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Freitag, 18. Dezember 2015

Operator






Operator
(Operator)
mit Ving Rhames, Luke Goss, Mischa Barton, Michael Paré, Riley Bundick, Tony Demil, Maurice Chevalier, Walter Hendrix III, Wendell Kinney, Summer Perkins, Julie Guevara, Althea Tines, Eric Joshua Davis, Christopher Marrone
Regie: Amariah Olson / Obin Olson
Drehbuch: Dwain Worrell / Obin Olson / Amariah Olson
Kamera: Obin Olson / Amariah Olson
Musik: George Kallis
FSK 16
USA / 2015

Pamela arbeitet in der Notrufzentrale einer amerikanischen Großstadt, während ihr noch-Ehemann Jeremy als Polizist Streife fährt. Da erreicht sie der Anruf eines geheimnisvollen Fremden, der ihr unmissverständlich klar macht, dass sie ab sofort dessen Anweisungen zu folgen hat, so sie nicht den Tod ihrer eben entführten kleinen Tochter in Kauf nehmen will. Der Fremde verfolgt einen finsteren Plan und zwingt Pamela, Polizei und Feuerwehr zu immer neuen Schauplätzen zu lotsen, wo allerhand böse Überraschungen auf die Uniformträger lauern.


Mit "Operator" liegt der zweite Spielfilm der Olson Brothers vor und es handelt sich dabei um eine in weiten Teilen sehenswerte Produktion, die aber leider auch diverse Mankos an den Tag legt. Inhaltlich wird man dabei mit diversen Anlehnungen an Filme wie beispielsweise "Grand Piano" oder auch "Nicht auflegen" konfrontiert, denn auch in der vorliegenden Erzählung werden die beiden Hauptfiguren durch Anrufe in eine absolute Zwangslage gebracht und dabei automatisch in kriminelle Machenschaften verstrickt. Im Prinzip gestaltet sich die Geschichte durchgehend recht unterhaltsam und ist zudem mit einer ordentlichen Kameraführung ausgestattet. Auch im Bezug auf Action und Tempo wird der Zuschauer ziemlich gut bedient, wohingegen die Schwächen ganz eindeutig im Bereich der Spannung zu suchen sind. Ein konstant gezogener Spannungsbogen baut sich nämlich äußerst selten auf und die Gründe dafür sind sicherlich im Drehbuch zu suchen, das übrigens auch von dem Bruderpaar mitgestaltet wurde.

Als Betrachter des Ganzen ist man den Geschehnissen nämlich zumeist immer einen Schritt voraus, denn trotz offensichtlicher Bemühungen der Macher die Zusammenhänge möglichst lange im Dunkeln zu halten, leidet das Szenario fast durchgehend an einer Vorhersehbarkeit, die man ganz bestimmt hätte vermeiden können. So fällt es zum Beispiel nicht sonderlich schwer zu erkennen, welche Figuren der Story in den zugegebenermaßen perfiden Plan eingeweiht sind und somit als Mittäter gelten. Die Identitäten der bösen Buben lassen sich verhältnismäßig schnell fest machen, was für einen kontinuierlichen Aufbau der Spannungskurve nicht gerade von Vorteil ist. 

Ansonsten versteht es "Operater" aber zu überzeugen, auch wenn manche Verhaltensweisen diverser Protagonisten nicht immer völlig logisch erscheinen. In der Gesamtbetrachtung ist das dargebotene Schauspiel als ordentlich, aber keinesfalls hervorstechend einzustufen, zudem sind mit Luke Goss, Mischa Barton, Ving Rhames und Michael Pare einige bekannte Gesichter des B-Movies am Start. Zur puren Unterhaltung ist dieses Werk durchaus zu empfehlen, dennoch stimmt einen der Umstand etwas traurig, das hier definitiv einiges an Potential verschenkt wurde. Mit etwas mehr Feingefühl hätte "Operator" ein heraus ragender Beitrag werden können, doch dafür ist das vorliegende Drehbuch leider zu durchschaubar.

Dennoch handelt es sich letztendlich um einen ordentlichen Genre Beitrag, den man sich ohne Weiteres gut anschauen kann. Für mehr reicht es dann aus den genannten Gründen leider nicht, weshalb sich die Geschichte auch lediglich im oberen Durchschnittsbereich ansiedelt. Dafür sorgt auch das gewählte Finale, das dann doch teilweise ein wenig zu dick aufgetragen ist und auch nicht sonderlich glaubwürdig erscheint.


Fazit:


"Operator" ist wahrlich kein schlechter Film, doch hätte man an dieser Stelle weitaus mehr bewerkstelligen können. Die teilweise sehr guten Ansätze werden nicht konsequent heraus gearbeitet und die Vorhersehbarkeit der Ereignisse trübt das Sehvergnügen dann doch ein wenig. Für einen kurzweiligen Filmabend ist der Film dennoch bestens geeignet, nur sollte man die eigenen Erwartungen keinesfalls zu hoch ansetzen.


6/10

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