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Samstag, 30. Juli 2016

Navy Seals vs. Zombies






Navy Seals vs. Zombies
(Navy Seals vs. Zombies)
mit Ed Quinn, Michael Dudikoff, Rick Fox, Chad Lail, Molly Hagan, Mikal Vega, Damon Lipari, Stephanie Honoré, Massimo Dobrovic, Kevin Kent, Lolo Jones, Geoffrey M. Reeves, Lance E. Nichols, Judd Lormand
Regie: Stanton Barrett
Drehbuch: A.K. Waters / Matthew Carpenter
Kamera: Don E. FauntLeRoy
Musik: Patrick De Caumette / Brian Jackson Harris / u.A.
FSK 16
USA / 2015

In Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana, ist die Zombieseuche ausgebrochen und hat weite Teile der Region in ihrer Gewalt. Pech nur, dass der amerikanische Vizepräsident anlässlich einer politischen Sonntagsrede gerade mittendrin sitzt. Ein Fall wie geschaffen für eine Rettungsmission der Navy Seals. Die Elitesoldaten jedoch rechnen ohne jeden diesbezüglichen Erfahrungswert nicht mit dem Widerstand, der ihnen von den superstarken, blitzschnellen Untoten entgegen schlägt. Und auch ihr Auftrag gerät stündlich komplexer.


Hier kämpfen echte Navy Seals


Mit diesem Slogan wird auf dem deutschen Blu-ray Cover ordentlich die Werbetrommel gerührt, um vorliegenden Zombie Flick für den Zuschauer eventuell etwas attraktiver zu machen. Dabei ist es im Prinzip eigentlich vollkommen egal ob man dieser Marketing Strategie Glauben schenkt oder nicht, denn an der Qualität des Beitrags ändert das rein gar nichts. Wie so viele andere Regisseur vor ihm hat sich auch ein gewisser Stanton Barrett bei seiner ersten Regiearbeit der immer beliebten Zombie Thematik bedient und dabei ein Szenario auf die Beine gestellt, das man in dieser oder ähnlicher Form schon unzählige Male zu Gesicht bekommen hat. Aus diesem Grund sollte sich die Erwartungshaltung des Zuschauers auch auf ein Minimum beschränken, denn wer Neuerungen oder innovative Ansätze erwartet, wird bei "Navy Seals vs. Zombies" definitiv nicht auf seine Kosten kommen. 

Als Grund für die Zombieseuche muss einmal mehr ein bakteriologischer Kampfstoff herhalten, mit dem man eine Gesellschaft von innen zerstören kann, so das mit dieser kurzen Ausführung auch schon die gesamte inhaltliche Tiefe der Geschichte ausgelotet ist. Nun beinhaltet das Werk zwar sämtliche Zutaten für einen weiteren Zombie B-Movie, jedoch wurden diese nicht unbedingt toll in Szene gesetzt. Man merkt dem Streifen durchgehend das ganz offensichtlich geringe Budget an, wobei sich dies nicht nur im Look, sondern hauptsächlich bei den ziemlich billigen CGI's zu erkennen gibt. Zudem ist das Geschehen auch mit etlichen Klischees beladen und die hier agierende Darstellerriege gibt sich alle Mühe, durch äußerst bescheidene Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. Das einzig bekannte Gesicht dürfte die ehemalige Ikone Michael Dudikoff darstellen, wobei der gute Mann über den Status einer zu vernachlässigenden Nebenrolle nicht hinaus kommt. Im Prinzip ist das aber auch völlig egal, denn sämtliche Protagonisten wirken blass und hölzern und es schält sich noch nicht einmal eine einzige Figur heraus, der man etwaige Sympathiepunkte zukommen lassen könnte.

Ausführliche Beleuchtungen der einzelnen Figuren gibt es sowieso nicht, stattdessen muss man sich wie schon so oft mit fast hanebüchenen Handlungsweisen einiger Charaktere begnügen. So wittert beispielsweise eine sensationslüsterne Reporterin die Story ihres Lebens und weigert sich aus diesem Grund, den Schauplatz der Katastrophe zu verlassen und weiterhin kräftig die Abläufe zu filmen. Von diesen an den Haaren herbei gezogenen Handlungen bekommt man genügend zu sehen, was man andererseits von wirklich sehenswerten SFX nicht gerade behaupten kann. Ein paar Kopfschüsse und diverse Andeutungen von Beissattacken sind alles was dem geneigten Fan geboten wird, so das sich der Blutgehalt des Szenarios in einem mehr als überschaubaren Rahmen bewegt. Ganz generell erscheint "Navy Seals vs. Zombies" auf eine komische Art und Weise vielmehr wie ein Werbefilm für die Army, als das man in diesem Werk einen echten Zombiefilm erkennen würde.

Letztendlich bleibt dann wirklich nicht viel übrig, was man an diesem Flick positiv erwähnen könnte, denn hier handelt es sich um ein sogenanntes Zombie Moped, das man sich auch gut und gern hätte verkneifen können. Für Vielseher und Zombie Fanatiker mag sich eine Sichtung eventuell noch lohnen, doch ehrlich gesagt hinterlässt dieser Streifen keinerlei nachhaltigen Eindruck, siedelt sich das gewonnene Gesamtbild doch noch unterhalb des normalen Durchschnitts an. Und so kann man in vorliegendem Fall auch nur von einem teilweise bedingten Unterhaltungswert sprechen, denn größtenteils verbreitet "Navy Seals vs. Zombies" nichts anderes als die pure Langeweile, da man das Gesehene schon unzählige Male in weitaus besserer Form zu Gesicht bekommen hat. Sorry Mr. Barrett, aber diesen Erstling haben sie ehrlich gesagt fast völlig an die Wand gefahren, denn die Einfallslosigkeit des Szenarios springt einem durchgehend förmlich ins Auge und verursacht einem dabei schon fast körperliche Schmerzen.


Fazit:


Ein Satz mit X, das war wohl nix. So ungefähr beschreibt man wohl am besten diesen eher unzureichenden Versuch, einen unterhaltsamen Zombie B-Movie auf die Beine zu stellen. Dann doch lieber immer wieder zu den bekannten Genre Klassikern greifen, als ein solch extrem mäßiges Flickwerk über sich ergehen zu lassen, das in fast allen Belangen kläglich versagt.


3/10

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