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Montag, 5. Oktober 2015

Battle for SkyArk






Battle for SkyArk
(Mr. Monster)
mit Caon Mortenson, Garrett Coffey, Taylor Coliee, Riley Jane, Luke Davis, Chantal Thuy, Yoel Bautista, Circus-Szalewski, Jada Facer, William Fitzgerald, Frederic Jean, Greg Lucey, Monika MarLee, Jaden Martin
Regie: Simon Hung
Drehbuch: Simon Hung / Guy Malim
Kamera: Hiroyuki Haga
Musik: Josh Cruddas
FSK 12
USA / 2014

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Erde zu einem kranken und gefährlichen Ort geworden, beherrscht von bizarren Monstern. Die Menschen haben sich in den Orbit geflüchtet und bewohnen nun SkyArk, eine künstliche Stadt in der Erdumlaufbahn. Doch bald wird es zu eng auf SkyArk und nur die Starken und die Reichen erobern sich das Bleiberecht. Arme und Schwache wie z.B. Waisenkinder werden auf der Erde entsorgt. Rags Vater zettelt einen Aufstand gegen die Mächtigen an, doch er wird erschossen. Sein Sohn wird zur Sühne mit 13 Schandzeichen gebrandmarkt und zur Erde geschickt. Dort gibt es unter den Kindern eine Prophezeiung. Sie besagt, dass ein Junge mit 13 Malen kommen wird, um sie alle zu retten. Aber Rags ist nur der unerfahrene Sohn eines Rebellen …


Eine Art Mad Max für Kinder


So ungefähr könnte man die Grundidee beschreiben, die Simon Hung anscheinend für seine erste Regiearbeit hatte. An sich gibt es daran nichts auszusetzen, doch die Umsetzung des Ganzen passt dann nur in den wenigsten Passagen in das hier gezeigte Szenario. Ganz augenscheinlich soll der junge Rags hier zu einem Helden aufgebaut werden, doch dieses Ansinnen funktioniert im Prinzip überhaupt nicht, was sicherlich auch im Schauspiel des jugendlichen Hauptdarstellers begründet ist. Dieses präsentiert sich nämlich relativ laienhaft, doch diese Umschreibung kann man auch ganz generell auf die Leistungen sämtlicher Akteure anwenden. Es wird größtenteils hölzern und staksig agiert, zudem fehlt es sämtlichen Personen an der nötigen Ausdruckskraft, um das dargestellte Geschehen zumindest einigermaßen unterhaltsam zum Zuschauer zu transportieren. Dieser Eindruck manifestiert sich schon nach wenigen Minuten Spielzeit, denn eigentlich offenbart "Battle for Skyark" von Beginn an, das man bei diesem Film keinerlei Erwartungen hegen sollte. So gestaltet sich die Geschichte trotz sicherlich vorhandenen Potentials extrem belanglos und ohne jegliche Höhepunkte. Die Ereignisse plätschern regelrecht belanglos vor sich hin und die dazu gehörigen Dialoge sind auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

Zudem eröffnet sich an mehreren Stellen eine Art des unfreiwilligen Humors, was den Abläufen stellenweise schon einen eher albernen Anstrich verpasst. Es hakt ganz einfach an allen Ecken und Enden und ehrlich gesagt widersteht man während der knapp 90 Minuten Laufzeit nur sehr schwer dem Drang, die Blu-ray frühzeitig wieder aus dem heimischen Player zu entfernen. Zu billig und unausgegoren erscheint einem diese schlecht umgesetzte Story, in der auch noch nicht einmal der Ansatz eines dramaturgischen Spannungsbogens zu erkennen ist. Sicherlich stand dem Wer ganz offensichtlich kein sonderlich hohes Budget zur Verfügung, doch kann dieser Umstand keinesfalls als Entschuldigung für die unzähligen Mankos dienen, die Simon Hung dem Betrachter hier präsentiert. Vielmehr verhält es sich wohl eher so, das es dem guten Mann am nötigen Talent fehlt, ansonsten ist diese fast schon filmische Katastrophe nur schwerlich zu erklären. Wenn man nun zumindest mit einigen sehenswerten Action Einlagen rechnen könnte dann wäre wenigstens ein gewisser Unterhaltungswert vorhanden, der sich allerdings auch nur an wenigen Stellen zu erkennen gibt.

Lediglich die in manchen Momenten leicht durchschimmernde Endzeitstimmung rettet den Film dann vor der totalen Katastrophe, wobei dem Szenario in diesem Bezug sogar seine recht karge Ausstattung zu gute kommt. Leider ist das natürlich nicht ausreichend um die ganzen anderen Mängel zu kaschieren, zu offensichtlich tritt dafür die mangelnde Fähigkeit des Regisseurs in den Vordergrund, aus den vorhandenen Zutaten ein zumindest ordentliches Gesamtpaket zu schnüren. Selbst vom reinen Unterhaltungswert her erreicht "Battle for Skyark" noch nicht einmal den Durchschnittsbereich, was meiner persönlichen Meinung nach durchaus hätte vermieden werden können. 

Wie dem auch sei, manch einer wird diesem Film eventuell sogar etwas abgewinnen können, doch ganz nüchtern und realistisch betrachtet handelt es sich um einen echten Rohrkrepierer, den man sich besser verkniffen hätte. 90 Minuten gähnende Langeweile, mieses Schauspiel und eine Anhäufung etlicher Banalitäten sorgen so dafür, das man im Prinzip nur zu einem eher vernichtenden Urteil gelangt. Sorry, aber das war so gut wie gar nichts Mr. Hung und vielleicht sollte man in ihrem Fall ganz dringend über einen Berufswechsel nachdenken, der nach dieser filmischen Bauchlandung unbedingt anzuraten wäre.


Fazit:


Ein Satz mit X, das war wohl nix. Mit dieser Bemerkung trifft man ziemlich genau ins Schwarze und beschreibt genau den Eindruck, zu dem man bei der Sichtung dieses Filmes gelangt. 


2/10

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