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Dienstag, 9. August 2016

Another Deadly Weekend






Another Deadly Weekend
(Muck)
mit Lachlan Buchanan, Puja Mohindra, Bryce Draper, Stephanie Danielson, Laura Jacobs, Grant Alan Ouzts, Lauren Francesca, Jaclyn Swedberg, Gia Skova, Audra Van Hees, Ashley Green Elizabeth, Peter Hart
Regie: Steve Wolsh
Drehbuch: Steve Wolsh
Kamera: Michael Solidum
Musik: Dan Marschak / Miles Senzaki
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Eine Gruppe Jugendlicher kämpft sich aus den Sümpfen von Cape Cod heraus, eine grausame Macht hat ihnen übel zugesetzt. Sie waren in einer uralten Begräbnisstätte und das war ein Fehler. Die jungen Leute finden ein einsames Haus, in das sie einbrechen. Vier von ihnen verschanzen sich, während einer Hilfe holen will. Aber das im Haus verbarrikadierte Quartett merkt schnell, dass die Sicherheit hier nur eine vermeintliche ist. Das Grauen in den Sümpfen mag gefährlich gewesen sein, doch war es nicht das einzige Tödliche in Cape Cod. Etwas anderes lauert auf die Jugendlichen, im Haus...


Mein Auto liegt jetzt auf der Schnecke die ich heute Nacht vögeln wollte.


Dieser eine Satz spiegelt nahezu perfekt das Niveau eines Filmes wieder, in dem man durchgehend vergebens nach dem Sinn des Geschehens sucht. Dazu sollte man allerdings wissen, das dieses Regie Debüt eines gewissen Steve Wolsh rein gar nichts mit dem 2009 erschienenen "Deadly Weekend" zu tun hat und es sich somit um zwei vollkommen eigenständige Werke handelt. Dabei trifft der Begriff eigenständig allerdings nur bedingt zu, denn anscheinend handelt es sich beim vorliegenden Beitrag um den Mittelteil einer geplanten Trilogie. Es handelt sich hierbei um keinen Schreibfehler, denn beim nächsten Teil soll es sich dann wohl um die Vorgeschichte der hier dargestellten Abläufe handeln. Warum man diesen außergewöhnlichen Weg gewählt hat entzieht sich meiner Kenntnis und ehrlich gesagt fällt es so auch relativ schwer, die vorliegende Geschichte einigermaßen objektiv zu beurteilen. Ob dieser Schachzug der Macher so gut war wage ich zu bezweifeln, denn so kann man "Another Deadly Weekend" im Moment nur als eigenständigen Film werten und in dieser Beziehung muss man leider zu der Erkenntnis gelangen, das es sich um einen der sinnlosesten Horrorfilme handelt, die man in den letzten Jahre zu Gesicht bekommen hat. So ist der Zuschauer dann auch schon ganz am Anfang ziemlich verwirrt, wird man doch ohne jegliche Vorgeschichte mit einer Situation konfrontiert, die sich einem nicht wirklich erschließen kann.

Daran leidet ganz generell das gesamte Szenario, wobei sich bei diesem Gesichtspunkt noch nicht einmal das größte Manko erkennen lässt. Die größten Defizite ergeben sich vielmehr durch das üble Schauspiel der jederzeit austauschbaren Akteure, von denen ganz offensichtlich niemand je eine Schauspielschule von innen gesehen hat. Dementsprechend gestalten sich auch die Dialoge, über deren Qualität ja schon die Überschrift eindrucksvoll Auskunft gibt. Die gesamte Story ist nämlich mit unzähligen vulgären Sprüchen und völlig unsinnigen Wortgefechten gepflastert, die allerdings zumindest phasenweise eine extrem unfreiwillige Komik entstehen lassen. Damit ist man dann aber auch schon beim nächsten Problem angelangt, denn die dadurch skurril anmutende Situationskomik passt nun einmal so gar nicht in das Ganze hinein, so das ein eher befremdlicher Eindruck hinterlassen wird.

Gleichzeitig werden über die gesamte Laufzeit sämtliche Regeln der Logik außer Kraft gesetzt. Das ist nun bei Horrorfilmen keine wirkliche Neuigkeit, doch was einem Steve Wolsh hier auftischt geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr. Die Handlungen der Protagonisten sind dermaßen haarsträubend und unlogisch, das einem wirklich nur die Haare zu Berge stehen können. Als ob das dann noch immer nicht genug wäre, kommt letztendlich auch noch ein erhöhter Erotik Faktor mit ins Spiel, denn die zugegebenermaßen hübsch anzuschauenden Damen der Schöpfung geizen an dieser Stelle keinesfalls mit ihren Reizen. Ganz augenscheinlich will Wolsh damit den männlichen Zuschauer von den unzähligen Mankos seiner Geschichte ablenken, doch dieser Schuss geht definitiv nach hinten los. Stattdessen erweckt "Another Deadly Weekend" nämlich vielmehr den Einduck eines Soft Erotik Streifens, in dem operierte Teenager ihre halbnackten Körper äußerst lasziv vor der Kamera räkeln. Worin der wirkliche Sinn dieser Passagen besteht ist zu keiner Zeit zu erkennen und gleichzeitig werten die entsprechenden Szenen den sehr schlechten Gesamteindruck keinesfalls auf.

Es mag gut möglich sein, das man "Another Deadly Weekend" nach dem Vorliegen der gesamten Trilogie ein wenig aufwertet und viele Dinge dann endlich einen Sinn ergeben. Doch ehrlich gesagt handelt es sich in vorliegendem Fall viel eher um einen waschechten Rohrkrepierer, der die Bezeichnung Horrorfilm im eigentlichen Sinne erst gar nicht verdient hat. Daran ändert auch weder die recht gute Grundstimmung, noch die paar blutigen Einlagen etwas, denn insgesamt gesehen bekommt man eine völlig unausgegorene Story angeboten, die weder Sinn noch Verstand beinhaltet. Warum also hat man den zweiten Teil einer Trilogie zuerst raus gebracht wo doch eigentlich klar sein dürfte, das dieser Film aufgrund dieser Tatsache wohl hauptsächlich negative Kritiken nach sich ziehen wird ? Die Antwort darauf kennt wohl nur der Regisseur, der mit den wohl noch folgenden Werken den miesen Eindruck dieses Filmes auch nicht ausmerzen kann.


Fazit:


Ganz egal ob Mittelteil oder nicht, letztendlich ist "Another Deadly Weekend" ganz einfach ein unglaublich schlechter Genre Beitrag, denn im Prinzip hat man so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte.


2/10

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