigen Eindruck hinterlassen dürfte.


Fazit:


Man hätte hier weitaus mehr bewerkstelligen können, doch in vorliegender Form handelt es sich um einen Found Footage Vertreter, der sich am unteren Rand des Durchschnittsbereiches ansiedelt. Wenn man einige Aspekte etwas ausführlicher beleuchtet hätte wäre eine bessere Wertung möglich gewesen, so reicht es dann allerdings nur zu...


...4/10

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