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Montag, 4. Januar 2016

New World Order X






New World Order X - Das Ende der Menschheit
(Cheery Point)
mit Tommy Martin, Amy Hunt, Richard Hackel, Louie Lawless, Kyle Dal Santo, Terry Sasaki, Christopher Hunt, Ethel Anita, Kyle Armstrong, Bennett Arnold, Adam Bailey, Tony Bartele
Regie: Adam Bailey
Drehbuch: Adam Bailey / Kenneth Stevenson / Allison Flood / James Treakle
Kamera: Shane Dresch / Kenneth Stevenson
Musik: Blake Mohler
FSK 16
USA / 2013

Die nahe Zukunft: Schmerz und Emotion wurden mit Hilfe einer von der Regierung ausgegebenen Droge namens Torpase unterdrückt. Joshua Barrett durchlebt die Monotonie eines ewig gleichen, sich immer wiederholenden Arbeitslebens. Erst als er von einem rebellischen Priester entführt wird, ändert sich für ihn alles. Ohne den Einfluss von Torpase erkennt er, dass das Leben mehr ist, als er zuerst gedacht hat. Ohne die von Schmerz und Verzweiflung ausgelösten Nöte ist das Leben nichts wert!


Es ist wirklich traurig mit anzusehen, wie viel Potential doch bei manchen filmischen Umsetzungen sinnlos vergeudet wird und der vorliegende "New World Order X" dient hierfür geradezu als absolutes Paradebeispiel. Dabei beinhaltet der Regie Erstling eines gewissen Adam Bailey doch eine Geschichte, die stark an ein brillantes Werk wie "Equilibrium" erinnert, der jedoch von der Umsetzung her leider sämtliche eventuell vorhandenen Stärken im Ansatz erstickt. Nun sollte man an dieser Stelle schon wissen, das es sich hier um eine absolute Low Budget Produktion handelt, denn bei einem Budget von gerade einmal 10.000 $ kann man sicherlich keine großen Sprünge erwarten. Das man jedoch mit äußerst begrenzten Mitteln dennoch einen ordentlichen Film herstellen kann, haben in den letzten Jahren etliche Newcomer unter Beweis gestellt, doch diese Tatsache hat sich ganz augenscheinlich noch nicht bis zu Adam Bailey herum gesprochen. Der gute Mann lässt nämlich jegliches Gespür für einen dramaturgisch gelungenen Spannungsaufbau vermissen und quält den Zuschauer stattdessen mit einer Erzählung, die an Langeweile schwerlich zu überbieten ist.

Die gesamte Chose erscheint durchgehend so schlafwandlerisch wie die mitwirkenden Protagonisten und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, das sich beim Betrachter schon nach kurzer Zeit die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen. Ehrlich gesagt gestaltet sich das Ganze wie eine extrem harte Bewährungsprobe, denn dieses müde Szenario ganz bis zum Ende durchzustehen ist schon als echte Kunst zu bezeichnen. Die Geschichte lässt dabei so ziemlich alle Zutaten vermissen die einen Film mit dieser Thematik sehenswert machen und quält einen regelrecht knapp 92 Minuten lang mit schlechtem Schauspiel, unsinnigen Dialogen und totaler Ereignislosigkeit. 

Das sind nun nicht unbedingt die nötigen Atribute für interessanten Filmgenuss oder eine Empfehlung für dieses Machwerk, das sich nun wirklich zum absoluten filmischen Bodensatz zählen lassen muss. Es ist völlig unverständlich, wie man eine dermaßen interessante Thematik so unglaublich gegen die Wand fahren kann, denn das es auch vollkommen anders geht, hat man beim weiter oben genannten "Equilibrium" gesehen. Natürlich muss man dabei die finanziellen Verhältnisse durchaus berücksichtigen, aber in vorliegendem Fall liegt es vielmehr am nicht vorhandenen Talent des Regisseurs, aus wenigen Mitteln eine trotzdem spannende Story zu kreieren. Im Prinzip hätte ein so übler Schund niemals zu einer Veröffentlichung gelangen dürfen, handelt es sich doch für jeden Filmliebhaber fast schon um eine Beleidigung, an dieser Stelle 90 Minuten kostbare Lebenszeit zu vergeuden.

Letztendlich muss sich jeder selbst ein Bild von der Sache machen, aber ehrlich gesagt vermag ich mir nicht vorzustellen, das "New World Order X" auch nur eine positive Kritik nach sich zieht. Grenzt es doch schon an den puren Masochismus, diesen unsäglichen Müll komplett über sich ergehen zu lassen. Eine Empfehlung an andere kann man definitiv nur dann aussprechen, wenn man die Anzahl seiner Feinde inflationär ansteigen lassen möchte und überhaupt eine Kritik über diesen Mist zu verfassen, ist eigentlich auch schon wieder verschenkte Lebenszeit. Andererseits gibt es aber auch immer wieder eben solche Filme, vor denen man eindringlich warnen sollte, damit andere nicht auch den gleichen Fehler begehen und dieser filmischen Grütze ihre kostbare Zeit opfern. Zu guter letzt sollte man Herrn Bailley noch den dringenden Rat geben die Berufswahl noch einmal zu überdenken, denn als Regisseur ist der gute mann ebenso fehl besetzt wie die Akteure in seiner Erzählung.


Fazit:


"New World Order X" fällt wohl ziemlich eindeutig in die Kategorie "Filme, die die Welt nicht braucht" und bietet wirklich absolut gar nichts, was man auch nur im Ansatz positiv bewerten könnte. Selbst die kleinste Erwartungshaltung wird hier noch unterboten und das sagt wohl alles über einen Film aus, den man sich besser hätte verkneifen sollen.


1/10

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