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Sonntag, 10. April 2016

How to Catch a Monster






How to Catch a Monster
(Digging Up the Marrow)
mit Ray Wise, Adam Green, Will Barratt, Josh Ethier, Rileah Vanderbilt, Kane Hodder, Sarah Elbert, Tom Holland, Mick Garris, Alex Pardee, Jimmy McCarthy, Nic Henley, Caitlyn Brisbin, Robert Pendergraft
Regie: Adam Green
Drehbuch: Adam Green
Kamera: Will Barratt
Musik: Bear McCreary
FSK 16
USA / 2014

Regisseur Adam Green kennt sich aus mit Monstern, die uns Zuschauer bis in unsere Albträume verfolgen. Aber was ist, wenn es die gruseligen Filmkreaturen wirklich gibt? Ein mysteriöser Mann namens William Dekker kontaktiert Green, der gerade an einer Dokumentation über Monster- Zeichnungen und Bilder arbeitet. Dekker behauptet, dass Monster existieren, seiner Meinung nach handelt es sich dabei um vergessene, deformierte Menschen, die eine riesige unterirdische Stadt bewohnen. Greens Interesse ist geweckt, er macht sich auf die Spur der Monster...


Manchmal offenbart die Filmwelt recht seltsame Stilblüten, was der vorliegende Beitrag "How to Catch a Monster" ziemlich eindrucksvoll unter Beweis stellt. Im Found Footage Stil präsentiert Regisseur Adam Green dabei eine seltsame Mockumentary, in der auch selbst in der Hauptrolle zu sehen ist. Schon nach einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne stellt sich der Zuschauer dabei ganz unweigerlich die Frage, was Green mit diesem Werk bezwecken möchte, aber ehrlich gesagt findet man auch am Ende des eher skurrilen Szenarios keine erschöpfende Antwort darauf. Zugegeben, dieser Beitrag beinhaltet durchaus einen gewissen Reiz und sondert auch eine kaum zu erklärende Faszination ab, aber wirklich überzeugen kann die Geschichte am Ende dann doch nicht. Zu unausgegoren erscheinen einem die Abläufe, die eine äußerst seltsame und gewöhnungsbedürftige Kombination aus Dokumentation, Fantasy und Horror zu erkennen geben, an die man sich nur schwerlich gewöhnen kann.

Gleichzeitig wirkt das Geschehen auch durchgehend unfreiwillig komisch, was bei einer Mockumentary aber durchaus beabsichtigt ist. Dennoch entsteht kein echter Humor und ehrlich gesagt entlocken einem die Ereignisse auch nur recht selten den ein oder anderen Schmunzler. Das Hauptproblem dieses Filmes liegt jedoch darin begründet, das zu keiner Zeit ein echter Funke auf den Betrachter überspringen will, denn wirkliche Höhepunkte sucht man leider vergebens. Ein wenig Interesse ist trotzdem die ganze Zeit über vorhanden, denn schließlich will man ja zumindest wissen, wie sich am Ende die Zusammenhänge des größtenteils hanebüchenen Geschehens präsentieren. Das Finale gestaltet sich dann aber sehr enttäuschend und Green lässt einen doch mit mehreren unbeantworteten Fragen zurück. Zwar werden mehrere Punkte leicht angerissen und angedeutet, erschöpfende Erläuterungen erhält man aber zu keiner Zeit. So ist dann viel der eigenen Interpretation überlassen, doch im Prinzip möchte man nicht wirklich über diesen Nonsens nachdenken. Dazu war es nämlich doch zu anstrengend, gut 9ß Minuten einer Erzählung zu folgen, in der eigentlich so gut wie überhaupt nichts passiert.

Man bekommt stattdessen unzählige Dialoge serviert, von denen zu allem Überfluss nur die wenigsten einen echten Sinn ergeben. Trotz der behandelten Monster-Thematik kommt nie ein echtes Horror Feeling auf und so kann man nur wenige Punkte dieses Beitrags positiv hervor heben. Am nettesten erscheint dabei der Aspekt, das der Zuschauer einige bekannte Gesichter wie beispielsweise Tony Todd oder Don Coscarelli zu sehen bekommt, wobei die Personen lediglich in kurzen Interviews zu sehen sind. Ansonsten bietet "How to Catch a Monster" herzlich wenig, an was man sich im nachhinein noch erinnern könnte. Einen nachhaltigen Eindruck wird der Film also bei den meisten Leuten sicherlich nicht hinterlassen und ob man sich dieses Szenario eventuell sogar mehrmals anschauen würde, wage ich doch ernsthaft zu bezweifeln.

Letztendlich sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, aber mich persönlich konnte diese Produktion nicht wirklich überzeugen. Lediglich die Hoffnung auf einpaar Highlights hält einen bei der Stange und sorgt dafür, das man überhaupt bis zum Ende am Ball bleibt. Umso größer ist dann aber die finale Enttäuschung über ein Gesamtpaket, dessen Sinn sich mir in keinster Weise erschließen will. Manch einer mag das bestimmt völlig anders sehen, aber im Endeffekt ist "How to Catch a Monster" nicht mehr als knapp 90 Minuten verschwendeter Lebenszeit, die man ganz bestimmt sinnvoller hätte verbringen können. Schade Mr. Green, aber mit dieser Produktion können sie keine größere Begeisterung auslösen, denn bis auf wenige ganz nette Momente hat dieser Beitrag nichts zu bieten, das man lobenswert erwähnen könnte.


Fazit:


Insgesamt gesehen fällt es wirklich schwer, einen Film wie "How to Catch a Monster" zu bewerten. Sicherlich war diese Mockumentary als witzige Parodie gedacht, doch diesen Anspruch erreicht die Geschichte zu keiner Zeit. Das liegt aber in der Sichtweise des Betrachters, denn ganz bestimmt wird das Werk auch seine Zielgruppe finden, zu der ich mich allerdings nicht zählen kann.


3/10

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