Follower

Montag, 7. März 2016

The last Slumber Party






Last Slumber Party
(The last Slumber Party)
mit Jan Jenson, Nancy Mayer, Joann Whitley, Danny David, Lance Descourez, Paul Amend, David Whitley, Rick Polizi, Marilouiese Michel, Darcy Devine, Barbara Claiborne, Stephen Tyler, Jim Taylor, Claire Cooney
Regie: Stephen Tyler
Drehbuch: Stephen Tyler / Jim Taylor
Kamera: Georges Cardona
Musik: John Brennan / Danilo Bridgens / Firstryke
Ungeprüft
USA / 1987

An ihrem letzten Schultag veranstalten die drei Freundinnen Linda, Tracy und Chris eine Pyjama Party. Ein paar Jungs schauen vorbei, es fließt reichlich Alkohol und alle haben eine Menge Spaß. Doch die Mädchen haben noch einen unentdeckten Besucher, einen verrückten Killer, der heimlich aus der Psychiatrie entkommen konnte. Der Serienmörder ist bewaffnet mit einem Skalpell und schleicht leise von Raum zu Raum. Schon bald hat er seine ersten Opfer gefunden und ein schockierender Alptraum beginnt.


Laut der Inhaltsangabe könnte man hier durchaus davon ausgehen, das man es mit einem interessanten und spannenden Teenie-Slasher zu tun hat, doch schon gleich zu Beginn des Filmes wird ganz klar deutlich, in welche Richtung dieses Machwerk abzielt. Schon mit der ersten Einstellung kann man dabei erahnen, das es sich um eine extrem billige Amateur-Produktion handelt, die sich letztendlich wohl eher auf einem recht niedrigen Niveau ansiedelt. Um es gleich einmal vorwegzunehmen, das Positivste an diesem Film ist der nach gut 70 Minuten einsetzende Abspann, der allerdings zur Freude des Zuschauers 10 Minuten früher einsetzt, als es auf der Rückseite des DVD-Covers zu lesen ist. Viel länger hätte man es aber auch wirklich nicht ausgehalten, denn entpuppt sich die hier erzählte Geschichte doch als vollkommen sinnbefreit und langweilig und entbehrt zudem auch noch jeglichem Unterhaltungswert, den man bei einem solchen Film zumindest erwarten sollte, um ihm wenigstens etwas Gutes abzugewinnen.

Wer schon einmal ein Werk von Jochen Taubert gesehen hat der weiss ganz genau, was der Begriff "filmischer Bodensatz" bedeutet, doch immerhin sind diese Filme nach ca. 20 Bieren einigermaßen unterhaltsam und hinterlassen einen unfreiwillig komischen Eindruck, über den man sich gut amüsieren kann. Doch selbst dieser Aspekt geht "Last Slumber Party" vollkommen ab, denn dieses Werk ist weder komisch noch unfreiwillig unterhaltsam, sondern ganz einfach nur grottenschlecht. Der in dieser Story auftretende Dilletantismus ist dabei so offenkundig, das man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Angefangen bei den ganz üblen Darstellern, die diese Bezeichnung nun wirklich nicht verdienen, denn etwas Unbeholfeneres hat man recht selten zu Gesicht bekommen. Sämtliche Akteure übertreffen sich gegenseitig an Unzulänglichkeiten, das Schauspiel als hölzern und ungelenk zu bezeichnen, wäre schon eine maßlose Untertreibung. Dazu passend erscheinen schon fast zwangsläufig die vorhandenen Dialoge, die vor Dummheit nur so strotzen, was aber letztendlich nicht wirklich überraschen kann, hat man dem Film doch auch noch eine deutsche Synchronisation verpasst, die einem Billig-Porno alle Ehre machen würde.

Einzig und allein die auf der Rückseite des DVD-Covers versprochene Gänsehaut-Garantie stellt sich nicht als leere Phrase heraus, denn eine Gänsehaut hat der Zuschauer im Prinzip die gesamte Laufzeit über. Allerdings liegt das weniger an einem gelungenen Spannungsbogen, noch an einer ordentlichen Horror-Atmosphäre, vielmehr liegt das an der Qualität dieses üblen Werkes, das einem automatisch kalte Schauer über den Rücken jagt. Es ist äussert schwierig nachzuvollziehen, das es immer noch viele tolle Filme gibt, die noch nicht auf DVD erschienen sind, aber ein solcher Müll wie dieser es zu einer Veröffentlichung gebracht hat. Beinhaltet die Geschichte doch wirklich rein gar nichts, was eine Sichtung auch nur ansatzweise lohnenswert machen würde. Von Spannung und einer gelungenen Grundstimmung ist nämlich weit und breit keine Spur, ganz egal, wie intensiv man danach sucht. Vielmehr wird man mit einem langweiligen Plot konfrontiert, dem mit dem hanebüchenen Ende die absolute Krone aufgesetzt wird. Selten habe ich einen Film gesehen, der noch nicht einmal etwas guten Trash beinhaltet, so das man einigermaßen auf seine Kosten kommen würde.

"Last Slumber Party" ist sicherlich nicht der schlechteste Film aller Zeiten, wenn man jedoch eine Abstimmung zu diesem Thema durchführen würde, könnte das Werk von Stephen Tyler durchaus in die engere Wahl gelangen, denn der hier an den Tag gelegte Dilletantismus ist schwerlich zu überbieten. Keinerlei Spannung, null Atmosphäre, grottenschlechte Darsteller und eine extrem langweilig umgesetzte Geschichte ergeben einen Gesamteindruck, den man einfach nur als sehr schlecht bezeichnen kann. Letztendlich bekommt man es mit gut 70 Minuten purer Langeweile zu tun, die man sich besser ersparen sollte, da es sich um sinnlos vergeudete Zeit handelt, die man bestimmt viel besser einsetzen kann.


Fazit:


Selbst als bekennender Fan von Amateur-und Low Budget Produktionen kann ich hier absolut keine Empfehlung aussprechen, da es überhaupt nichts gibt, was man als positiv bewerten könnte. Da reißen auch die wenigen blutigen Szenen nichts raus, die außerdem noch mehr als billig erscheinen und keinerlei Unterhaltungswert beinhalten. Im Endeffekt handelt es sich be "Last Slumber Party" um Trash der ganz üblen Sorte, von dem man besser die Finger lassen sollte.


1,5/10

Keine Kommentare: