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Samstag, 21. November 2015

Dark Alien






Dark Alien
(Lost Time)
mit Rochelle Vallese, Luke Goss, Robert Davi, Derek Mears, Lin Shaye, Jenni Blong, Vyto Ruginis, Chelsea Ricketts, Maria Olsen, Tonya Cornelisse, Jennifer Cortese, Todd Cattell, Stephanie Lesh-Farrell, George Noory
Regie: Christian Sesma
Drehbuch: Christian Sesma / Kenneth Owens / Rochelle Vallese
Kamera: Anthony J. Rickert-Epstein
Musik: Nedy John Cross
FSK 16
USA / 2014

Kurz nachdem Valerie erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt, verschwindet ihre Schwester Melissa spurlos. Monate später wird Melissa noch immer vermisst, aber Valerie ist wieder gesund. Sie widmet ihr gesamtes Leben der Suche nach Melissa. Ihre Alpträume und Visionen deuten auf eine Entführung durch Aliens hin. Dr. Reed, ein Wissenschaftler, scheint ihre These zu unterstützen. Er will Valerie helfen, doch dafür muss sie sich in sein Institut einweisen lassen. Dort spielen sich Dinge fern jeder Erklärung ab. Valerie ist jetzt eine Gefangene und nur ihr Freund Carter kann ihr jetzt noch helfen.


Wenn man einmal ein Auge auf die bisher veröffentlichten Bewertungen zu diesem Film wirft dann muss man ohne Zweifel feststellen, das diese zum großen Teil eher schlecht ausfallen. Dabei freut man sich doch immer wieder auf jeden neuen Genre Beitrag, der sich mit der Thematik der Entführungen durch Außerirdische Lebensformen annimmt, wobei allerdings nur die wenigsten davon auch wirklich gut gelungen sind. Auch der vorliegende "Dark Alien" ist ganz sicher kein Meisterwerk auf seinem Gebiet, warum das Werk von Christian Sesma jedoch in der Regel fast schon abgestraft wird ist nicht so ganz nachzuvollziehen. Immerhin ist man sogar bemüht dem Ganzen einen Hauch von Innovation einzuverleiben und beleuchtet das Thema einmal etwas anders, als wie man es ansonsten gewohnt ist. Gerade dieser Gesichtspunkt mag aber manch einem eher befremdlich erscheinen, denn zugegebenermaßen gestaltet sich das Szenario phasenweise ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Es ist natürlich reine Geschmackssache, aber mir persönlich hat der etwas andere Geschichtsverlauf recht gut gefallen und auch die an manchen Stellen etwas wirr erscheinenden Visionen sind ein gelungenes Stilmittel, um diesem Film einen nicht alltäglichen Anstrich zu verleihen. Und so sollte der Zuschauer auch nicht unbedingt mit den ansonsten üblichen Erwartungen an die hier in Szene gesetzte Entführungs Thematik heran gehen, sondern seinen Geist für eine andere Herangehensweise an die Dinge öffnen. Das mag nicht jedem gefallen, doch immerhin bietet "Dark Alien" ein paar nette Ansätze, die allerdings leider nicht mit der letzten Konsequenz ausgearbeitet wurden. Diesen Aspekt muss sich der Regisseur dann auch vorwerfen lassen, denn man hätte noch weitaus mehr aus dieser Story heraus holen können, um so dann in letzter Instanz einen richtig guten Beitrag abzuliefern.

In vorliegender Form kommt die Geschichte dann aber nicht über den normalen Durchschnitt hinaus, denn streckenweise verlaufen die guten Ansätze leider im Sand. Dadurch entsteht im Gesamtergebnis ein teils unausgegorener Eindruck und das ist im Prinzip sehr schade, da mit etwas mehr Feingefühl ein weitaus besseres Ergebnis möglich gewesen wäre. Dazu hätte man dann aber auch bessere Darsteller gebraucht, denn insbesondere Hauptdarstellerin Rochelle Vallese agiert teilweise relativ unscheinbar. Dabei eröffnet doch gerade ihre Rolle eine Menge an Potential für eine gelungene Performance, aber bis auf einige, wenige gute Momente kann man der guten Frau lediglich bescheinigen, das sie stets bemüht war die Anforderungen zu erfüllen.

Die restlichen Akteure kann man schwerlich beurteilen, da sie allesamt über den Status der Nebenrolle nicht hinweg kommen und so wenig Möglichkeiten zur Entfaltung haben. Luke Goss und Robert Davi haben zwar auch so ihre Augenblicke, bleiben aber insgesamt eher blass. Wirklich passend kommt dafür die musikalische Untermalung des Szenarios daher und auch die sehr blasse Farbgebung steht dem Ganzen gut zu Gesicht, entsteht so doch zumindest eine eher düstere Grundstimmung. Insbesondere in den ersten Minuten ist die Optik fast schon aschfahl, was die thematisierte Krebserkrankung der Hauptfigur noch zusätzlich hervor hebt, so das in dieser Beziehung ein äußerst stimmiger Eindruck entsteht. Letztendlich gestaltet sich "Dark Alien" dann wie der fast typische Durchschnittsfilm, denn einerseits finde ich ihn keinesfalls so schlimm wie manche Kritik es eventuell vermuten lässt, andererseits wurde einmal mehr eine Menge an Potential liegen gelassen. Aus der Geschichte hätte man nämlich wirklich viel mehr machen können und dann würden wir uns höchstwahrscheinlich um einen richtig tollen Film unterhalten, in der vorliegenden Form handelt es sich aber lediglich um einen Beitrag, den man sich aufgrund einiger guter Ansätze ruhig einmal anschauen kann.


Fazit:


Filme dieser Art ärgern mich persönlich immer ganz besonders, denn trotz innovativer Ideen lassen sie die nötige Konsequenz vermissen, um im Endeffekt aus der breiten Masse heraus zu stechen. Trotzdem kann man "Dark Alien" durchaus eine Sichtung zukommen lassen, sollte die eigenen Erwartungen jedoch keinesfalls zu hoch ansetzen.


5/10

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