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Samstag, 30. Januar 2016

The Crow






The Crow - Die Krähe
(The Crow)
mit Brandon Lee, Rochelle Davis, Ernie Hudson, Michael Wincott, Bai Ling, Sofia Shinas, Anna Levine, David Patrick Kelly, Angel David, Laurence Mason, Michael Massee, Tony Todd, Jon Polito, Bill Raymond, Marco Rodríguez
Regie: Alex Proyas
Drehbuch: James O'Barr / David J. Schow / John Shirley
Kamera: Dariusz Wolski
Musik: Graeme Revell
keine Jugendfreigabe
USA / 1994

Der junge Rockmusiker Eric Draven und seine Verlobte Shelly werden in der Halloweennacht von der Bande des brutalen Gangsters Top Dollar ermordet. Ein Jahr später wird Eric von einer magischen Krähe zu neuem Leben erweckt. Unverwundbar und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, sucht der unerbittliche Racheengel nach seinen Mördern und ihrem Auftraggeber. Seine einzigen Verbündeten im Kampf gegen das Verbrechen sind ein Police-Officer und ein kleines Mädchen.


Es gibt nicht wenige Leute die behaupten, das "The Crow - Die Krähe" seinen Kultstatus lediglich dadurch erlangt hat, das Hauptdarsteller Brandon Lee während der Dreharbeiten auf tragische Weise ums Leben kam. Damit würde man diesem großartigen Film aber keinesfalls gerecht werden, denn das Werk von Alex Proyas beinhaltet doch so viel mehr Dinge, die ihm einen wohl verdienten Ausnahmestatus verleihen. Ganz davon abgesehen, das es sich hierbei wohl ziemlich unbestritten um Lee's besten Film handelt, offenbart sich dem Zuschauer eine dunkel-düstere Fantasy Mär, die insbesondere in optischer Hinsicht mehr als nur überzeugen kann. Hinzu kommt die grandiose Kombination aus Rachethriller, Actionfilm und Fantasy Elementen, die in ihrer Umsetzung absolut brillant erscheint. Von der ersten bis zur letzten Minute offenbart sich in visueller Hinsicht ein extrem düster gehaltenes Szenario, denn in der dargestellten Welt scheint niemals die Sonne zu scheinen. Diese Optik lässt einerseits eine gewisse Tristesse in den Vordergrund rücken, passt aber absolut perfekt zu einer Geschichte, in der Verbrechen und Gewalt an der Tagesordnung stehen. Das Ganze erscheint fast so als würde man sich in einem Tim Burton Film befinden und die vorherrschende Trostlosigkeit des Szenarios überzieht einem stellenweise mit einer gewissen Schwermut, die man definitiv zu keinem Zeitpunkt so richtig abstreifen kann.

Brandon Lee gibt hier den gnadenlosen Racheengel, der genau ein Jahr nach seinem gewaltsamen Tod unter Mithilfe einer Krähe aus dem Grab steigt, um blutige Rache an den Mördern zu nehmen, die ihn und seine geliebte Partnerin unschön ins Jenseits befördert haben. Obwohl Proyas seine auf einem Comic basierende Verfilmung mit reichlich Action Passagen ausgestattet hat, definiert sich die Geschichte keinesfalls über diese Zutat. Es stehen vielmehr die Fantasy Elemente und romantische, ja fast märchenhafte Elemente im Vordergrund, ohne das die Erzählung dabei auch nur annähernd kitschig erscheinen würde. Es ist stattdessen alles absolut perfekt aufeinander abgestimmt und die Einflüsse der verschiedenen Genres halten sich jederzeit die Waage. Dadurch entsteht ein insgesamt herausragendes Gesamtbild, so das man "The Crow - Die Krähe" ohne Weiteres als filmisches Kunstwerk betiteln kann.

Es mag bestimmt nicht jeder so sehen, aber dieses Werk ist für mich eine der besten Comic Verfilmungen überhaupt und insbesondere in visueller Hinsicht ein echtes Meisterwerk. Auch nach nunmehr schon über zwei Jahrzehnten geht von den Ereignissen der gleiche Reiz aus und man kann sich der überwältigenden Faszination des Gesehenen unmöglich entziehen. In atmosphärischer Hinsicht handelt es sich um eine absolute Bombe und zudem geht es auch noch sehr spannend und äußerst actionreich zur Sache. Kein Wunder also, das die diversen Nachfolger es relativ schwer hatten im Schatten des Originals zu bestehen, wobei vor allem der 2005 erschienene "The Crow: Wicked Prayer" schon fast als eine Beleidigung anzusehen ist.

Letztendlich gibt es eben nur eine Krähe und das ist ohne Frage der verstorbene Brandon Lee. Zwar zählte der gute Mann zu keiner Zeit zu den größten Mimen, doch wird sein Name auf ewig mit seiner besten Rolle verknüpft sein, die er in vorliegendem Fall perfekt dargeboten hat. Natürlich liegt es wie eigentlich immer im Auge des jeweiligen Betrachters, aber "The Crow - Die Krähe" ist meiner persönlichen Meinung nach ein Meisterwerk des Dark Fantasy Filmes und gehört auf jeden Fall in jede gut sortierte Sammlung. 


Fazit:


Auch nach über 20 Jahren strahlt dieser Beitrag immer noch die gleiche ungemein starke Intensität auf den Zuschauer aus, die man bei der damaligen Erstsichtung verspürt hat. Es gibt eben diese zeitlosen Klassiker und Proyas Werk muss man auf jeden Fall dazu zählen. Deshalb gibt es dann aus meiner Sicht an dieser Stelle nur eine mögliche Wertung und die lautet wie nicht anders zu erwarten...


...10/10

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