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Mittwoch, 25. Mai 2016

Jurassic World






Jurassic World
(Jurassic World)
mit Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Irrfan Khan, Vincent D'Onofrio, Ty Simpkins, Nick Robinson, Jake Johnson, Omar Sy, Lauren Lapkus, Katie McGrath, Courtney James Clark, Judy Greer, Jimmy Fallon
Regie: Colin Trevorrow
Drehbuch: Rick Jaffa / Amanda Silver / Colin Trevorrow
Kamera: John Schwartzman
Musik: Michael Giacchino
FSK 12
China / USA / 2015

Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seitdem die Ereignisse auf Isla Nubar aus dem Ruder liefen. Längst ist der Themenpark wieder eröffnet, größer und sicherer und mit mehr Dinos denn je, so wie es sich John Hammond ursprünglich vorgestellt hatte. Weil die Besucherzahlen deutlich nach unten gehen, arbeitet Claire Dearing an einer neuen Attraktion, um neues Interesse zu wecken: ein selbst geschaffener Dino-Hybrid, der sich jedoch als so gefährlich und unberechenbar erweist, dass selbst Velociraptoren vor ihm Reißaus nehmen.


22 Jahre ist es nun mittlerweile schon her, als Steven Spielberg 1993 mit seinem Blockbuster "Jurassic Park" für Furore sorgte. Das damalige Erlebnis, lebensecht wirkende Dinosaurier auf der großen Kinoleinwand zu erleben war wirklich sensationell und versetzte so manchen Zuschauer in echtes Erstaunen. Nun, dieser Effekt tritt bei "Jurassic World" sicherlich nicht ein, da die grandiosen Effekte des Werkes in der heutigen Zeit keine echte Überraschung darstellen. Dennoch hat der eher unbekannte Colin Trevorrow unter seiner Regie einen Film entstehen lassen, der nahezu nahtlos an die bisherige Trilogie anknüpfen kann und dabei keinesfalls den Eindruck entstehen lässt, das immerhin 14 Jahre zwischen dem vorliegendem Werk und dem 2001 erschienenen "Jurassic Park 2" liegen. Man bekommt also genau das was man erwartet, nämlich typisches Hollywood Blockbuster Kino, wobei diese Qualifizierung an dieser Stelle keineswegs negativ zu verstehen ist. Mit genau dieser Erwartungshaltung geht man doch schließlich an den heiß ersehnten vierten Teil der Reihe heran und wird in dieser Beziehung auch nicht enttäuscht. 

Bei einem geschätzten Budget von gut 150.000.000 $ muss dann schon einiges geboten werden und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, das man schon nach wenigen Minuten zu einem guten Eindruck gelangt, wie pompös das Szenario ausgestattet wurde. Allein die Ansicht des Themenparks macht deutlich , das hier keineswegs gekleckert, sondern vielmehr geklotzt wurde. Opulente Bauten und erstklassig animierte Dinosaurier lassen erkennen wohin ein Großteil des Geldes geflossen ist und so offenbart sich in optischer Hinsicht ein wirklich schönes und unterhaltsames Spektakel. Im Gegensatz dazu steht die Story an sich, lässt diese doch ein wenig inhaltliche Substanz vermissen, was bei einem Film dieser Art aber auch höchstwahrscheinlich nicht der wichtigste Gesichtspunkt sein dürfte. Immerhin reicht die Rahmenhandlung locker dafür aus, den Zuschauer fast zwei Stunden bei Laune zu halten und dabei für durchaus genügend Abwechslung zu sorgen, so das an keiner Stelle etwaige Längen in Erscheinung treten.

Das man dabei nicht sonderlich viel Neues geboten bekommt dürfte weniger überraschen, denn im Prinzip hat man auch hier auf die Schablone zurück gegriffen, die man schon bei den ersten drei Teilen angelegt hat. Innovation darf also nicht erwartet werden, doch mit dieser Erwartungshaltung sollte man auch erst gar nicht an "Jurassic World" heran gehen. Die Messlatte zur Bewertung ist vielmehr im Bereich des kurzweiligen und größtenteils pompösen Mainstream Bereich anzulegen und in diesem Bereich erfüllt der Beitrag dann auch ohne Weiteres seinen Zweck. Dazu tragen auch die größtenteils eher unbekannten Darsteller bei, denn auch wenn das Schauspiel sicherlich nicht dafür geeignet ist eine Oscar Nominierung zu ergattern, so bekommt man doch durch die Bank solide Leistungen zu sehen, die dem Geschehen angemessen sind.

Vom technischen Standpunkt her bekommt der Betrachter also das volle Paket geliefert, aber dennoch kommt "Jurassic World" in der Gesamtbetrachtung auf keinen Fall an das Original "Jurassic Park" heran. In der Hauptsache liegt das darin begründet, das der erste Teil der Sage seinerzeit wirklich etwas Revolutionäres an sich hatte und einen mit einem wahren Wow-Effekt in seinen Bann gezogen hat. Diese Wirkung wird an dieser Stelle eben nicht erzielt, was aber anderseits nichts daran ändert, das "Jurassic World" ein absolut würdiger Teil der Reihe ist, den man sich jederzeit bedenkenlos anschauen kann.


Fazit:


Eventuelle Befürchtungen, das dieser Film so viele Jahre nach dem Erscheinen des dritten Teils versagen könnte sind absolut unbegründet, man muss sich lediglich damit abfinden, das die Bilder einen nicht mehr so dermaßen beeindrucken, wie es im Jahr 1993 der Fall war. Ansonsten aber ist "Jurassic World" bestes Entertainment und eine sehenswerte Weiterführung der bisherigen Trilogie.


7/10

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