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Donnerstag, 25. August 2016

Die Nacht des Grauens






Die Nacht des Grauens
(Night Screams)
mit Joseph Paul Manno, Ron Thomas, Randy Lundsford, Megan Wyss, Janette Caldwell, John Hines, Diana Martin, Jerry Goehring, Susan Lyles, Barbara Schoenhofer, Dan Schramm, Mike Roark, Tony Brown, Dennis Arnold
Regie: Allen Plone
Drehbuch: Mitch Brian / Dillis L. Hart II
Kamera: Eric Anderson
Musik: Michael Linn
FSK 18
USA / 1987

David ist der Star des College-Football-Teams. Kurz vor dem Abschluss hat er sturmfrei und möchte mit seinen Freunden ein letztes Mal so richtig feiern. Es scheint ein ausgelassener Abend zu werden - bis drei entflohene Schwerverbrecher das Einfamilienhaus von Davids Familie stürmen. Die Party gerät zum Alptraum. Ein grausames Morden nimmt seinen Anfang. Bald wird klar: Nicht die flüchtigen Sträflinge sind die Täter, sondern ein unbekannter Psychopath.


In der Reihe "Kult auf DVD" haben Maritim Pictures / Alive es sich zur Aufgabe gemacht, so manchen eher unbekannten Videothekenfilm der 80er Jahre heraus zu bringen. Darunter befinden sich durchaus einige fast vergessene Beiträge die auch eine gewisse Qualität beinhalten, aber echte Perlen des Horrorfilms findet man doch eher selten. Der vorliegende Beitrag "Die Nacht des Grauens" war der Erstling eines gewissen Allen Plone und offenbart sich als ein weiterer der unzähligen Slasher aus den 80ern, so das man als Zuschauer also keinesfalls irgend etwas Neuartiges erwarten sollte. So ist auch die Geschichte nicht unbedingt neu, wobei das Ganze rein inhaltlich ganz generell eher dünn gestrickt ist und lediglich als nötige Fassade für einige nett inszenierte Kills dient. Echte Substanz oder gar Tiefe hat das Geschehen also auf keinen Fall zu bieten und so kann man sich getrost auf eine zumindest teilweise recht unterhaltsame Mordserie freuen, in der auch mehrere etwas härter dargestellte Szenen enthalten sind.

Das verwundert ehrlich gesagt ein wenig, denn die bisherigen Vertreter dieser Filmreihe von Alive haben sich fast alle nicht über visuelle Gewaltdarstellungen ausgezeichnet. Nun bietet auch der vorliegende Titel keinesfalls ein echtes und bluttriefendes Spektakel, im Verhältnis gesehen geht es jedoch stellenweise etwas härter zur Sache. Ansonsten bekommt man die handelsüblichen und in diesem Fall vollkommen austauschbaren Charaktere zu sehen, wobei dem Betrachter keine einzige der Figuren etwas näher gebracht wird. Sympathiepunkte kann hier wirklich niemand für sich verbuchen, was in erster Linie sicherlich in der ungenügenden Figurenzeichnung zu begründen ist. Hinzu kommen noch einige völlig überflüssige Personen, denn so hätte man sich beispielsweise die in der Inhaltsangabe genannten Schwerverbrecher restlos sparen können, da sie mit der eigentlichen Mordserie überhaupt nichts zu tun haben. Da dies ja praktisch mit dem Covertext schon preisgegeben wird stellt sich ganz automatisch die Frage, weshalb die Macher nicht gleich auf diese drei unnützen Figuren verzichtet haben. Wie dem aber auch sei, ganz generell ist die Story an sich etwas holprig und erscheint an manchen Stellen etwas willkürlich zusammen gestückelt.

So manches Mal beeinflusst das den Erzählfluss ziemlich negativ, zudem sorgen auch die üblichen und streckenweise total unlogischen Verhaltensweisen der Protagonisten nicht für uneingeschränkte Begeisterung beim Betrachter. Andererseits sollte man sich aber nicht wirklich darüber wundern, denn schließlich kennt man diese Zutaten ja aus etlichen anderen Genre Vertretern. Trotz der diversen Schwächen bietet "Die Nacht des Grauens" aber teilweise nette Unterhaltung und es gibt weitaus schlechtere Filme aus dem Bereich des Slashers. Dennoch sollte man nicht mit allzu großen Erwartungen an dieses eher unbekannte Werk heran gehen, denn man bekommt definitiv nichts geboten, was man nicht schon unzählige Male gesehen hätte.

In der Gesamtbetrachtung schafft es der Film meiner persönlichen Meinung nach in den guten Durchschnittsbereich, denn obwohl man die etlichen Mankos nur schwer übersehen kann geht von den Ereignissen ein gewisser Reiz aus. Wirkliche Spannung tritt allerdings eher selten auf den Plan, denn dafür erscheint das Szenario dann doch viel zu vorhersehbar, so das die letztendliche Auflösung der Morde nicht wirklich überraschen dürfte. Wenn einem das nichts ausmacht dann kann man ruhig einmal einen Blick riskieren, einen wirklich nachhaltigen Eindruck wird das Geschehen wohl aber nicht hinterlassen. 


Fazit:


Nicht alles wo der Begriff drauf steht, muss auch wirklich Kultpotential enthalten. Auch "Die Nacht des Grauens" kann keinesfalls an die Qualität diverser Genre Größen heran reichen, bietet aber immerhin größtenteils unterhaltsame Horrorkost die man sich zwischendurch mal in den Player legen kann.


6/10

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