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Dienstag, 23. August 2016

Skin Traffik






Skin Traffik
(Skin Traffik)
mit Mickey Rourke, Daryl Hannah, Eric Roberts, Dominique Swain, Michael Madsen, Jeff Fahey, Alan Ford, Jadey Duffield, Gary Daniels, Ron Smoorenburg, Alexandra Fraser, Angie Simms, Natasha Goulden
Regie: Ara Paiaya
Drehbuch: Ara Paiaya / Adam Davidson
Kamera: Ara Paiaya
Musik: Sefi Carmel
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2014

Profikiller Bradley hat kein Problem damit, Gangster schlafen zu legen, doch wenn es um Unschuldige geht, regt sich sein Gewissen. Nun hat er selbst versehentlich bei einem Auftragsmord die ahnungslose Tochter eines Gauners mitsamt ungeborenem Kind ermordet, und das wirft ihn richtig aus der Bahn. Als er Monate später mitbekommt, wie übel ein paar Zuhälter ihre nicht selten minderjährigen Huren behandeln, ergreift er die Gelegenheit, etwas gut zu machen, beim Schopf. Deren Hintermänner sind davon alles andere als begeistert.


Bei einem Film wie "Skin Traffik" dürfte dem geneigten Action Fan wohl zuerst einmal die Darsteller Riege ins Auge springen, tummeln sich hier doch mehrere ehemalige Legenden des 80er und 90er B-Movies. Namen wie Michael Madsen, Daryl Hannah, Mickey Rourke oder auch Gary Daniels sind nur einige davon, so das dieser Beitrag schon allein aus diesem Grund die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich zieht. Nun sollte man aber dennoch nicht mit zu hohen Erwartungen an diese Produktion herangehen, denn die Genannten Akteure haben ihre besten Tage längst hinter sich gelassen, aber immerhin präsentiert sich ein recht kurzweiliges und unterhaltsames Filmchen, an dem man durchaus seine Freude haben kann. 

Rein inhaltlich sollte man die Messlatte nicht zu hoch ansetzen, so etwas wie Innovation ist nämlich im vorliegenden Fall keinesfalls zu erwarten. Stattdessen offenbart sich ein relativ leicht zu durchschauendes Szenario, indem insbesondere der immerhin schon 52-Jährige Gary Daniels durch einige gut inszenierte Action Einlagen auf sich aufmerksam machen kann. Die restlichen bekannten Darsteller nehmen eher den Status einer Nebenrolle ein und sind viel eher im Bereich der Dialoge aktiv, als das man sie in den enthaltenen Action Passagen begutachten könnte. "Skin Traffik" lebt in erster Linie von den großen Namen, als das man an dieser Stelle wirkliche Kostproben schauspielerischen Könnens erwarten könnte und so sollte man in diesem Bereich keinerlei Wunderdinge erwarten. Zudem muss man auch größere Abstriche bei den richtig unbekannten Nebendarstellern machen, denn diese agieren doch ziemlich hölzern und ungelenk, was lediglich den Eindruck der notwendigen Staffage hinterlässt.

Wirklich spannend geht es eher selten zur Sache, dafür beinhaltet die Story aber zumindest stellenweise ein sehr ordentliches Tempo, so das man über einige andere recht offensichtliche Mankos großzügig hinwegsehen kann. Dazu zählt beispielsweise der manchmal doch äußerst billige Look des Filmes, an dem man dann doch in etlichen Passagen das anscheinend nicht gerade üppige Budget fest machen kann. Auch die vorhandenen Dialoge sind nicht gerade mit dem feinsten Schliff versehen und einige Einstellungen des Werkes hinterlassen ab und zu den Eindruck, als wenn sie etwas zu sehr in die Länge gezogen wurden, um den Film mit einer bestimmten Laufzeit zu versehen. Nun könnte man aufgrund dieser Aspekte schnell zu dem Eindruck gelangen das man lieber die Finger von diesem Werk lassen sollte, doch damit würde man "Skin Traffik" dann auch nicht ganz gerecht werden.

Sicherlich liegt hier alles andere als ein filmisches Meisterwerk vor, aber immerhin präsentiert Regisseur Ara Paiaya einen insgesamt sehenswerten B-Actioner, der dem Genre Liebhaber durchaus Freude bereiten kann. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber mir persönlich hat diese britische Produktion trotz diverser Mängel ganz gut gefallen. Es gibt weitaus schlechtere Vertreter, so das man zumindest an all jene eine Empfehlung aussprechen kann, die ein Wiedersehen mit etlichen ehemaligen B-Movie Stars zu schätzen wissen.


Fazit:


Trotz mehrerer Abstriche bietet "Skin Traffik" zumindest solide Actionkost auf B-Niveau und genau mit dieser Erwartung sollte man dann auch an den Film herangehen. Wer einen cineastischen Hochgenuss erwartet ist definitiv an der falschen Adresse, alle anderen können ohne Weiteres einen Blick riskieren.


6/10

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