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Montag, 26. September 2016

Body






Body
(Body)
mit Helen Rogers, Alexandra Turshen, Lauren Molina, Larry Fessenden, Adam Cornelius, Dan Brennan, Kimberly Flynn, Ian Robinson, Jack Brenner, Mike Keller
Regie: Dan Berk / Robert Olsen
Drehbuch: Dan Berk / Robert Olsen
Kamera: Matt Mitchell
Musik: Luke Allen
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Die besten Freundinnen Cali, Holly und Mel wollen den Abend vor Weihnachten nicht zu Hause verbringen, weshalb Cali ihre beiden Freundinnen mit in das Haus ihres angeblich verreisten, schwerreichen Onkels nimmt. Die drei beschließen eine kleine, intime Privatparty zu feiern und den Luxus etwas zu genießen. Als jedoch ein ungebetener Gast erscheint, eskaliert die Situation und die drei jungen Frauen müssen sich plötzlich Gedanken um eine Leiche machen, was ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt ...


Frauenfreundschaften auf dem Prüfstand


So ungefähr könnte man das Szenario bei "Body" beschreiben, denn Dan Berk und Robert Olsen stellen diese Thematik in den Vordergrund ihres Regie-Erstlings. Es handelt sich um einen kleinen, aber zumindest stellenweise recht feinen Thriller, der allerdings selbst mit der verhältnismäßig kurzen Laufzeit von knapp 75 Minuten fast schon etwas zu lang wirkt. Gleichzeitig erscheint das Szenario durch die doch sehr beschränkte Anzahl von Darstellern fast schon wie eine Art Kammerspiel, was sicherlich nicht unbedingt jeden Geschmack treffen wird. Riesige Innovation sollte man hier keinesfalls erwarten, vielmehr setzen die beiden Regisseure auf altbewährte Zutaten und fügen diese in eine Geschichte ein, die man auch schon so oder in ähnlicher Form des Öfteren gesehen hat. So lässt man drei Freundinnen zu Beginn in eine scheinbar lockere Situation gleiten, aus der dann jedoch durch nicht vorher zu sehende Momente ein Szenario entsteht, in dem die Freundschaft der Mädchen auf eine extrem harte Probe gestellt wird.

Dabei versucht man die unterschiedlichen Charaktere der Hauptfiguren heraus zu arbeiten und in der Summe gelingt das auch ganz ordentlich. Dennoch fällt gerade die Skizzierung der einzelnen Figuren etwas zu klischeehaft aus, was die ganze Chose dann auch leider viel zu vorhersehbar erscheinen lässt. Es fehlt also an echten Überraschungsmomenten und wer sich mit solchen Filmen ein wenig auskennt, kann die folgenden Handlungen recht locker vorher sagen. Und so will dann auch zu keiner Zeit die von den Machern gewünschte Intensität aufkommen, "Body" ist dafür leider zu durchschnittlich aufgebaut und beinhaltet auch keine richtig gelungenen Wendungen, was den Sehgenuss dann doch ganz erheblich einschränkt.

Am meisten stört jedoch die viel zu hohe Alterseinstufung, durch die sich so manch einer sicher einmal mehr auf eine falsche Fährte locken lässt und einen relativ harten Film erwartet. Doch die vorhandene Härte ergibt sich wenn überhaupt ausschließlich durch die Ausnahmesituation, in der sich die drei jungen Frauen befinden. In visueller Hinsicht sollte man gar nichts erwarten, weshalb die 18er Freigabe auch eher befremdlich wirkt. Trotzdem hat der film auch durchaus gute Momente und kann so zumindest phasenweise recht gut unterhalten. Trotz alledem erscheinen diverse Passagen trotz der kurzen Gesamtlaufzeit unnötig in die Länge gezogen, als wenn man dieses Werk auf Teufel komm raus auf eine bestimmte Länge trimmen wollte.

Insgesamt gesehen könnte man "Body" nämlich ohne Weiteres als Kurzfilm mit maximal 30 Minuten Spielzeit aufführen, da die Geschichte allein schon inhaltlich nicht mehr hergibt. Und so sollte man sich dann auch nicht wundern wenn einem diverse Einstellungen etwas langatmig vorkommen, was insbesondere im Mittelteil des Filmes sehr verstärkt zum Ausdruck kommt. Letztendlich ist es die reine Geschmackssache, aber mehr als ein durchschnittliches Gesamturteil kann man an dieser Stelle nicht vergeben, zudem handelt es sich keinesfalls um einen Beitrag, der einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt.


Fazit:


Nette Ansätze, viel Leerlauf und ein paar gute Momente reichen nicht aus, um von einem gänzlich überzeugenden Eindruck zu sprechen. Man kann sich diesen Beitrag gern einmal anschauen, zu mehr reicht es aber leider nicht.


5/10

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