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Sonntag, 3. Juli 2016

Eiskalter Engel - Tod am College






Eiskalter Engel - Tod im College
(Dead on Campus)
mit Katelyn Tarver, Tamara Duarte, Nicki Aycox, Ashanti Bromfield, Mireille Brownhill, Tristan Crigger, Peter Michael Dillon, Jonathan Emond, Peter Van Gastel, William Horsman, Caeden Lawrence, Michelle LeBlanc
Regie: Curtis Crawford
Drehbuch: John Serge
Kamera: Bill St. John
Musik: Richard Bowers
FSK 16
USA / 2014

Studienanfängerin Natalie träumt davon, in eine der berühmten Studenten-Verbindungen an der Uni aufgenommen zu werden. Doch wie bei allen anderen steht das große Aufnahme-Ritual an. Um in die Society aufgenommen zu werden, muss sie einen jungen ''Nerd'' verführen und das Ganze filmen. Doch nachdem das Video des ''Streichs'' online geht, wird der Nerd tot aufgefunden. Der Verdacht liegt nahe: Es war Selbstmord. Seine Schwester will diese Theorie nicht wahrhaben und schleust sich undercover in die Verbindung ein.


Gleich zu Beginn sollte man darauf hinweisen, das man sich bei dieser TV-Produktion nicht vom Cover der deutschen Blu-ray in die Irre leiten lassen sollte. Diese suggeriert nämlich durchaus, das es sich bei vorliegendem "Eiskalter Engel - Tod am College" durchaus um einen Thriller mit Slasher Elementen handeln könnte, doch dieser eventuellen Erwartungshaltung wird der Film letztendlich in keinster Weise gerecht. Selbst echter Thrill kommt eher selten auf, denn dafür gestaltet sich die Szenerie doch zu vorhersehbar, aber dennoch gestaltet sich das Ganze insgesamt gesehen recht sehenswert. Meiner persönlichen Meinung nach beinhaltet die Geschichte auch vielmehr die Züge eines Dramas, als das man von einem waschechten Thriller sprechen könnte.

Die Erzählung kommt einem dabei seltsam bekannt vor, denn längst nicht zum ersten Mal steht eine Studentinnen Verbindung und deren Aufnahme Rituale im Fokus des Geschehens. Man wird also mit den üblichen Klischees solcher Verbindungen konfrontiert, die sich ja gerade in den USA größter Beliebtheit erfreuen. Die Gründe dafür haben sich mir persönlich noch nie so wirklich erschlossen, aber auch in vorliegendem Fall wird einmal mehr heraus gearbeitet, das ein gewisser Status bei den aus gutem Hause stammenden Damen anscheinend das Non plus Ultra darstellt. Das andere dabei erniedrigt und gedemütigt werden ist eine Randerscheinung, die offensichtlich billigend und ohne jegliche Gewissensbisse in Kauf genommen wird.

Dieser Aspekt wird in der Erzählung auch ordentlich in den Mittelpunkt gestellt, allerdings entpuppt sich nicht die Hauptfigur Natalie als der im Filmtitel erwähnte "Eiskalte Engel", sondern vielmehr die junge Alexa, die nicht nur die Tochter eines Abgeordneten, sondern gleichzeitig auch die Vorsitzende der Schwestern Verbindung ist. Leider wird ihre Figur viel zu oberflächlich skizziert, so das die ganze Zeit über nie die nötige Intensität entstehen will, um den Funken beim Zuschauer wirklich überspringen zu lassen. Das kann man allerdings auch insgesamt gesehen auf den gesamten Film beziehen, der zwar durchaus seine guten Momente hat, aber in der Gesamtbetrachtung doch maximal im normalen Durchschnittsbereich anzusiedeln ist. 

Mir persönlich hat das nicht sonderlich viel ausgemacht und man kann sich "Eiskalter Engel - Tod am College" auch ruhig einmal anschauen, aber einen wirklich nachhaltigen Eindruck dürfte diese Produktion nicht hinterlassen. Zu oberflächlich wird die Thematik lediglich angekratzt, zudem kommt die Geschichte leider ohne echte Höhepunkte daher. So muss man sich dann letztendlich auch mit jeder Menge Dialogen zufrieden geben, denn im Prinzip passiert eigentlich herzlich wenig. Ein bisschen Aktionismus hätte dem Gesamtbild also sicher nicht geschadet und ein besser aufgebauter Spannungsbogen wäre bestimmt hilfreich gewesen. In vorliegender Form reicht es jedoch nur zu einem einmaligen Filmerlebnis, da sich ein ziemlich ereignisloses Szenario präsentiert. Schade eigentlich, denn mit etwas mehr Hingabe hätte man sicher auch aus dieser Produktion noch etwas mehr herausholen können.


Fazit:


Wer solide aber ereignislose Fernsehkost mag sollte ruhig einmal einen Blick riskieren, höhere Ansprüche sollte man allerdings nicht hegen. "Eiskalter Engel - Tod am College" macht zu wenig aus vorhandenen Möglichkeiten, um nachhaltig im Gedächtnis hängen zu bleiben.


5/10

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