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Dienstag, 12. Januar 2016

Nightmare at Horror Castle






Nightmare at Horror Castle
(Kantemir)
mit Robert Englund, Diane Cary, Daniel Gadi, Justine Griffiths, Alanna Janell, Stuart Stone, Sean Derry, Joshua Elijah Reese, Neil Samuels, Bingo O'Malley, Cindy Jackson
Regie: Ben Samuels
Drehbuch: Mark Garbett / Ralph Glenn Howard
Kamera: John Rosario
Musik: Jeff Rosick
keine Jugendfreigabe
USA / 2014

Einige Schauspieler proben in einer abgelegenen Stadt für eine mysteriöse Bühnenproduktion. Mit dabei ist auch der ehemalige Horrorfilmstar John, der miterlebt, wie einer seiner Kollegen ermordet wird. Als er den anderen davon erzählt, will ihm jedoch niemand glauben. Je mehr er auf seiner Geschichte beharrt, desto labiler erscheint er den Kollegen. Während John um seine geistige Gesundheit fürchtet, beginnt ein Katz-und-Mausspiel mit dem sinisteren Regisseur Nicholas. Je mehr die Schauspieler in ihren Rollen aufgehen, desto mehr beginnt das Stück der Realität zu gleichen - und die Todeszahl steigt an!


Es gibt diese Art von Filmen, die man mit einem interessant klingenden Titel eher an den Mann bringen kann und "Nightmare at Horror Castle" zählt ganz eindeutig zu dieser Kategorie. Dabei wäre der Originaltitel "Kantemir" weitaus passender gewesen, ist dieser doch ebenso nichtssagend wie die gesamte Geschichte, die einem Regisseur Ben Samuels hier präsentiert. Denn auch wenn man aufgrund der Inhaltsangabe durchaus einige Hoffnungen auf eine spannende und atmosphärische Story hegen kann, werden diese doch schon nach relativ kurzer Zeit vollkommen zerstört. Lediglich in den ersten Minuten vermeint man eine geheimnisvolle Note zu verspüren, die sich jedoch mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Luft auflöst und vielmehr einem relativ unsinnigen Szenario weichen muss, in dem man kaum etwas als positiv bezeichnen kann.

Einzig und allein Robert Englund kann hier einige Pluspunkte auf sich verbuchen, wobei dieser Umstand weniger seiner schauspielerischen Leistung als vielmehr der Tatsache geschuldet ist, das der Mime durch die Figur des Freddy Krueger aus der Nightmare on Elm Street Reihe immer noch extrem hohe Sympathiewerte beim Zuschauer genießt. Ganz generell ist das Schauspiel der Akteure in dieser kleinen Produktion eher sehr bescheiden, wobei man diesen Aspekt allerdings auch ohne Weiteres auf den gesamten Film beziehen kann. Ben Samuels lässt ganz offensichtlich jegliches Gespür für einen anständigen Horrorfilm vermissen, denn anstatt altbewährte Zutaten ordentlich zusammen zu fügen wartet er mit einer teils wirren Erzählung auf, deren Inhalt absolut an den Haaren herbei gezogen ist. Dabei kommt zu keiner Zeit auch nur der Ansatz von Spannung auf und von einem dramaturgisch gelungenen Aufbau der Ereignisse ist weit und breit nichts zu erkennen.

So erscheint das Ganze dann auch relativ willkürlich zusammen geschustert und lässt in größten Teilen der Geschichte noch nicht einmal einen echten Sinn erkennen. Um das alles dann noch auf die Spitze zu treiben, wurde das Werk aus unerfindlichen Gründen auch noch mit einer 18er Freigabe gekennzeichnet, was selbstverständlich so manchen in die Irre führen wird. Das Szenario beinhaltet nämlich wirklich nichts Nennenswertes, was auch nur annähernd diese hohe Alterseinstufung rechtfertigen würde, so das Freunde der etwas härteren Gangart überhaupt nicht auf ihre Kosten kommen. Das passt aber ganz hervorragend in das gewonnene Gesamtbild, denn "Nightmare at Horror Castle" ist letztendlich eine einzige Enttäuschung und macht seinem Titel nun wirklich keinerlei Ehre. Der einzige Albtraum ist der Film an sich und da kann auch der gute Robert Englund nichts dran ändern.

Im Endeffekt handelt es sich um einen dieser unzähligen Filme von denen man eigentlich nur abraten kann, denn selbst eine einmalige Sichtung muss man als absolute Zeitverschwendung bezeichnen. Keinerlei Höhepunkte, eine dröge vor sich hin dümpelnde Geschichte, null Atmosphäre und schlechtes Schauspiel sind nicht gerade einladende Attribute für einen Film den man sich auch gern hätte sparen können und der in weiten Teilen lediglich Langeweile und Unverständnis beim Betrachter auslöst. Ein Regisseur mit mehr Talent hätte an dieser Stelle sicherlich mehr bewerkstelligen können, doch Samuels lässt sämtliche durchaus vorhandene Ansätze links liegen und sorgt so für ein Filmerlebnis, das es wirklich nicht gebraucht hätte.


Fazit:


Auch wenn ich keine allzu großen Erwartungen gehegt hatte, habe ich mich auf diesen Film gefreut. Umso größer ist nun die Enttäuschung über das Gesehene, das nicht einmal im Ansatz der Bezeichnung eines Horror Thrillers gerecht wird und letztendlich nur hanebüchenen Mumpitz präsentiert.


2/10

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