Follower

Freitag, 4. Dezember 2015

Jurassic Prey






Jurassic Prey
(Jurassic Prey)
mit Houston Baker, James Carolus, Todd Carpenter, Bob Dennis, Steve Diasparra, Danielle Donahue, Austin Dragovich, Frank Humes, Kelsey Kaufmann, Jeff Kirkendall, Mark Polonia, Richard Rawson, Laurie Smith, Ken Van Sant
Regie: Mark Polonia
Drehbuch: John Oak Dalton
Kamera: Paul Alan Steele
Musik: Greg Stanina
FSK 16
USA / 2015

Eine Frau stiehlt von ihrem Ehemann, einem Mafiaboss, viel Geld, um zusammen mit ihrem Liebhaber ein neues Leben beginnen zu können. Derweil überfallen ein früherer, heruntergekommener Kinderstar und seine Kumpel eine Bank, während ihnen ein Polizist im Nacken sitzt. Sie alle finden sich in einer abgelegenen Hütte wieder, nichts ahnend, dass sie viel größere Probleme haben: Denn um die Hütte herum schleicht ein prähistorisches Monster - und es ist hungrig!


Eigentlich ist es wenig überraschend, das im Vorfeld eines Blockbusters wie "Jurassic World" diverse kleinere Produktionen auf dem Markt erscheinen, die ebenfalls die Dinosaurier Thematik beinhalten. Natürlich geht es dabei lediglich darum, sich eventuell auch ein kleines Stück vom Kuchen zu ergattern und einige Dollars zu verdienen. Nach dem eher schwachen "Jurassic City" kommt nun Regisseur Mark Polonia mit seinem "Jurassic Prey" um die Ecke und präsentiert dabei eine Geschichte, die unter rein filmischen Gesichtspunkten wohl ohne Übertreibung als absolute Katastrophe bezeichnet werden kann. Bei der Ansicht des Werkes stellt man sich so auch des Öfteren die Frage, was im Kopf der Macher vorgegangen sein muss, damit man dem Zuschauer einen solch sinnlosen Nonsens vor die Nase setzt. Rein inhaltlich spottet das Ganze nämlich jeglicher Beschreibung und es ist schon äußerst verwunderlich, das diesem Szenario angeblich ein Drehbuch zu Grunde lag, von dem bei den knapp 70 Minuten Laufzeit so gut wie gar nichts zu erkennen ist.

Das Ganze erscheint nämlich seltsam zusammen geschustert und auch das Aufeinandertreffen der einzelnen Akteure wirkt ziemlich zufällig und absolut an den Haaren herbei gezogen. Über das dargebotene Schauspiel der Protagonisten sollte man dabei lieber den Mantel des Schweigens hüllen, denn eine Schauspielschule hat ganz offensichtlich keiner aus dem Ensemble je von innen gesehen. Dementsprechend ist das Geschehen dann auch mit sinnlosen und größtenteils dummen Dialogen gepflastert, wobei die Summe der bisherigen Unzulänglichkeiten schon fast eine Garantie für den puren Trash darstellt. Und so kann man dann "Jurassic Prey" auch zumindest den Freunden des extrem schlechten Geschmacks ans Herz legen, denn aufgrund der unzähligen Defizite offenbart das Szenario zumindest einen gewissen Unterhaltungswert, der sich allerdings auch nur den ganz eingefleischten Trash Liebhabern eröffnet.

Diese werden dann aber spätestens bei der Sichtung des putzigen Urzeit Monsters voll auf ihre Kosten kommen, denn die visuelle Darstellung des Dinos ist der absolute Klopfer. Aber nicht nur das, denn das possierliche Tierchen bewegt sich streckenweise auch noch unter Mithilfe der berühmt berüchtigten Stop-Motion Technik, die dem geneigten Fan insbesondere aus den Filmen des Ray Harryhausen her bekannt sein dürfte. Durch diesen gar nicht einmal so schlechten Schachzug verleiht Polonia seiner Erzählung sogar einen Hauch von Charme, wobei dieser sich aber dennoch in Grenzen hält. Wie dem aber auch sei, für einen echten Cineasten offenbart sich hier das nackte Grauen, denn eine echte filmische Komponente kann man nur schwerlich erkennen. Mit einer Vorliebe für den schlechten Geschmack kann man jedoch zumindest teilweise gut unterhalten werden, denn die völlig hanebüchene Story kommt mit so vielen abstrusen Einstellungen daher, das man sich phasenweise ein Lächeln kaum verkneifen kann.

Übrigens sollte man sich keinesfalls die Frage nach der Herkunft des Dinosauriers fragen, denn diesen Punkt hat Polonia gleich einmal vollkommen außer acht gelassen. Wozu sollte man aber auch in einem solch grotesken Szenario unnütz auf Hintergründe eingehen, die das trashige Gesamtbild doch eh nur zerstören würden? Ganz egal wie man es sieht, "Jurassic Prey" ist im Prinzip der vollkommene filmische Bodensatz, dürfte jedoch einer bestimmten Zielgruppe durchaus gefallen. Auf jeden Fall sollte man von der ersten Minute an mit der richtigen Erwartungshaltung an dieses Werk heran gehen, denn wer einen ernsthaften Beitrag erwartet, kommt definitiv nicht auf seine Kosten.


Fazit:


Im Normalfall hat man hier mal wieder ein Paradebeispiel dafür, das manche Filme schon an schwere Körperverletzung grenzen und man den dafür verantwortlichen Regisseur auf Schmerzensgeld verklagen müsste. Manch einer wird das allerdings total anders sehen und diesen skurrilen Trash herzhaft abfeiern, wobei der Glaube daran jedoch schwer zu erlangen ist.


aus filmischer Sicht 1/10

als purer Trash 5/10

Keine Kommentare: