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Samstag, 13. August 2016

Killer Beach






Killer Beach
(The Sand)
mit Brooke Butler, Jamie Kennedy, Mitchel Musso, Dean Geyer, Meagan Holder, Cleo Berry, Cynthia Murell, Hector David Jr., Nikki Leigh, Bryan Boone, Etalvia Cashin, Jennifer Churchich, Michael Huntsman
Regie: Isaac Gabaeff
Drehbuch: Alex Greenfield / Ben Powell
Kamera: Matt Wise
Musik: Vincent Gillioz
FSK 16
USA / 2015

Die College Abschluss-Party steht an. Was gibt es Schöneres, als am Strand zu feiern. Brooke, Mitchel, Dean und ein paar andere Freunde brechen mit ihren Autos auf und wollen es so richtig krachen lassen. Doch als die am nächsten Morgen mehr oder weniger fit aufwachen, geht irgendwas nicht mit rechten Dingen zu. Nach und nach realisieren sie, dass sie mit einer unvorstellbaren Bedrohung konfrontiert sind. Es scheint, als würde der Sandstrand leben und blutrünstig alles verschlingen, was ihn berührt. Als bald danach das erste Blut fließt, geht es für die Mit-Zwanziger um nichts anderes, als das nackte Überleben.


Man ist es ja mittlerweile schon seit Jahren gewöhnt das im Prinzip jeder Creature Movie im Trash Genre anzusiedeln ist, wobei die Qualität der jeweiligen Beiträge höchst unterschiedlich ist. Umso erfreulicher erscheint deshalb die Tatsache, das ein Herr namens Isaac Gabaeff mit seinem Erstlingswerk "Killer Beach" einen Vertreter auf den Weg gebracht hat, der sich äußerst wohlwollend von unzähligen anderen Filmen abhebt. Zwar ist auch hier durchaus ein trashiger Anstrich zu erkennen, doch gibt dieser sich fast ausschließlich in der an den Haaren herbei gezogenen Geschichte zu erkennen. 

Ansonsten bekommt der geneigte Fan an dieser Stelle aber endlich einmal wieder Filmkost geliefert, bei der man einen gelungenen Spannungsaufbau sowie eine recht bedrohliche Grundstimmung ausmachen kann. Das gesamte Geschehen spielt sich einzig und allein am Strand ab, an dem eine Gruppe Teenager in der Nacht zuvor eine heftige Party gefeiert hat. Einige Bilder davon bekommt man als Eröffnung präsentiert, bevor sich die Erzählung dann am Morgen danach einpendelt. Und schon an diesem Punkt merkt man ganz eindeutig das irgend etwas im Busch ist, denn von der stattlichen Anzahl Teenagern sind nur noch einige übrig, obwohl mehrere leere Schlafsäcke eindeutig suggerieren, das weitaus mehr Personen ihren Rausch am Strand ausschlafen wollten. 

Gabaeff schafft es ziemlich gut, den Betrachter für seine Erzählung zu gewinnen, denn auch wenn die Story mit diversen nicht unbedingt intelligenten Dialogen gepflastert ist, bekommt man einen durchgehend spannenden Ablauf geboten in dem es auch phasenweise etwas blutiger zur Sache geht. Die Gefahr für die jungen Leute geht dabei vom Sand aus, unter dem sich ganz offensichtlich eine monsterartige Gefahr befindet, die man allerdings erst nach gut 70 Minuten zu sehen bekommt. Das mag nun manch einen eventuell etwas abschrecken, doch wer nun vielleicht zu der Annahme gelangt das die Zeit bis dahin sich langweilig gestalten könnte, der wird definitiv eines Besseren belehrt. Der Regisseur hat es nämlich erstklassig verstanden, die Aufmerksamkeit auf die scheinbar hoffnungslose Lage der Jugendlichen zu lenken und außerdem ist das Ganze dann auch noch mit mehreren blutigen Momenten garniert worden, so das man als Fan dieser Filme sehr wohl auf seine Kosten kommt.

Auch die Darsteller agieren verhältnismäßig passabel, wobei sich aber keiner wirklich in den Vordergrund spielen kann. Einige unlogische Verhaltensweisen und mehrere der schon kurz angerissenen Dialoge erscheinen zwar etwas dümmlich, aber insgesamt gesehen kann man doch von einem überwiegend positiven Eindruck sprechen. Natürlich bekommt man es wie kaum anders zu erwarten fast nur mit Menschen zu tun, die anscheinend gerade einem Modejournal entsprungen sind, was sich insbesondere bei den leicht bekleideten und hübsch anzusehenden Mädchen stark bemerkbar macht. Im Endeffekt ist "Killer Beach" ganz sicher kein filmisches Meisterwerk, aber im Vergleich zu all den anderen Creature Movies der letzten Jahre bekommt man es hier endlich einmal mit einem sehenswerten Vertreter zu tun, dem man auch im Gegensatz zu Filmen wie "Sharknado" & Co. eine gewisse Ernsthaftigkeit zugestehen kann. Manch einer wird das eventuell anders sehen, aber mich persönlich hat dieser Beitrag sehr gut unterhalten, so das man auf jeden Fall eine Empfehlung an all jene aussprechen kann, die ihre Freude an Creature Filmen haben.


Fazit:


Nach dem teils richtig üblen Trash der letzten Zeit ist es eine willkommene Abwechslung, auch einmal wieder einen etwas ernsteren Film dieser Art zu Gesicht zu bekommen. Dabei ist "Killer Beach" als Gesamtpaket durchaus überzeugend, denn auch die kleineren Schwächen ändern rein gar nichts daran, das man an dieser Stelle wirklich gut unterhalten wird.


7/10

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