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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Raiders of the Lost Shark






Raiders of the Lost Shark
(Raiders of the Lost Shark)
mit Dan Desmarais, Peter Whittaker, Kitty Kamieniecki, Angela Parent, Pavel Lubanski, Candice Lidstone, Jessica Huether, Kendra Summerfield, Anik Rompré, Catherine Mary Clark, Caren MacNevin, Mel Guibz, Scott McClelland
Regie: Scott Patrick
Drehbuch: Brett Kelly / David A. Lloyd / Trevor Payer
Kamera: keine Informationen
Musik: keine Informationen
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Vier Freunde fahren mit dem Boot raus, um auf einer abgelegenen, idyllischen Insel zu entspannen. Natürlich haben sie keine Ahnung, dass zeitgleich aus einem militärischen Labor ein waffenfähiger Hai entflieht. Waffenfähig? Aber klar doch, er wurde als Waffe gezüchtet und genetisch so verändert, dass er Hass im Blut hat. Fortan jagt er jedes menschliche Wesen, das sich in seiner Reichweite befindet. In der sind auch die vier Freunde, die schnell merken, dass man von der Spitze der Nahrungskette schnell abgelöst wird, wenn man sich ins Wasser traut und auf einen hasserfüllten Hai trifft. Das Böse hat einfach Hunger!


Es gibt Filme, die man definitiv so schnell wieder vergessen sollte wie man sie gesehen hat, da ansonsten das menschliche Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden kann. "Raiders of the Lost Shark" zählt wohl unbestritten zu dieser Kategorie, denn was einem ein gewisser Scott Patrick hier präsentiert, geht wahrlich auf keine Kuhhaut. Dabei weckt das Cover der deutschen DVD doch durchaus Interesse beim Zuschauer und auch die Inhaltsangabe verspricht trotz offensichtlicher Trash Elemente ein insgesamt unterhaltsames Filmvergnügen. Neben der Netto Laufzeit von gerade einmal 60 Minuten sind das aber auch schon die einzigen positiven Aspekte, denn das dargebotene Szenario kann die eventuell aufkeimenden Hoffnungen noch nicht einmal im Ansatz erfüllen. Wenn es sich zumindest um gut unterhaltenden und witzigen Trash handeln würde wäre das alles noch positiv anzusehen, doch dieses extrem üble Machwerk spottet von der ersten Minute an wirklich jeder Beschreibung.

Eher selten liegt der Fall vor, das ein Film den Zuschauer für lange Zeit sprachlos zurück lässt, doch nach der Ansicht von "Raiders of the Lost Shark" braucht man wirklich eine geraume Zeitspanne, um den eben gesehenen Müll so richtig zu verdauen. Umso erstaunlicher erscheint dabei die Tatsache, das ganz offensichtlich drei Personen für ein Drehbuch verantwortlich zeichnen, das im Grunde genommen überhaupt nicht vorhanden ist. Das Schlimmste an der Sache ist jedoch die sogenannte filmische Umsetzung einer Story, die man ohne wenn und aber als absoluten filmischen Bodensatz bezeichnen kann. Hier passt überhaupt nichts zusammen, so hat man beispielsweise die sogenannte Darsteller Riege anscheinend frisch bei der Job Börse gecastet, denn ganz augenscheinlich hat nicht einer der Protagonisten je eine Schauspielschule von innen gesehen. Ausgestattet mit einer geradezu quälenden deutschen Synchronisation und unsäglichen Dialogen ergibt sich so für den Betrachter eine Stunde voller Pein und Qualen.

Als wenn das nicht schon genug wäre, hat man das Ganze auch noch mit Effekten ausgestattet, gegen die jede Asylum Produktion wie ein wahres Meisterwerk erstrahlt. Wer diesen Ausführungen keinen Glauben schenken mag sollte sich selbst davon überzeugen, darf sich dann hinterher aber keinesfalls über die ersten Anzeichen von Augenkrebs beschweren. Nun versucht man zwar in der Regel, selbst dem miesesten Film etwas Gutes abzugewinnen, bis auf den frühzeitig einsetzenden Abspann fällt einem jedoch nicht annähernd etwas ein, das man auch nur im Ansatz positiv bewerten könnte. Wenn es anderen Produktionen oft genug an einigen Ecken und Enden an etwas fehlt, so kann man in vorliegendem Fall getrost das Gesamtwerk in jeder einzelnen Nuance als absoluten Müll bezeichnen. Im Prinzip muss man es sogar als pure Frechheit ansehen, das diese filmische Grütze überhaupt ihren Weg auf eine DVD gefunden hat, viel schlimmer erscheint jedoch die Tatsache, das dieser Rotz überhaupt gedreht wurde.

Das Budget betrug anscheinend geschätzte 350.000$, wobei man sich während der Sichtung der Geschichte mehr als einmal die Frage stellen muss, wohin dieses Geld nun wirklich geflossen ist. Vielleicht ist ein Großteil der Summen für Drogen ausgegeben wurden, denn sämtliche Beteiligten können keinesfalls bei klarem Verstand gewesen sein, als dieser total hirnrissige Mumpitz hergestellt wurde. Wie dem aber auch sei, in vorliegendem Fall kann man noch nicht einmal eine bedingte Empfehlung für eine bestimmte Zielgruppe aussprechen, wobei extreme Masochisten andererseits ihre helle Freude an diesem Mist haben dürften. "Raiders of the Lost Shark" zählt jedenfalls für mich persönlich zu den schlechtesten Filmen die ich je begutachten durfte und ein zweites Mal werde ich mir diese Pein ganz sicher nicht auferlegen.


Fazit:


Eigentlich dürfte man nicht einen einzigen Punkt an dieses üble Machwerk verschwenden, doch selbst der schlimmste Schund hat allein aus Gründen des Respektes einen Gnadenpunkt verdient.


1/10

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