Follower

Sonntag, 29. November 2015

Maniacs - Die Horrorbande






Maniacs - Die Horrorbande
(Neon Maniacs)
mit Clyde Hayes, Leilani Sarelle, Donna Locke, Victor Brandt, David Muir, Marta Kober, P.R. Paul, Jeff Tyler, Amber Denyse Austin, James Acheson, Chuck Hemingway, Bo Sabato, Jessie Lawrence Ferguson, John Lafayette, Gene Bicknell
Regie: Joseph Mangine
Drehbuch: Mark Patrick Carducci
Kamera: Joseph Mangine / Oliver Wood
Musik: Kendall Schmidt
FSK 18
USA / 1986

Natalie feiert ihren Geburtstag mit Freunden nachts im Stadtpark. Plötzlich taucht ein Haufen finsterer Getalten auf. Was zunächst nach einem Halloween-Spaß ausschaut, wird bald blutiger Ernst. Die blutrünstige Bande metzelt alles nieder. Lediglich Natalie kann sich im Van verschanzen und überlebt. Da aber keine Leichen zu finden sind und es bis auf merkwürdigen grünem Schleim auch keinerlei Spuren gibt, glaubt ihr Niemand. Die neugierige Hobbyfilmerin Paula geht der Sache auf eigene Faust nach und findet heraus, wie die Horrorbande zu besiegen ist. Gemeinsam mit Natalies Freund Steven wollen sie beim "Battle of the Hands" an Halloween die Kreaturen zurück in die Hölle schicken…


Und wieder einmal trifft man bei diesem 80er Jahre Werk auf einen eher unbekannten Horror/Trash-Flick, der ganz sicher in inhaltlicher Hinsicht nicht besonders viel zu bieten hat, aber durch seine teils sehr skurrile Inszenierung einen recht hohen Unterhaltungswwrt beinhaltet. Das liegt in erster Linie ganz bestimmt an den Charakteren der sogenannten "Neon Maniacs", die schon durch ihre äusserst trashige Darstellung für so manchen Lacher sorgen. Scheinbar nicht von dieser Welt, geht diese Bande allabendlich auf Beutejagd und tötet dabei scheinbar wahllos Jugendliche, ohne das irgendein Motiv dafür vorliegt. Herrlich ist hierbei vor allem die abwechslungsreiche Gestaltung der einzelnen Killer, wird man doch beispielsweise mit einem Höhlenmenschen, Aliens oder auch mit einem Samurai konfrontiert, die lustig vor sich hin metzeln.

Nun ist zwar nicht unbedingt ein hoher Härtegrad zu verzeichnen, denn großartig blutige oder richtig brutale Passagen gibt es nicht zu begutachten, weshalb die doch recht hohe Alterseinstufung nicht ganz nachvollziehbar erscheint. Aber dennoch ist das Morden der Bande recht witzig anzusehen, ergibt sich doch in mehreren Situationen eine äusserst skurrile Situationskomik, der man eine ganze Menge abgewinnen kann. Man sollte jedoch keine absoluten Höhepunkte innerhalb der Geschichte erwarten, die sich zwar auf einem ziemlich gleichmäßigen Niveau ansiedelt, dabei allerdings keine besonderen rausreisser bietet. Was jedoch sehr gut zum Vorschein kommt, ist diese typische 80er Jahre Atmosphäre, die man aus fast allen Werken der damaligen Zeit gewohnt ist und die auch das damalige lebensgefühl besonders gut zum Ausdruck bringt.

Wenn man hier von einem wirklichen Höhepunkt sprechen will, dann ist es sicherlich die Art, wie man die "Neon Maniacs" bekämpfen kann, denn ist diese doch so banal wie auch witzig. Braucht man doch lediglich stinknormales Wasser um der Bande den Garaus zu machen, was zwar nicht gerade von viel Innovation geprägt ist, dem Geschehen aber gerade seine trashige Note verleiht. So sind doch im Laufe der Geschichte alle Protagonisten mit Wasserpistolen bewaffnet, wobei selbst die Polizei keine Ausnahme darstellt. Auf manch einen mag das jetzt einen eher albernen und grotesken Eindruck machen, verleht es aber den Ereignissen einen äusserst humoristischen Beigeschmack, der absolut perfekt in diese nicht ganz ernstzunehmende Story hineinpasst. Und das ist auch die Grundvorraussetzung für diesen Film, man sollte von der ersten Minute an nicht zu zu großer Ernsthaftigkeit an das Szenario herangehen, denn dafür ist der Film ganz einfach nicht ausgelegt. Vielmehr sollte eine gewisse Vorliebe für Trashfilme vorhanden sein, denn nur dann kommt man auch wirklich auf seine Kosten.

Regisseur Joseph Mangine hat mit "Neon Maniacs" einen absolut sehenswerten Flick aus Horror-und Trash abgelegt, der insbesondere durch seine extrem skurrilen Figuren zu überzeugen weiss. Trotz der hohen Alterseinstufung sollte man keinesfalls einen blutigen und harten Film erwarten, da die Tötungen zumeist nur im Ansatz gezeigt werden. Dafür beinhaltet die Geschichte aber jede Menge skurrilen Charme und ist auch teilweise recht witzig in Szene gesetzt worden, was für eine Menge Unterhatungswert sorgen kann.


Fazit:


Ohne mit sonderlichen Höhepunkten gespickt zu sein ist "Neon Maniacs" ein Film, der eigentlich die ganze Zeit über sehr kurzweilige und trashige Unterhaltung bietet. Sicherlich stellt dieses Werk kein Highlight des Genres dar, sollte aber insbesondere für Freunde des grotesken Humors ein absoluter Geheimtipp sein, den man sich jederzeit gut anschauen kann. 


6/10

Keine Kommentare: